Schlanke Zwillinge – Philips Deutschlandzentrale in Hamburg
Ende 2005 hat der niederländische Elektronikkonzern Philips seine neue Deutschlandzentrale in Hamburg bezogen. Der in zentraler Lage im Stadtteil St. Georg nach Plänen des Frankfurter Büros KSP Jürgen Engel errichtete Neubau der Philips Zentrale Deutschland setzt sich zusammen aus zwei schlanken, jeweils 17-geschossig ausgebildeten Bürotürmen mit streng gegliederten Fassaden aus Stahl und Glas. Unter einem Dach sind hier die Verwaltung sowie die Vertriebsbereiche des Unternehmens für Unterhaltungselektronik, Elektro-Hausgeräte, Licht und Halbleiter angesiedelt, die zuvor in unterschiedlichen Gebäuden in Hamburg ansässig waren. Investor des Gebäudes ist die Credit Suisse Asset Management Immobilien Kapitalanlagegesellschaft mbH (CSAM), Philips hat das Gebäude langfristig angemietet.
Landmarke für Hamburg
Um die städtebauliche Lage als Teil einer Hochhausgruppe an der Kreuzung Sechslingspforte/Lübeckertordamm hervorzuheben, wurde der Neubau als weithin sichtbare Landmarke mit einer Höhe von 60 Metern realisiert. Den beiden annähernd baugleich ausgebildeten, dabei aber leicht versetzt angeordneten Hochhausscheiben schließt sich dabei in Richtung Nordwesten ein flacher, lediglich zweigeschossig ausgebildeter Pavillon an. Verbunden werden sämtliche Elemente durch eine gläserne Fuge: Das transparente Band beginnt als offener Lichthof im Übergang zwischen dem Pavillon und den beiden Hochhausscheiben und setzt sich anschließend als offene Raumstruktur mit Lufträumen, Besprechungsgärten und Etagengärten zwischen den beiden Türmen fort. Im Gesamteindruck steigt das Ensemble so als flache Skulptur aus den Wallanlagen auf und türmt sich von dort in Richtung der Kreuzung zu seiner vollen Höhe auf.
Ein weiteres markantes architektonisches Detail ist die deutliche Auskragung der beiden Hochhausscheiben oberhalb des zweiten Obergeschosses. Beim südlich gelegenen Baukörper markiert die Auskragung die Lage des Haupteingangs in Richtung der Kreuzung, beim nördlich gelegenen Turm wendet sich der Einschnitt spiegelverkehrt zum rückwärtig gelegenen Pavillon. Auf den ersten Blick erscheinen die beiden Gebäude so wie zwei schlanke Zwillinge, die leicht versetzt und Rücken an Rücken über der Stadt thronen. Als prägende architektonische Silhouette im Quartier St. Georg.
Credit Suisse Asset Management
KSP Jürgen Engel Architekten
Fertigstellung: 2005
BGF: 35.000 m²











Wolfgang Moderegger
Sehr nettes Gebäude! Steht nicht in der Hafencity, oder?
vor 1 Jahr 1 Monat 3 WochenJohn-Paul Herrmann
Erinnert etwas an die Highlight Munich Business Towers. Wann gibt es dazu einen Beitrag?
vor 1 Jahr 1 Monat 3 Wochen