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BIG in Big Apple

BIG - Bjarke Ingels Group - W57 West 57th Street - New York

  • West 57th Street © BIG-Bjarke Ingels GroupWest 57th Street © BIG-Bjarke Ingels GroupWest 57th Street © BIG-Bjarke Ingels GroupWest 57th Street © BIG-Bjarke Ingels Group
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Nun dürfen sich also die dänischen Architekten von BIG-Bjarke Ingels Group per Direktauftrag an den Bau eines Hochhauses wagen.

Ok, zugegeben, die Anlehnung klingt fast schon abgedroschen. Und Hochhäuser gibt es in Manhatten wie Sand am Meer. Höher, schneller, weiter, technisch funktional anmutend bis verspielt, in gebrochenen Glasflächen oder floralen Ornamenten – die Vermarktung schreit nach immer neuen Superlativen. Auch die obligatorische LEED-Zertifizierung gehört ganz selbstverständlich in jedes Projektportfolio.

Nun dürfen sich also die dänischen Architekten von BIG-Bjarke Ingels Group per Direktauftrag an den Bau eines Hochhauses wagen. 600 Wohneinheiten sollen auf Höhe der 57th Street zwischen 11th und 12th Avenue ein neues Zeichen setzen. Und die Dänen sind nicht unklug und lassen sich eine Symbolik einfallen, die sowohl städtebaulich ihre Relevanz hat, als auch zur Ikone avancieren kann: eine Pyramide.

Schrittweise zum Himmel

Das hat den amerikanischen Immobilieninvestor Durst Fetner Residential bei der Präsentation des Entwurfs sicher beeindruckt. Ist diese Bauform – im alten Ägypten als „Himmelstreppe zum Göttlichen“ empfunden – doch eine imposante Geste. Super für die Vermarktung.
Die Erklärung, die Bjarke Ingels für diese Form hat, liest sich da viel entspannter und man bemerkt sofort, dass der Größenwahn der Stadt das „Wunderkind“, wie das New York Times Magazine erst kürzlich titelte, ziemlich kalt lässt. Sehr sympathisch.
Die Pyramidenform ergibt sich aus einem Zwitter aus dem typisch amerikanischen Wolkenkratzer und der europäischen Blockrandbebauung, auf die die 80.000 Quadratmeter Wohnfläche verteilt werden müssen.

Schief hinauf und raus ins Grüne

Statt einem punktuellen Hochhaus wird das massive Volumen aufsteigend verteilt, so dass sich die höchste Kante auf 140 Meter Höhe erhebt. Durch die Terrassierung haben alle Wohnungen ähnliche Belichtungssituation und der Innenhof seine räumlichen Beziehungen. Die Vorteile beider Bauformen werden vereint: die Kompaktheit, Dichte und Effizienz der Blockrandbebauung mit innen liegendem Grünraum und die Leichtigkeit und Weitsicht eines Hochhauses. Die Form ist auch dem Wandel der Stadt mit einem neuen Bewusstsein für lebenswerte Stadträume geschuldet und sieht sich als Fortsetzung der Meilensteine wie der High Line Park oder der grünräumliche Zugang zum Hudson River. Zugleich ein Transmitter zwischen den flacheren Gebäuden im Süden und den Wohntürmen am Rande des Central Parks.  Es kommt Bewegung in die Skyline von Manhatten. Mehr davon.

constructor: 

Durst Fetner Residential

architect: 

BIG-Bjarke Ingels Group

status: 

Fertigstellung: bis 2015

size: 

BGF: 80.000 m²

Gast
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admin

Splendide !!!

17. April 2011 - 20:50

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