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Segel hoch und Leinen los! – Ozeaneum in Stralsund

Behnisch Architekten - Ozeaneum - Stralsund

  • © Frank Ockert© Frank Ockert© Frank Ockert© Frank Ockert
  • © Johannes-Maria Schlorke© Johannes-Maria Schlorke© Johannes-Maria Schlorke© Johannes-Maria Schlorke
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2008 wurde auf der nördlichen Hafeninsel von Stralsund das nach Plänen der Behnisch Architekten geplante Ozeanum als neue touristische Attraktion eröffnet.

Im Sommer 2008 wurde auf der nördlichen Hafeninsel von Stralsund das nach Plänen der Stuttgarter Behnisch Architekten geplante Ozeanum als neue touristische Attraktion eröffnet. Der auf Basis eines europaweiten Wettbewerbs realisierte Neubau erweitert die Standorte des 1951 gegründeten Deutschen Meeresmuseums, dessen Haupthaus in der ehemaligen Katharinenkirche von Stralsund untergebracht ist. Neben zahlreichen Großaquarien mit Meeresbewohnern aus allen Teilen der Welt können die Besucher im Ozeaneum eine Vielzahl an thematischen Ausstellungen zu den Themen Ostsee, Weltmeere, Erforschung und Nutzung der Meere sowie Riesen der Meere erleben.

Museen als bedeutsame Werbeträger

Spätestens seit Frank O. Gehrys Guggenheim Museum in Bilbao gelten Museen als bedeutende Werbeträger und als wichtige Marketinginstrumente im Wettbewerb der Städte und Regionen. Die Planer waren sich dieser Rolle bewusst und griffen bei ihrer Planung auf eine bewusst zeichenhafte Architektursprache mit betont modernen Formen zurück. Im deutlichen Kontrast zur bestehenden Backsteinarchitektur der 2002 als UNESCO-Weltkulturerbe eingestuften Altstadt von Stralsund entwickelten sie einen offenen, dabei collageartig aus freien Formen zusammengesetzten Bau, der ähnlich wie „wasserumspülte Steine im Meer“ von allen Seiten von Besuchern und Licht durchströmt wird. Von der Wasserseite aus betrachtet erscheinen die hellen, aus gebogenen Stahlblechen geformten Fassaden mit ihren frei auskragenden Rändern dabei wie großformatige, vom Wind geblähte Segel, die sich vor der Kulisse der Stralsunder Altstadt als einprägsame Silhouette aufbauen.

Sensible Einbettung

Um den Neubau dem Maßstab der umliegenden Bebauung anzupassen, ist das Ozeaneum in vier unterschiedlich große, jeweils „kieselförmig“ ausgebildete Baukörper mit den Bereichen Ausstellung, Aquarien der Ostsee, Aquarien der Nordsee und Riesen der Meere unterteilt. In Richtung Nordosten wurden gleichzeitig drei denkmalgeschützte Altbauten in die Planung eingebunden und eine Hafenpromenade neu angelegt. Von hier aus erfolgt auch der Zugang zum Museum.

Im Inneren angelangt, erreichen die Besucher zunächst das offene Foyer mit den angrenzenden Funktionen Museumsshop, Café und Toiletten. Über eine 30 Meter lange, frei aufgehängte Rolltreppe führt der Weg anschließend quer durch das Foyer und vorbei an frei im Raum schwebenden Walskeletten zu den Ausstellungsbereichen im Obergeschoss. Die große Glasfassade in Richtung Wasser ermöglicht dabei eine freien Blick bis hin zur Insel Rügen. Oben angekommen tauchen die Besucher dann ein in die thematisch untergliederten – und über Brücken miteinander verbundenen – Unterwasserwelten des Hauses. Das größte Becken des Ozeaneums ist dabei ein riesiges Schwarmfischbecken mit gebogener Panoramascheibe, das rund 2,6 Millionen Liter fasst. Das sind immerhin rund 5.000 volle Badewannen! Mehr Wasser geht kaum.

constructor: 

Deutsches Meeresmuseum Stralsund

architect: 

Behnisch Architekten, Stuttgart

status: 

Fertigstellung: 07/2008

size: 

BGF: 17.400 Quadratmeter

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Alle 3 Kommentare anzeigen

Robert Uhde

...ja, auf nach Stralsund!

vor 1 Jahr 1 Woche 4 Tagen

Anna Ševčíková

I have been here is interesting I can recomend it.

vor 1 Jahr 1 Woche 4 Tagen

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