Passwort vergessen

Hamburgs neue Hafen Krone? – Astraturm in Hamburg

  • Die elegant gegliederte Glasfassade des Astraturms im Dämmerlicht. Fotos: Carsten Brügmann, HamburgDie elegant gegliederte Glasfassade des Astraturms im Dämmerlicht. Fotos: Carsten Brügmann, HamburgDie elegant gegliederte Glasfassade des Astraturms im Dämmerlicht. Fotos: Carsten Brügmann, HamburgDie elegant gegliederte Glasfassade des Astraturms im Dämmerlicht. Fotos: Carsten Brügmann, Hamburg
  • Die Dachterasse bietet Panorama-Aussicht über die Stadt. Fotos: Carsten Brügmann, HamburgDie Dachterasse bietet Panorama-Aussicht über die Stadt. Fotos: Carsten Brügmann, HamburgDie Dachterasse bietet Panorama-Aussicht über die Stadt. Fotos: Carsten Brügmann, HamburgDie Dachterasse bietet Panorama-Aussicht über die Stadt. Fotos: Carsten Brügmann, Hamburg
  • Hochhaus-Silhouette „Hafen-Krone“ Fotos: Carsten Brügmann, HamburgHochhaus-Silhouette „Hafen-Krone“ Fotos: Carsten Brügmann, HamburgHochhaus-Silhouette „Hafen-Krone“ Fotos: Carsten Brügmann, HamburgHochhaus-Silhouette „Hafen-Krone“ Fotos: Carsten Brügmann, Hamburg
Der Astraturm bildet einen Teil der neuen Hochhaus-Silhouette "Hafen-Krone" von Hamburg.

Sektempfang statt Biergeruch: Auf dem Gelände der ehemaligen Bavaria Brauerei in St. Pauli wurde Anfang 2008 der 18-geschossige Astraturm mit rund 13.000 Quadratmetern Bürofläche fertiggestellt. Der nach Plänen des Büros KSP Jürgen Engel Architekten realisierte Neubau bildet zusammen mit dem Atlantic-Haus von Architekt Thomas Herzog und dem Luxushotel Empire Riverside von David Chipperfield die neue Hochhaus-Silhouette „Hafen-Krone“, die seit kurzem hoch über den Landungsbrücken und dem Fischmarkt thront. Charakteristisches Kennzeichen des Neubaus ist die elegant gegliederte Glasfassade mit ihren abgerundeten Gebäudekanten und den umlaufenden Fassadenbändern aus bronzefarben schimmernden Keramik-Elementen. Die bodentiefen Fenster ermöglichen im Verbund mit dem zentral gelegenen Erschließungskern helle und lichtdurchflutete Büroflächen mit weiter Panorama-Aussicht über die Stadt.

Anlehnung an die Vergangenheit

Als die Bavaria Brauerei 2003 nach mehr als 100-jährigem Betrieb geschlossen wurde, sollte zumindest das 1971 errichtete Verwaltungsgebäude als Identität stiftendes Element erhalten bleiben. Doch aufgrund statischer Mängel im Untergrund war schließlich entschieden worden, den „alten Astraturm“ wie sämtliche anderen Gebäude komplett abzubrechen und ebenfalls durch einen Neubau zu ersetzen. Als architektonische Hommage griffen KSP Jürgen Engel aber immerhin einige wesentliche Details des Vorgängerbaus auf: So wurde der Neubau nicht nur konsequent aus dem Volumen seines Vorgängers entwickelt, er greift auch die markante Gliederung des Altbaus in die drei Bereiche Sockel, Schaft und Krone auf. Die vier Sockelgeschosse integrieren öffentlich nutzbare Funktionen wie Gastronomie und Einzelhandel und verbinden das Gebäude so mit der Stadt. Die gläserne Einschnürung im Stockwerk darüber lässt sich als Zitat an den tulpenartig geformten, im vierten Obergeschoss bis auf den zentralen Stahlbetonkern zurückspringenden Vorgängerbau lesen. Die oberen Geschosse sind ausschließlich für Büronutzung vorgesehen. Komplettiert wird der Neubau durch eine expressiv gestaltete Dachkonstruktion, die in ihren Abmessungen die Grundriss-Kubatur des Turmes aufgreift.

Ebenso hochwertig wie die Architektur präsentiert sich auch das durchgängig von dem Hamburger Designer Tobias Grau entworfene Innenleben des Neubaus. Höhepunkte sind dabei das repräsentative Foyer mit seinem langgestreckten schwarzen Glastresen und die frei zugängliche Dachterrasse im 18. Geschoss. Trotz der gelungenen Architektur und der exklusiven räumlichen Ausstattung steht gegenwärtig allerdings ein großer Teil der Büroflächen leer. Da gleichzeitig in vielen Hamburger Stadtteilen und vor allem in St. Pauli privater Wohnraum immer knapper und teurer wird, fand vor einigen Monaten direkt vor dem Gebäude eine Demonstration unter dem Motto „Leerstand zu Wohnraum“ statt. „Seid kreativ, bringt Möbel, Topfpflanzen und Kopfkissen mit“, hieß es damals in dem Aufruf. Eingezogen ist von den Demonstranten allerdings bislang noch niemand. Aber wer weiß was noch kommt.

Weitere Projekte in Hamburg...

constructor: 

Neunundzwanzigste Verwaltungsgesellschaft DWI Grundbesitz mbH

architect: 

KSP Jürgen Engel Architekten, Frankfurt/Main

status: 

Fertigstellung: 2008

size: 

BGF: 13.285 m²

Anonnymous
Mit dem Absenden dieses Formulars, akzeptieren Sie die Datenschutzrichtlinie von Mollom.
Alle 7 Kommentare anzeigen

Raimund Conrad

Wozu gibt es Haltegurte ;o).....

vor 1 Jahr 1 Monat 3 Wochen

Dagmar Hotze

Bei Wind fliegt man dort allerdings weg. Sorry, nur ein kleiner praktischer Einwand.

vor 1 Jahr 1 Monat 3 Wochen

login to post comments