OAB Office - Carlos Ferrater Partnership
Das Office of Architecture in Barcelona (OAB) ist ein Familienunternehmen. Kreativer Kopf ist der Spanier Carlos Ferrater (*1944). Er gründete das Büro 2006 zusammen mit Xavier Marti, Sohn Borja und Tochter Lucía Ferrater. Das Team um Carlos Ferrater zählt momentan zu den aktivsten und international gefragtesten spanischen Architekten.
Der Erfolg von OAB gründet auf der perfekten Verbindung der langjährigen Berufserfahrung Carlos Ferraters mit den innovativen Ideen der etwa 30 jungen Mitarbeiter. Das Betätigungsfeld von Office of Architecture reicht von privaten Wohnhäusern, über den sozialen Wohnungsbau bis hin zu Großprojekten. Seniorchef Ferrater bezeichnet selbst sein Studio als einen „Ort des Experimentierens, ohne vorbestimmte Hierarchie und Organisation“.
Werke: Die dramatische Ikonografie Zaragozas
Zu den bekanntesten Werken von Ferrater und Marti zählt sicherlich der botanische Garten in Barcelona. Das außergewöhnliche Projekt ist das Ergebnis einer fruchtbaren Zusammenarbeit zwischen Architekten, Landschaftsarchitekten, Biologen und Gartenbaukünstlern. Die Ausgangslage bildeten einerseits das botanische Konzept und andererseits die hügelige Topografie der Monjuic Mountains. Das Areal wurde mit einem Netz an Wegen überzogen, die gemeinsam eine kristalline Struktur erzeugen. Diesem Netz entspricht auch die Architektur der Gebäude. Die Flächen zwischen den Wegen blieben den Pflanzen vorbehalten.
Die insgesamt drei Gebäude beherbergen unter anderem eine Ausstellungshalle, ein Kabinett für Naturgeschichte sowie ein Restaurant. Die minimalistische, strenge Form der Architektur und die Materialauswahl ordnet sich anmutig dem Gesamtkonzept unter, ohne dabei jedoch die Eigenständigkeit aufzugeben. Der Jardín Botánico ist ein gelungenes Beispiel für den mitreißenden Kontrast zwischen geplanter Architektur und unkontrollierbarer Natur.
Am Bahnhof Delicias in Zaragoza befasste sich das Team des Office of Architecture vor allem mit dem städtebaulichen Aspekt. Die Architekten versuchten, einen Beitrag für die dramatische Ikonografie Zaragozas im 21. Jahrhundert zu leisten. Von außen wirkt das Gebäude mit seinen klaren Linien eher unspektakulär. Eine wahre Überraschung hält aber der Innenraum bereit: Die Decke der Halle – von neun Metallbögen getragen – ist eine Komposition von Dreiecken, die abwechselnd in Glas und Metall ausgebildet sind und für eine spannungsreiche Atmosphäre sorgen.
Kreative Leistung: Logik in Geometrie und Konstruktion
Prägnante, klare Formen und eine minimalistische und edle Materialwahl verbinden sich in Ferraters Projekten zu einem internationalen Modernismus, mit Einflüssen der mediterranen Kultur und mit einzigartigen Elementen der lokalen Architektur. Die Projekte sprechen eine klare Architektursprache, denen man die Logik der Geometrie und der Konstruktion ablesen kann. Ferrater leistet mit seiner Arbeit einen wertvollen Beitrag, der Spanien als Standort der zeitgenössischen Architektur aufwertet.
Projekte von OAB:
New Headquarter of Group Azahar









