Pussert und Kosch Architekten
Das Architekturbüro Pussert und Kosch wurde 1995 durch Dirk Pussert und Achim Kosch gegründet. Im Büro, das seinen Sitz in Dresden hat, sind zurzeit weitere fünf Mitarbeiter beschäftigt. Pussert und Kosch sind vor allem an öffentlichen Projekten tätig, wie beispielsweise Schulen, Sporthallen und Justizgebäuden. Ihr Leistungsspektrum erfasst neben Neubauten auch Sanierungen und Umbauten. Das Büroteam ist hauptsächlich an seinem Standort Dresden und in der näheren Umgebung tätig.
Werke: Feuer und Flamme
Ihren bislang größten Erfolg konnte das Team mit dem Entwurf für die Feuerwache Radebeul feiern.
Auf Grund der geringen Distanz wurde für die Feuerwachen Radebeul West und Naundorf ein Neubau für eine gemeinsame Nutzung geschaffen. Die Planung umfasst den Bau eines Feuerwehrgebäudes und eines Technischen Hilfswerkes mit Übungshof und Alarmausfahrt. Der Bau gliedert sich in drei Baukörper, die Werkstätten, Lagerräume, Umkleiden, Einsatzräume und Fahrzeughallen beherbergen.
Über dem massiven Bassisgeschoss der Werkstätten aus Sichtbeton scheint das gläserne Volumen der Sozialräume beinahe zu schweben. Hier befinden sich die Personalaufenthalts-, Jugend- und Weiterbildungsräume sowie Büros. Die Fassade des Volumens ist, wie auch die Fahrzeughalle, mit eloxiertem Aluminiumblech verkleidet. Die Materialwahl fügt sich einerseits durch ihre Farbigkeit dem Sichtbeton an, kontrastiert jedoch durch seine Haptik. Durch das Hinterlegen der Fugen gelang den Architekten trotz verschiedener Materialien ein einheitliches Fassadenbild.
Die großzügige Verglasung des Volumens und die privat angelegte Dachterrasse schaffen außerdem eine attraktive Verbindung zum Außenraum.
Die einzelnen Körper sind um einen gemeinsamen Innenhof angeordnet, der das zentrale Erschließungselement bildet. So gelang es, die Verkehrsflächen effizient zu nutzen und die damit verbundenen Baukosten zu reduzieren. Das Herzstück der Anlage ist von allen angrenzenden Räumen einsehbar und fungiert so als Ort der Begegnung und der Kommunikation. Die Anordnung der Volumen und die damit einhergehende Hofsituation ermöglichen einen guten Überblick über das Geschehen auf dem Gelände.
Der schlicht gehaltene Turm wirkt, als wäre er aus dem Gesamtensemble heraus gewachsen. Er fügt sich in seiner Sprache und Form dennoch dem Gesamtbild des Komplexes an. Bis zu einer weiteren Distanz wirkt der Turm als Landmarke und neuer Orientierungspunkt in seinem städtebaulichen Kontext.
Für dieses Projekt wurden Pussert und Kosch mehrfach prämiert, unter anderem auch 2010 mit dem Architekturpreis BDA Sachsen. Völlig zu Recht war die Jury Feuer und Flamme für diesen sensiblen und doch aussagekräftigen Bau.
Kreative Leistung: leise Töne mit lautem Echo
Die Entwürfe von Pussert und Kosch besitzen eine klare Architektursprache. Die Gebäude wollen sich nicht aufdrängen, wirken jedoch auch niemals langweilig. Mit einem klaren Blick fürs Detail entstehen Gebäude, die sich leise in ihren Kontext einfügen, aber nicht darin untergehen, sondern ihrer Umgebung einen neuen Glanz verleihen.













