Ackermann und Partner - Europäisches Patentamt - München


© Rainer Viertlböck, Tangential

© Rainer Viertlböck, Tangential

© Rainer Viertlböck, Tangential

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© Rainer Viertlböck, Tangential

© Rainer Viertlböck, Tangential
Zu Zeiten des berühmten amerikanischen Erfinders Edisons dauerte es mit Sicherheit noch keine vier Jahre, um von der Idee bis zur patentierten Erfindung zu gelangen. So viel Zeit nimmt es durchschnittlich in Anspruch, möchte man ein Patent im Europäischen Patentamt in München anmelden. Ein zehn Jahre gültiges Patent kostet laut EPA rund 30.000 Euro. Etwa 200.000 sind es pro Jahr – Tendenz steigend. Deshalb bezog das Patentamt zusätzlich zum alten Verwaltungssitz an der Museumsinsel den Bürokomplex „Pschorrhöfe“ an der Hackerbrücke. Rund 3.500 Mitarbeiter verwalten dort das Wissen und die Innovationen der 38 zur Europäischen Patentorganisation gehörenden Mitgliedstaaten. Bereits von außen zeigt sich die Behörde imposant. Läuft der Besucher auf den Bürokomplex seitlich der Hackerbrücke zu, so passiert er zunächst die Skulptur „Zwischen Sonnentor und Mondplatz“ des Künstlers Hannsjörg Voth. Weitere künstlerische Elemente, wie etwa „Rhythmus im Raum“ von Max Bill oder die vom Europäischen Patentamt anlässlich des Beethovenjahres 2000 erworbene Sammlung KUNST RAUM KONZEPTE von Dirk Monreal verzieren die Gebäude.
Erleuchtung auf der Dachterasse
Die Bauwerke von Ackermann und Partner Architekten selbst sind aufgrund der bereits vorhandenen fünfgeschossigen Randbebauung in ihrer Höhe angepasst worden, das Südhaus der Hacker-Pschorr-Brauerei wurde erhalten. Die Gebäude zeigen sich durch ihre mit Aluminium-Paneelen verkleidete Außenhaut ganzheitlich und abschließend. Die zwischen die Paneelen und der gut sichtbaren Tragstruktur installierten Sonnenschutzrollos geben dem Patentamt seine endgültige Struktur. Schon von außen lassen sich helle, lichtdurchflutete Büroräume erkennen. Die offene Eingangshalle mit der großen Spiraltreppe unterstützt das bereits gewonnene Gesamtbild. Die Geradlinigkeit zieht sich durch das gesamte Gebäude. Die im siebten Stock gelegene und der Öffentlichkeit zur Verfügung stehende Skybar zeichnet sich durch große Panoramafenster und dunklen, feinen Holzboden aus. Auf der Dachterrasse kann man dann, wenn es dunkel wird, der berühmtesten Erfindung Edisons würdigen - beim Blick über die Tausend funkelnden Lichter der Stadt.
Ackermann und Partner
Baudauer: 2005 - 2008
Nutzfläche: 165.215 m²







