Eduardo Souto de Moura Oporto
Der portugiesische Architekt Eduardo Souto de Moura gehört in seiner Heimat zu den bekanntesten zeitgenössischen Architekten. An der Universität Escola Superior de Belas Artes do Porto (ESBAP) lernte er Alvaro Siza kennen, bei dem er während seiner Studienzeit arbeitete. Allerdings entwickelte Souto de Moura schon früh seinen eigenen Stil. Kurz nach seinem Abschluss des Architekturstudiums gewann er bereits den Wettbewerb um das Kulturzentrum des Staatssekretariats für Kultur in Porto. Danach folgten über 60 Bauten, hauptsächlich in seinem Heimatland Portugal. Zentrales Element seiner Architektur sei die Mauer, sagt Eduardo Souto de Moura. Entsprechend sind für ihn die wichtigsten Baustoffe Marmor, Granit und Beton.
Werke: Das Fußballstadion mit Blick in die Landschaft
Anlässlich der Fußballeuropameisterschaft 2004 bekam de Eduardo Souto de Moura den Auftrag zum Bau des Stadions Estadio Municipal in Braga. Der potugiesische Architekt überraschte dabei durch den ungewöhnlichen Aufbau, denn lediglich die Längsseiten des Stadions sind mit Tribünen versehen. Die beiden weit auskragenden Tribünendächer werden durch mehr als 80 Stahlseile miteinander verbunden. Sie überspannen das gesamte Spielfeld. Ein gewaltiges Felsmassiv schließt das Stadion an einer Seite ab. An der gegenüberliegenden Seite blieb die Sicht in die Landschaft offen. Der Gegensatz zwischen der geschlossenen Tribüne und dem freien Blick an den beiden Enden verleiht dem Stadion einen besonderen Reiz.
Kreative Leistung: Eine Architektur wie Poesie
Die Jury des Pritzker-Preises findet für Souto de Mouras Werke große Worte: „Seine Architektur ist nicht offensichtlich, frivol oder pittoresk, sondern voller Intelligenz und Ernsthaftigkeit. Seine Arbeiten fordern eine intensive Auseinandersetzung, nicht nur einen flüchtigen Blick. Wie Poesie teilt sie sich jenen emotional mit, die sich die Zeit nehmen zuzuhören.“
Alle Projekte von Eduardo Souto de Moura:









