JSK Architekten - Zwillingstürme - Düsseldorf


Über die neue Fußgängerbrücke ist der Neubau bequem zu erreichen. © Robert Uhde

Das Projekt Hafenspitze als architektonischer Abschluss der neu bebauten Landzunge. © Robert Uhde

Eingang zum Hyatt-Hotel unter dem weit vorkragenden Gebäudeteil. © Robert Uhde
Der Düsseldorfer Medienhafen hat sich in den vergangenen Jahren zu einem regelrechten Freiluftgehege für Projekte internationaler Star-Architekten entwickelt. Neben Entwürfen von Frank O. Gehry und David Chipperfield wurden hier seit den 1990er-Jahren auch Planungen von Steven Holl oder Jo Coenen realisiert. Zuletzt wurden jetzt die beiden rund 55 Meter hohen, durchgehend verglasten Zwillingstürme der vor Ort ansässigen JSK Architekten fertiggestellt.
Die parallel zueinander gestellten, oberhalb des sechsten Obergeschosses in gegenläufige Richtung auskragenden Hochhausscheiben schaffen mit ihrer markanten Formgebung und den streng gegliederten Glasfassaden einen gelungenen architektonischen Abschluss der schmalen Landzunge gegenüber der Hafenzufahrt zum Rhein. Beim Näherkommen lassen sich dabei trotz der scheinbaren Gleichartigkeit auch einige Unterschiede ausmachen: Das zum Medienhafen nach Osten gewandte Volumen integriert ein 19-geschossiges Hyatt-Hotel mit 303 Zimmern sowie Konferenz- und Tagungsräumen, Restaurants und Spa-Angebot im Fünf-Sterne-Standard. Der nach Westen und zum Rhein hin orientierte Baukörper stellt auf 17 Ebenen moderne Büroflächen in bester Lage bereit. Hier hat sich unter anderem das Beratungsunternehmen Kienbaum eingemietet. Ebenfalls neu gestaltet wurde die angrenzende Fußgängerbrücke über das Hafenbecken, die einen direkten Zugang zur Stadt und zum östlich angrenzenden Teil des Medienhafens ermöglicht.
Ein weiterer wichtiger Bestandteil der Planung war die Gestaltung des halbrunden Plateaus am nördlichen Ende der Hafenzunge. Der rundum verglaste und komplett umgehbare Sockelbau beherbergt mehrere Konferenzräume des Hotels. Direkt darüber wurde eine öffentlich nutzbare, über eine große Freitreppenanlage erschlossene Grünfläche realisiert. Die optische Ähnlichkeit des Plateaus zu einem Schiffsbug schafft dabei einen sinnfälligen Bezug zum Thema „Hafen“ und den gegenüber vor Anker liegenden Schiffen. Bei schönem Wetter kann man hier wunderbar entspannen und dem Treiben auf dem Wasser zusehen. Eine zusätzliche Attraktion ist dabei der mitten auf der Grünfläche platzierte eiförmige Pavillon mit seiner futuristisch geschuppten Edelstahlhülle, der auf den ersten Blick wie eine Art Cockpit wirkt. Statt einer Kapitänsbrücke und Steuergeräten beherbergt der Bau allerdings eine vielbesuchte Champagner-Lounge. Als prickelnden Abschluss für die prominent bebaute Landzunge!
Projektgesellschaft Hafenspitze mbH & Co. KG
JSK Architekten, Düsseldorf
Bauzeit: Januar 2008 bis Februar 2011
BGF: 76.000 Quadratmeter





Melanie Anger
Das sieht bei Sonnenschein aber 100x schoener aus..
vor 1 Jahr 3 Wochen 3 TagenGabor Kovacs
...als Hotel völlig am falschen Ende der Stadt. Leider ist es auch hier, wie sonst wo in Vierteln, die in 10 Jahren zu Ende gebaut werden. Keine Mischung, nur monofunktionelle "schöne" Stadtviertel die nach 18h völlig ausgestorben sind, und weder zum Verweilen, noch zum großstätditschen Flanieren einladen. Das Leben ist anderswo. Aber noch erschreckender ist HH´s Hafencity....
vor 1 Jahr 3 Wochen 2 Tagen