BIG Bjarke Ingels Group / Rojkind Architects - Tamayo Cultural Center - Mexico City


Erweiterung Tamayo Cultural Center, Mexico @ BIG Bjarke Ingels Group

BIG Bjarke Ingels Group © glessner group

Erweiterung Tamayo Cultural Center, Mexico © glessner group

Erweiterung Tamayo Cultural Center, Mexico

Erweiterung Tamayo Cultural Center, Mexico @ BIG Bjarke Ingels Group

Erweiterung Tamayo Cultural Center, Mexico @ BIG Bjarke Ingels Group

Erweiterung Tamayo Cultural Center, Mexico @ BIG Bjarke Ingels Group

Erweiterung Tamayo Cultural Center, Mexico @ BIG Bjarke Ingels Group

Erweiterung Tamayo Cultural Center, Mexico @ BIG Bjarke Ingels Group
Jeder der schon mal mit dem Kunstbetrieb zu tun hatte, kennt die Loblieder auf die White Box, der künstliche, funktionale Reinraum in dem nichts unmöglich ist. Und auch das Konzept für die Erweiterung des Tamayo Cultural Center in Mexiko City der schlagkräftigen Verbindung von BIG Bjarke Ingels Group und Rojkind Architects nimmt sich der White Box an, allerdings etwas anders als erwartet.
Wirkungsvoller Ausstellungsraum
Die Erweiterung des Tamayo Cultural Center in Mexiko City soll eine lokale, regionale und internationale Bildungs- und Kultureinrichtung werden. Deren Design und Aktivitäten Menschen aus der ganzen Welt anziehen soll, um zu arbeiten, studieren oder einfach nur kreativ zu sein. Das architektonische Konzept dafür ist simpel aber trotzdem wirkungsvoll. Denn die Architekten spielen mit dem klassischen kubischen Raum der Kunstdarstellung und lösen ihn zugunsten eines flächigen Schnittmusters auf. Ein Resultat aus den Überlegungen, dass die Art des Raumes für zeitgenössische Kunst wichtiger ist, als die Kunst die darin enthalten ist. Ergo braucht es ein Konzept, das maximale Freiheiten und Funktionalität zulässt und das große Kunstprojekt nicht aus den Augen verliert.
Eine Bühne für die moderne Kunst
Die auskragende Form des White Cross ist die bauliche Materialisierung des konzeptionellen Funktionsschemas – ohne jede künstlerische Interpretation. Von der Überlegung der Lagerflächen bis zu den Ausstellungsbereichen. Dieses Schnittmuster der Box blickt in einer anderen Form hinter die Kulissen des Kunstbetriebs. Dem Bildungsauftrag folgend, wird der Besucher von der offenen Box eingeladen, hinein begleitet und bekommt Einblicke in die Bereiche, die ein Kunstwerk vor seiner Ausstellung durchläuft – auch eine Form der Kunstvermittlung. Wie in anderen Häusern auch, stehen die Ausstellungshäuser vor dem Dilemma einerseits den Künstlern/der Kunst einen neutralen Raum zur Verfügung zu stellen, und andererseits eine eigenständige „Marke“ zu entwickeln, die die Besucher anzieht, überrascht und inspiriert. Moderne, zeitgenössische Kunst braucht andere Bühnen. Und je besser die funktionieren, umso mehr kommt die Besonderheit zur Geltung. Der Erweiterungsbau zollt mehreren Anforderungen Respekt. Einerseits wird ein prägnantes Gebäude, welches sich in die Topographie des Ortes integriert, geschaffen. Und zugleich die Balance zwischen Form, Funktion und Außenwirkung gehalten. Die Fernwirkung der groben monolithischen Fassade des Blocks löst sich in der Nähe in eine kleinteilige durchlässige Struktur auf. Und denkt auch an das darüber und darunter – im Sinne von schattigen Ausstellungsbereichen unter dem Gebäude und einer phantastischen Dachterrasse mit Blick über den Moloch Mexiko City...
Tamayo Cultural Center
BIG Bjarke Ingels Group und Rojkind Architects
Voraussichtliche Fertigstellung: 2011
BGF: 2300 Quadratmeter








Schöner Entwurf !!!