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Probleme mit der Vaterschaft – Hamburg-America-Center in Hamburg

Richard Meier - Hamburg-America-Center - Hamburg

  • Fotos: DS-Bauconcept GmbH / Christoph GeblerFotos: DS-Bauconcept GmbH / Christoph GeblerFotos: DS-Bauconcept GmbH / Christoph GeblerFotos: DS-Bauconcept GmbH / Christoph Gebler
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Wer von der Hamburger Innenstadt in die Hamburger HafenCity kommt, der stößt dort auf das Hamburg-America-Center.

Vor kurzem eröffnete in der Hamburger HafenCity das Hamburg-America-Center. Der vis-à-vis zur Speicherstadt, am ehemaligen Betriebsstandort der alten Kaffeelagerei errichtete Neubau des New Yorker Architekten Richard Meier etabliert mitten in der HafenCity einen festen Treffpunkt für amerikanische Wirtschaft und Kultur. Neben zahlreichen amerikanischen Firmen und Dienstleistern haben sich hier auch internationale Unternehmen mit starkem Amerika-Bezug angesiedelt.

Leichtigkeit vs. Backstein

Um die attraktive Grundstückslage an der Kreuzung Am Sandtorpark und Am Sandtorkai optimal zu nutzen, wird der achtgeschossige Stahlbetonbau von einer elegant gekrümmten Glasfassade eingehüllt. Die weitgehend transparente, lediglich im Bereich der Erschließungskerne durch Aluminiumelemente ergänzte Elementfassade betont durch ihren lichten und einladenden Charakter den Anspruch des Hauses nach Offenheit und Kommunikation. Gleichzeitig schafft sie einen gelungenen Kontrast zu den auch im Innenbereich überall erlebbaren Backsteinfassaden der Speicherstadt, die somit als Hamburg-typische Ansicht ins Konzept mit einfließen.

Kompromiss Hochwasserschutz

Im Innenbereich des Neubaus stehen auf sämtlichen Ebenen helle und flexibel einteilbare Büroflächen zur Verfügung. Als gemeinschaftlich nutzbare Funktionen wurden eine großzügige Empfangslobby, mehrere Veranstaltungs- und Konferenzräume, eine Bibliothek, ein Restaurant sowie ein Café integriert. Im achten Obergeschoss steht den Mietern außerdem eine großzügige Dachterrasse mit Blick über die langsam wachsende HafenCity offen. Eigentlich wunderbar, könnte man meinen. Der Architekt ist dennoch nicht ganz glücklich über den Neubau und hat sich inzwischen von dem Projekt distanziert. Und das nicht von ungefähr. Nicht ganz stimmig wirkt insbesondere das aufgrund der hochwassergefährdeten Lage als Flutschutzfassade mit Anprallschutz ausgebildete Erdgeschoss, das letztlich deutlich aus dem sonst homogenen Fassadenbild ausbricht. Die klare Linie als Opfer des Hochwasserschutzes also. Auch das ein Stück HafenCity.

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constructor: 

Norrporten HAC GmbH, Hamburg, DS-Bauconcept GmbH, Hamburg

architect: 

Richard Meier & Partners Architects LLP, New York City

status: 

Baujahr: 2009

size: 

BGF: 8.500 m²

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Alle 4 Kommentare anzeigen

Wolfgang Moderegger

Darf sich ein Architekt von seinem Projekt distanzieren? Kann man die Vaterschaft verleugnen?

vor 1 Jahr 1 Monat 3 Wochen

Donald Scrapers

minimalistischen Stil und sehen immer noch genial

vor 1 Jahr 1 Monat 3 Wochen

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