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Zimmer zur Stadt

Atelier Kempe Thill - Jugendzentrum „De Hood“ - Amsterdam

  • Das neue Jugendzentrum als beleuchtete Skulptur im Stadtraum. © Ulrich Schwarz, BerlinDas neue Jugendzentrum als beleuchtete Skulptur im Stadtraum. © Ulrich Schwarz, BerlinDas neue Jugendzentrum als beleuchtete Skulptur im Stadtraum. © Ulrich Schwarz, BerlinDas neue Jugendzentrum als beleuchtete Skulptur im Stadtraum. © Ulrich Schwarz, Berlin
  • Kontrast zwischen verglastem Erdgeschoss und geschlossenem Obergeschoss. © Ulrich Schwarz, BerlinKontrast zwischen verglastem Erdgeschoss und geschlossenem Obergeschoss. © Ulrich Schwarz, BerlinKontrast zwischen verglastem Erdgeschoss und geschlossenem Obergeschoss. © Ulrich Schwarz, BerlinKontrast zwischen verglastem Erdgeschoss und geschlossenem Obergeschoss. © Ulrich Schwarz, Berlin
  • Die Glasflächen schaffen einen fließenden Übergang von Innen und Außen. © Ulrich Schwarz, BerlinDie Glasflächen schaffen einen fließenden Übergang von Innen und Außen. © Ulrich Schwarz, BerlinDie Glasflächen schaffen einen fließenden Übergang von Innen und Außen. © Ulrich Schwarz, BerlinDie Glasflächen schaffen einen fließenden Übergang von Innen und Außen. © Ulrich Schwarz, Berlin
  • Blick vom innenliegenden Kern nach außen und auf die Treppe nach oben. © Ulrich Schwarz, BerlinBlick vom innenliegenden Kern nach außen und auf die Treppe nach oben. © Ulrich Schwarz, BerlinBlick vom innenliegenden Kern nach außen und auf die Treppe nach oben. © Ulrich Schwarz, BerlinBlick vom innenliegenden Kern nach außen und auf die Treppe nach oben. © Ulrich Schwarz, Berlin
  • Im Obergeschoss steht ein Veranstaltungssaal zur Verfügung. © Ulrich Schwarz, BerlinIm Obergeschoss steht ein Veranstaltungssaal zur Verfügung. © Ulrich Schwarz, BerlinIm Obergeschoss steht ein Veranstaltungssaal zur Verfügung. © Ulrich Schwarz, BerlinIm Obergeschoss steht ein Veranstaltungssaal zur Verfügung. © Ulrich Schwarz, Berlin
Mit dem Jugendzentrum „De Hood“ in Amsterdam-Osdorp hat das Atelier Kempe Thill ein „öffentliches Wohnzimmer“ mit fließendem Übergang zur Stadt realisiert.

Osdorp ist einer von mehreren Stadtteilen im Amsterdamer Westen, die zu Beginn der 1950er-Jahre im Stil des Nachkriegs-Funktionalismus angelegt wurden. Inzwischen sind die damaligen Utopien jedoch längst einer breiten Skepsis gewichen. Seit einigen Jahren wird daher verstärkt nach Strategien gesucht, um die Monotonie des Viertels wieder aufzubrechen. Einen wichtigen Baustein dazu liefert das Anfang April eröffnete, nach Plänen des Rotterdamer Ateliers Kempe Thill realisierte Jugendzentrum „De Hood“.

Kontrastreicher Kubus

Nach außen hin präsentiert sich der Neubau des Jugendzentrums als minimalistischer Kubus mit großen Glasflächen und einer durchgehend geschlossenen, weißen Fassade. Die strenge Gestaltung ist aber kein ästhetischer Selbstzweck, sondern Ausdruck für zwei völlig unterschiedliche Raumkonzepte im Inneren des Quaders: Das Erdgeschoss  gestalteten die Architekten des Ateliers Kempe Thill als durchgehend verglastes „öffentliches Wohnzimmer“ mit innen liegenden Büros und mit freier Rundum-Aussicht auf den angrenzenden, kleinen Park. Die offene Gestaltung verringert nicht nur die Schwellenangst bei den jugendlichen Besuchern, sondern soll ganz explizit auch für mehr Akzeptanz bei den Anwohnern sorgen, die die Aktivitäten im Innenraum beobachten können.

Freier Blick in den Himmel

Im deutlichen Kontrast zur Transparenz des Erdgeschosses steht die Gestaltung der oberen Ebene. Um hier einen neutralen und multifunktional nutzbaren Veranstaltungssaal zu schaffen, planten André Kempe und Oliver Thill einen komplett geschlossenen introvertierten Raum, der ausschließlich über zwei große Oberlichter natürlich belichtet wird. Überraschenderweise wirkt das Obergeschoss deutlich heller, als das vollständig geöffnete Erdgeschoss.
 Zusätzlichen Charakter erhält der bei Bedarf unterteilbare Raum durch seine großzügige Höhe sowie durch die klinisch weiße Farbgebung, die die Aufmerksamkeit der Besucher nach oben lenkt.

Kostengünstige Materialien

André Kempe und Oliver Thill beschreiben ihre Vorgehensweise gerne als „Ikea-Klassizismus“ und meinen damit den Versuch, aus der Not eine Tugend zu machen und mit möglichst geringem Budget möglichst hochwertige architektonische Lösungen zu realisieren. So das kostengünstige Vollglassystem mit den großen Scheiben von bis zu fünf Metern Länge. Bei der Gestaltung der darüber gelegenen Fassade aus Kalksandstein entschieden sich die Architekten für die Verwendung eines witterungsfesten Polyurethan-Sprühsystems. Das Produkt schafft nicht nur eine eigentümlich spröde und unebene Oberfläche, er ist angeblich auch der günstigste in den Niederlanden erhältliche Werkstoff zur Isolierung von Fassaden. Ein perfektes Finish zum kleinen Preis!

constructor: 

Ymere Amsterdam

architect: 

Atelier Kempe Thill, Rotterdam

status: 

Fertigstellung: 04/2011

size: 

BGF: 285 Quadratmeter

Gast
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admin

Für ein Jugendzentrum sind die geschlossenen Räume bedenklich...

8. März 2012 - 11:13

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