Helen & Hard
Das Architekturbüro Helen & Hard wurde 1996 von Siv Helene Stangeland und Reinhard Kropf in Stavanger gegründet. Stangeland studierte an der Technischen Universität in Barcelona sowie an der Barcelona Arts School Massana und machte an der Oslo School of Architecture ihren Abschluss. Kropf machte seinen Abschluss an der Technischen Universität in Graz. Beide trafen sich 1993 an der Olso School of Architecture.
Werke: Form, Funktion und Verantwortung
Die Arbeit von Helen & Hard ist vor allem von der Idee geprägt, Bauen in Einklang mit den beeinflussenden Gegebenheiten zu bringen. Ihre Philosophie ist es, ein feines Band aus den gegebenen Ressourcen zu weben und die Bedingungen nicht nur als notwendiges Übel, sondern als formgebende Ausgangssituation zu betrachten. So möchten sie beispielsweise nicht nur die Energie des Windes nutzen und ihr Design darauf „absetzten“, der Wind selbst soll auch in der Architektur spürbar sein. Design solle aus Synergien geschaffen werden und nicht zu einem Fremdkörper werden, so das Architektenpaar.
Besonders gut ist diese Philosophie an dem von Helen & Hard entworfenen norwegischen Pavillon auf der Expo 2010 zu studieren. Dieses, mit Silber in der Kategorie „Pavillon Design“ ausgezeichnete Objekt, bestand aus einem Wald aus 15 verschiedenen Holzelementen. So wurde das Thema – nachhaltige gesellschaftliche Entwicklung – aufgegriffen. Die Bäume, die gleichzeitig Infrastruktur, Mobiliar und Informationsdisplay waren, betonten gleichzeitig auch die verschiedenen Aspekte von Nachhaltigkeit. Siv Helene Stangeland und Reinhard Kropf schufen eine Verbindung von Bäumen und Dach. Daraus entstand so eine zweischichtige Membran, die sich wie ein silbriges Blätterdach über den Pavillon zog. Zudem gab es weitere Technologien, die die Ausstellungsfläche unter anderem mit der benötigten Solarenergie, mit Licht und frischer Luft versorgten – ganz so, wie man es auch aus dem Wald kennt. Dass der Wald nach dem Ende der Expo geteilt und jeder Baum als Zeichen der Freundschaft an eine der chinesischen Partnerstädte geschenkt wurde, rundet das Bild einer Architektur ab, die im Einklang mit der biologischen und sozialen Umwelt steht.
Kreative Leistung: Am Mut hängt der Erfolg
Die Arbeit von Helen & Hard trifft den Geist der Zeit, das sieht man an den Awards, mit denen die Arbeit des Architektenteams augezeichnet wurde. Vor den meisten der Preise stehen Attribute wie „green“ oder „environmental“. Man kann hoffen, dass etwas von diesem frischen Wind aus Stavanger auch bis in andere Teile der Welt weht.
Projekte von Helen & Hard:






