Freundliche Geste – Fährterminal Schwedenkai in Kiel
Mit den beiden Neubauten des Norwegenkais und des Ostseekais hatte die Hafenstadt Kiel schon in den vergangenen Jahren zwei moderne Terminalgebäude erhalten. Zuletzt folgte jetzt die Einweihung des neuen Schwedenkais zur verbesserten Abfertigung der Fähr- und Kreuzfahrtverbindung nach Göteborg. Der markant gestaltete, im Übergangsbereich zwischen Stadtkante und Hafenbecken gelegene Neubau des Frankfurter Büros KSP Jürgen Engel Architekten setzt sich zusammen aus einem dreigeschossigen, teilweise aufgeständerten Terminalbereich und einem schräg darüber aufsteigenden, rund 43 Meter hohen Bürohochhaus.
Ein ruhender Ozeanriese
Die elegant bewegte, durch ein umlaufendes weißes Fassadenband noch betonte Gebäudeform erinnert anschaulich an die hier vor Anker liegenden Ozeanriesen, ohne dabei aber plakativ zu wirken. Gleichzeitig lässt der differenzierte Aufbau auf den ersten Blick die unterschiedlichen Funktionen des Neubaus sichtbar werden: Im großzügig verglasten Sockel und über die drei gläsernen Brücken in Richtung Innenstadt und Schiffsdeck werden die Ströme der an- und abreisenden Passagiere verteilt. Im südöstlich angrenzenden, weit in Richtung Hafen auskragenden Gebäudeteil sind die Verwaltung der Stena Line und die Passagierabfertigung untergebracht. Der schräg in Richtung Festland aufsteigende neungeschossige Baukörper ist dagegen ausschließlich zur Büronutzung vorgesehen. Die doppelte Glasfassadenkonstruktion –bestehend aus einer außen liegenden Prallscheibe, einem Sonnenschutz im Fassadenzwischenraum und Isolierglasfenstern als innere, thermische Haut –, ermöglicht dabei in sämtlichen Bereichen eine natürliche Belüftung und einen effizienten Lärmschutz.
Ein wichtiger Aspekt bei der Planung des Projekts war die Verbindung des Neubaus mit der Stadt. Um das neue Terminal nicht nur für Reisende, sondern auch für andere Gäste zu öffnen, integrierten die Architekten auf dem Dach des Terminals eine öffentliche Aussichtsterrasse mit Restaurant. Hier oben können die Besucher nicht nur die weite Aussicht und den leckeren Kaffee genießen, sondern in Gedanken auch ohne gültiges Ticket auf Reisen gehen. Nach Göteborg, Stockholm oder hin zu ganz anderen Ufern.
Seehafen Kiel GmbH & Co KG
KSP Jürgen Engel Architekten, Frankfurt/Main
Fertigstellung: September 2010
BGF: 13.000 m²











Maria Barna
Waw....fara cuvinte!RESPECT!!
vor 1 Jahr 1 Monat 3 WochenWolfgang Moderegger
Wie viel Bürogebäude dieser Art verträgt die Stadt. Ich war bei der Kieler Woche dort und war schon beeindruckt von der Architektur. Mit dem Masstab zu umliegende Bebauung hab ich so meine Schwierigkeiten.
vor 1 Jahr 1 Monat 3 Wochen