kadawittfeldarchitektur - Direktionsgebäude der AachenMünchener Versicherung AG - Aachen
Im südlichen Teil der Aachener Innenstadt, auf halbem Weg zwischen Bahnhof und Dom, wurde im Juli 2010 die neue Direktion der AachenMünchener Versicherung AG fertiggestellt. Der städtebaulich intelligent in den bestehenden Kontext eingefügte Entwurf des vor Ort ansässigen Büros kadawittfeldarchitektur ergänzt das bestehende Hochhaus des Konzerns aus den 1970er-Jahren durch eine Abfolge aus vier unterschiedlich großen, großzügig verglasten Neubauten. Über eine frei im Außenraum schwebende, dabei mehrfach abknickende Brücke im zweiten Obergeschoss sind die verschiedenen Baukörper zu einem zusammenhängenden Ensemble verbunden. Diese Erschließungsbrücke wurde durch die Planer als „interner Boulevard“ gestaltet, an dem die gemeinschaftlichen Funktionen Kantine, Cafeteria, Sitzungszimmer, Konferenzbereiche und Kommunikationszonen untergebracht sind.
Elegant in Schwarz und Gold
Herzstück des Komplexes ist ein siebengeschossiges, teilweise aufgeständertes Volumen, das den neuen Haupteingang der AachenMünchener aufnimmt. Die anderen Baukörper wurden abweichend mit einem teilweise schräg aufsteigenden Dach ausgebildet und in ihrer Höhe der umliegenden Bebauung angepasst. Die elegant detaillierten, mit schlanken schwarzen Aluminiumprofilen ausgebildeten Glasfassaden ermöglichen dabei in sämtlichen Bereichen einen fließenden Übergang zwischen Innen und Außen. In den teilweise geschlossenen Sockelbereichen wurden im Kontrast goldfarben eloxierte Aluminiumpaneele eingesetzt.
"Via Culturalis" zwischen Hauptbahnhof und Innenstadt
Der Forderung nach maximaler Öffentlichkeit und Kommunikation folgt auch die stadträumliche Organisation des Neubaukomplexes: Um das Grundstück des Neubaus als öffentlichen Raum freizuhalten und auch nach Geschäftsschluss zu beleben, entwickelten kadawittfeldarchitektur eine abwechslungsreiche Abfolge von Durchwegungen und Plätzen, die durch die überquerende Erschließungsbrücke zusätzliche Dynamik erhält. Den Planern gelang so nicht nur eine gelungene Interpretation der gründerzeitlichen Stadtstruktur und ihrer typischen Blockrandbebauung mit den halböffentlichen Innenhöfen, sondern sie realisierten auch eine neue direkte Fußwegverbindung zwischen Hauptbahnhof und Innenstadt. Eine Besonderheit dieser sogenannten „Via Culturalis“ ist die öffentliche Freitreppe, die unter der Glasbrücke hindurchführt und dabei einen Höhenversprung von fast acht Metern überwindet. Als überzeugende Antwort auf die abwechslungsreiche Topografie der Stadt Aachen.
AachenMünchener Versicherung AG, vertreten durch AMB Generali
kadawittfeldarchitektur, Aachen
Baujahr: 2006-2010
BGF: 29.050 m²











Thomas Wöhlke
Sehr schöne Bilder ...
vor 1 Jahr 1 Monat 3 WochenWolfgang Moderegger
Sehr schöne Bilder! Das Objekt ist eine städtebauliche Aufwertung für Aachen. Ich kenne das noch aus meiner Vergagenheit ber der "AIS Management"
vor 1 Jahr 1 Monat 3 Wochen