Da wäre man gerne noch mal Student im Rolex Learning Center, Lausanne


© EPFL + diverse Fotografen

Rolex Learning Center in Lausanne

Rolex Learning Center in Lausanne

Rolex Learning Center in Lausanne

Rolex Learning Center in Lausanne

Rolex Learning Center in Lausanne
Die Ecole Polytechnique Fédérale de Lausanne hat einiges zu bieten. Physisch in Form einer Bibliothek mit 500 000 gedruckten Werken, eine der größten wissenschaftlichen Sammlungen Europas. Und virtuell über eine hochmoderne Multimedia-Bibliothek mit Zugriff auf 10 000 Online-Zeitungen, 17 000 E-Books, moderne Ausleihtechnik mittels RFID (Radio Frequency Identification), bei dem der Benutzer schalterfrei den ganzen Tag Bücher ausleihen, zurück bringen und sich per Smartphone-App in das richtige Buchregal leiten lassen kann. Fehlte nur noch ein neues Gebäude, was all die verschiedene Einheiten für Studium, Lehre, Forschung,
sozialen Austausch, Unterhaltung und Verwaltung vereint.
Dem Wunsch des Bauherrn nach einer Landmark entsprach im internationalen Wettbewerb das japanische Duo Kazuyo Seijima und Ryue Nishizawa / Sanaa in der ihr eigenen Art. Keine schreienden Gesten mit Gestalt und Materialität und keine Explosionen in die Höhe, sondern eine sich sanft wabernde Welle, die sich in ihrer Höhenentwicklung in die umgebende Bebauung integriert. Die Arbeit von SANAA ist schon länger geprägt von dem Thema der Hierarchielosigkeit der Räume, bei der die Qualität der architektonischen Form eher an der sie auslösenden Raumwahrnehmung zu messen ist als an ihrer Gestalt und oberflächlichen Neuartigkeit. So auch beim Rolex Leraning Center in Lausanne, bei dem sich ein Raumkontinuum aus einzelnen Raumsequenzen formt und durch künstliche Geographien statt physischer Grenzen zoniert wird. Es gibt keine geschlossenen Räume, sondern nur stille Täler und Hügel. Ein Konzept, das den individualisierten Nutzern die größtmöglichen Freiheiten erlaubt. Dessen fließenden Übergänge Symbol für Austausch und Interdisziplarität steht, dessen Herzstück der riesige Wissensspeicher in einem nahtlosen Netzwerk ist.
Eine parallele Doppelfläche aus Dach und Bodenplatte hebt und senkt sich über dem Campus, ohne den Boden zu oft zu bedecken. 14 verglaste Patios fungieren als Verbindung zwischen Innen und Außen und ermöglichen überraschende Durchblicke. Für den Betrachter ist die Konstruktion beinahe unsichtbar. Dass die Form so leicht wirkt und zu schweben scheint ist allerdings ausgetüftelter Ingenieursleistung zu verdanken. Unzählige Computersimulationen mussten durchgeführt werden, um die Form mit den geringsten Biegespannungen zu finden. Selbst bei der Koordination der Baustelle war Fingerspitzengefühl nötig: die millimetergenaue Positionierung der Schaltafel mittels GPS-Technologie lässt die Anforderung an Präzision nur erahnen.
Zur Belohnung nach einem lernintensiven Tag, kann man von weiter oben gelegenen Zonen den Blick über den Campus schweifen lassen – oder gleich im Feierabendmodus die Aussicht auf den nahen Genfersee und in die Alpen genießen. Auch die Technik kommt nicht zu kurz: in Planung sind interaktive Lampen, mit deren Hilfe die Benutzer Kurznachrichten an Wand und Decken projizieren können. Beim Elitestatus der Einrichtung kann man davon ausgehen, dass es sich hierbei nicht um den persönlichen Status in Social-Media-Anwendungen drehen wird, sondern eher der Aufruf beim Studienthema oder der Hinweis auf den Lärmpegel handeln wird...
EPFL (Ecole Polytechnique Fédérale de Lausanne)
Kazuyo Sejima + Ryue Nishizawa / SANAA
Bauzeit 2007-2009, Eröffnung Februar 2010
BGF: ca. 20.000 m2








genial
Ich glaube , ich wechsle das Studienfach ;-))
Was vom feinsten. Und sehr schlicht. Super!
my schoooool ^^
nice place to learn ;)
this is a fantastic building!
amazing architecure
http://www.architekturvideo.de/sanaa-das-rolex-learning-center-der-epfl-...
hier noch mit Kommentar von Sanaa...
Genial