4a Architekten - Else-Club - Moskau


© KROST

© Alexander von Salmuth & Ernst Ulrich Tillmanns, 4a Architekten, Stuttgart

© Alexander von Salmuth & Ernst Ulrich Tillmanns, 4a Architekten, Stuttgart

© Alexander von Salmuth & Ernst Ulrich Tillmanns, 4a Architekten, Stuttgart

© Alexander von Salmuth & Ernst Ulrich Tillmanns, 4a Architekten, Stuttgart

© Hans Christoph Brinkschmidt

© KROST

© KROST

© KROST

© KROST

© KROST

© KROST

© KROST

© KROST

© KROST

© KROST
Außerhalb des Zentrums von Moskau, inmitten des idyllisch bewaldeten Wohngebietes am Lesopark Pokrovskoye-Glebovo befindet sich der Else-Club. Das Stuttgarter Büro 4a Architekten fügte dieses Spa- und Fitnesscenter in die beiden unteren Geschosse des Wohnhochhauses Alissa ein.
Das Gebäude ist im Besitz der Firma Krost, einer der größten Baufirmen in Moskau. Erdgeschoßwohnungen sind in Moskau aus Sicherheitsgründen sehr schwierig zu vermieten oder zu verkaufen. So kam man auf die Idee einer halböffentlichen Nutzung der erdgeschossnahen Etagen. Da die Nachfrage nach Exklusivität in Moskau sehr hoch ist, fiel die Wahl auf den Bau eines exquisiten Wellness-Clubs.
Der Gebäudeteil des Else Clubs schiebt sich horizontal durch die vertikale Struktur des Wohnturms. Als Sockel setzen sich die beiden unteren Stockwerke formal komplett von der architektonischen Sprache der restlichen, klassischen Fassade ab. 4a Architekten wählten ganz bewusst diese Form, um sich sowohl inhaltlich als auch stilistisch vom Wohngebäude loszulösen. Dieser stilistische Schnitt wird zudem durch eine Vollverglasung der Ost- und Westfassade unterstrichen. Die Verglasung dient auch dazu, einen Bezug nach außen zu schaffen und einen weitläufigen Blick in die parkähnliche, stark durchgrünte Landschaft zu ermöglichen. Durch eine weit auskragende, gefaltete Rahmung des oberen Stockwerks setzt sich der Else Club vom Rest des Gebäudes ab. Die Verkleidung mit silbernen Blechpaneelen verstärkt diesen Effekt noch weiter. Charakteristisch für den Fassadenbereich des Else Clubs sind die drehbaren Lamellen in unterschiedlichen, kräftigen Grüntönen, die sich über das gesamte erste Obergeschoss erstrecken.
Entspannung in Räumen, die sich miteinander verweben
Eine großzügige Treppe führt den Besucher von außen in die imposante Eingangshalle im ersten Obergeschoss. Von hier aus gelangt man zu allen Bereichen des Wellnessclubs: zum Restaurant, zur Wellnessoase und zum Fitnesscenter.
Das Herzstück des Else Clubs sind das Spa und der Wellnessbereich. Im Zentrum steht der Ruheraum, der inmitten eines Wasserbeckens angeordnet ist. Über Trittstufen, die im Wasser angelegt wurden, gelangt der Besucher sowohl zum Ruheraum, als auch zu den Behandlungsräumen. Die Behandlungsräume befinden sich an der vollverglasten Fassade. Beim Betreten der Räume schließen sich die grünen Lamellen automatisch und schaffen damit eine intime Atmosphäre. Die Lamellen fungieren als eine Art grüner Filter nach außen. Eine frei stehende Treppe führt den Besucher weiter zur Badelandschaft im Erdgeschoss. Hier bieten Schwimm-, Attraktions- und Warmsprudelbecken Badevergnügen für jedes Bedürfnis.
Die Saunalandschaft erreicht man über eine Brücke, die die Schwimmerbecken überspannt. Verschiedene Saunen, Dampfbäder und Erlebnisduschen laden dort zum Entspannen ein. Die mit Holz verkleideten Wände und indirekt hinterleuchteten Nischen sorgen für eine besonders angenehme Atmosphäre. Zu guter Letzt bietet der Else-Club einen großzügigen, offenen Fitnessbereich mit Blick in die freie Natur.
Architektur als Raumskulptur
Die Besonderheit des Else Clubs sind die fließenden Räume, die keine Begrenzungen zu haben scheinen. Die einzelnen Funktionen der Galerien, Lufträume und freien Treppen sind miteinander verwoben. Trennwände wurden überall dort, wo es die Konstruktion zuließ, mit Oberlichtern von der Decke abgesetzt, so entstand das charakterische offene Raumgefühl.
Bauherr: Krost Industrial & Building Company
4a Architekten
Inbetriebnahme: 2007
BGF: 4250 m²







