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Vertical Garden – Patrick Blanc

  • Patrick Blanc © Vertical Garden – Patrick BlancPatrick Blanc © Vertical Garden – Patrick BlancPatrick Blanc © Vertical Garden – Patrick BlancPatrick Blanc © Vertical Garden – Patrick Blanc
Das Konzept von Vertical Garden bringt einen Hauch von Tropen in das Stadtleben.

Die Inspiration für die geniale Idee des Vertical Garden hatte der französische Botaniker und Gartenkünstler Patrick Blanc auf einer seiner zahlreichen Reisen in tropische Gebiete. Von den Besuchen in Südamerika, Asien, Ozeanien und Afrika brachte der Franzose immer wieder neue Ideen und Anregungen mit, mit denen man unsere Städte begrünen kann.

Pflanzen brauchen eigentlich keinen Boden um zu wachsen und zu leben, Wasser und Mineralien können sie auch anders aufnehmen. Die Natur macht es uns vor, und zwar mit ihrer vielschichtigen Begrünung von vertikalen Flächen wie Felsen, Wasserfällen oder Bäumen.

Für die Begrünung eines Gebäudes ist der richtige, den Arten angepasste Untergrund wichtig. Pflanzenwurzeln können nämlich Wände völlig zerstören. Darum wird die Installation einer zweiten Wand vor dem Gebäude notwendig. Die daraus entstehende thermische Wirkung trägt zudem einen großen Teil zur positiven Energiebilanz des Gebäudes bei. Vertical Garden steht also ganz im Sinne der Nachhaltigkeit.

Patentiertes Grün

Die Konstruktion eines vertikalen Gartens besteht aus einem Metallrahmen, der mit einer einen Zentimeter dicken, wasserundurchlässigen Polyamid-Schicht (PVC) überzogen ist. Auf dieser PVC-Schicht wird ein Dichtungsfilz befestigt, der für die Wurzelverankerung und Wasserverteilung sorgt. In diesem Filz ist das Ziehen aus Samen oder die Verpflanzung als Wurzelspross aber auch als gewachsene Pflanze möglich. Die Bewässerung erfolgt ganz einfach von oben. Das Material „Filz“ sorgt für eine gleichmäßige Verteilung und für eine vollkommene Abgabe des Wassers an die Pflanzen.

Das Konzept der vertikalen Gärten ließ sich Patrick Blanc 1988 und 1996 patentieren.

Patrick Blanc, der Gartenkünstler

Patrick Blanc wurde am 3. Juni 1953 geboren. Bereits im Alter von sieben Jahren besaß er sein erstes tropisches Aquarium. Die Weichen waren gelegt und zwölf Jahre später machte Partick Blanc die ersten Reisen nach Malaysia und Thailand.

1977 verfasste Blanc seine ersten wissenschaftlichen Veröffentlichungen zum Thema „Botanik“. Ein Jahr später erhielt er den Doktortitel an der Université Pierre et Marie Curie. 1982 stieg er als Wissenschaftler in die Centre National de la Recherche Scientifique (CNRS) ein, einem nationalen Forschungszentrum in Paris.

Künstliche Installationen, beinahe wie natürlich

Den Durchbruch mit seinen vertikalen Gärten hatte Patrick Blanc 2001 mit einer riesigen Pflanzwand im Pershing Hall Hotel in Paris. Daraufhin wurden zahlreiche Architekten auf ihn aufmerksam. Es folge die Zusammenarbeit mit mehreren bekannten Architekten, wie Jean Nouvel am Museum Quai Branly in Paris und Herzog de Meuron am Caixa Forum in Madrid.

Ergänzend zu seinen Installationen veröffentlichte Patrick Blanc mehrere Bücher zum Thema. „Etre Plante a l’ombre des forêts“, zu Deutsch: „Eine Pflanze im Schatten des Waldes sein“, war 2002 das erste Werk. Im Anschluss folgten Titel wie „Die Ehre, eine Pflanze zu sein“ (2005) oder „Vertikale Gärten, die Natur in den Städten“ (2008).

In einer Ausstellung in Paris zeigte Patrick Blanc 2007 verschiedene beeindruckende Installationen mit tropischen Pflanzen. Nicht nur Wände oder Säulen wurden dazu begrünt, auch hängende Vorhänge und Girlanden ließen sich dort bestaunen.

 

 

 

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