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Fink+Jocher Architekten und Stadtplaner

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  • Dietrich FinkDietrich FinkDietrich FinkDietrich Fink
  • Thomas JocherThomas JocherThomas JocherThomas Jocher
  • Ivan GraflIvan GraflIvan GraflIvan Grafl
Die Entwürfe des Münchner Büros Fink+Jocher vereinen in einer signifikanten Sprache die unterschiedlichen Ansprüche von Nutzer und Umgebung.

Das Münchner Architekturbüro Fink+Jocher wird geleitet durch Dietrich Fink, Thomas Jocher und Ivan Grafl. Dietrich Fink studierte bis 1984 Architektur an der Technischen Universität München. 1998 hatte er eine Gastprofessur inne, seit 2004 ist Dietrich Fink dort auch als Professor am Lehrstuhl für integriertes Bauen  tätig. 1991 gründete er zusammen mit Thomas Jocher das Büro Fink+Jocher.

Thomas Jocher absolvierte sein Architekturstudium ebenfalls an der Technischen Universität München. Seit 1997 ist er Professor an der Universität Stuttgart.

Seit 2002 gehört auch Ivan Grafl zur Geschäftsleitung von Fink+Jocher. Er absolvierte 1995 seinen Abschluss an der Akademie der Bildenden Künste in Stuttgart. Seit 1996 arbeitet er im Büro von Dietrich Fink und Thomas Jocher. Mittlerweile beschäftigt das Team 17 Mitarbeiter. Die Tätigkeitsfelder sind neben Wohnen und Gewerbe auch öffentlicher Bau und Städtebau.

Werke: Davor und Danach

Im Jahre 2009 entstand der Entwurf zur Grundschule und Grünwerkstatt Helsinkistraße in München. Die Schule ist in das sogenannte „Aktivitätenband“ in der Messestadt Riem integriert. Mit seiner Lage zwischen der Grund- und Hauptschule und der Kinder- und Jugendfreizeitstätte Quax passt sich der Komplex thematisch perfekt in seinen Kontext ein.

Der eingeschossige Baukörper mit Flachdach hat sich auch architektonisch harmonisch mit seiner Umgebung verbunden. Durch gezielte Einschnitte in das Volumen entstanden hofartige Situationen, sodass alle Schüler von den attraktiven Außenräumen und einer optimalen Belichtung und Belüftung profitieren können. Insgesamt befinden sich in dem langgestreckten Gebäude fünf Höfe, drei sind nordseitig und zwei südseitig in Form von Pausenhöfen angeordnet. Im ersten nördlichen Hof befindet auch der Haupteingang. In den beiden anderen Höfen gibt es ein Theatron und ein Klassenzimmer im Freien.

Die Grünwerkstatt, eine Außenstelle des Baureferats „Gartenbau“ der Landeshauptstadt München und Informationsstelle für gärtnerische und ökologische Belange, befindet sich an der südwestlichen Ecke des Gebäudes. Es besitzt einen eigenen Eingang und ist auch sonst räumlich vom Schulgebäude getrennt.

Das große Flachdach bietet Schülern und Lehrern einen geschützten Übergangsbereich zwischen Innen und Außen. Die weite Auskragung des Daches und die weiße Attika verstärkt den Charakter eines leichten Pavillons.

Die Fassade besteht aus großformatigen Sichtbetonfertigteilen, die in drei verschiedenen Rottönen eingefärbt wurden. Durch die Aneinanderreihung der Betonteile entstand eine plastische Fassade, die durch ihre Farbigkeit eine positive und warme Atmosphäre erzeugt.

Durch Streifen auf den Betonplatten im Schulhof und auf dem Dach wird stilistisch eine Brücke geschlagen zur ehemaligen Landebahn des Riemer Parks und zum früheren Münchener Flughafen.

Fink+Jocher berücksichtigten durch eine hohe Grundrissflexibilät eine mögliche Nachnutzung des Komplexes. Die tragende Struktur wurde im Innenraum auf ein Minimum reduziert und die Deckenplatte massiv ausgeführt. So kann das Gebäude bei Bedarf zum Beispiel auch als Bürokomplex genutzt werden.

Entstanden ist ein Gebäude, das selbstbewusst, aber nicht aufdringlich mit seiner Umgebung und seinem historischen Kontext interagiert und das gleichzeitig mit seinen intelligenten Lösungen zukunftsfähig ist.

Kreative Leistung: allen Ansprüchen gerecht

Die Entwürfe von Fink+Jocher besitzen eine große Präsenz. Monolithisch anmutende Volumen fügen sich mit klaren Formen in den Kontext des jeweiligen Stadtraums ein. Sie besitzen eine hohe Wiedererkennbarkeit, ohne sich dem Betrachter jedoch aufzudrängen. Klare Innenräume runden das Gesamtbild ab und schaffen eine Architektur, die sich seinem Nutzer anpasst.

Gast
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