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Zaha Hadid Architects

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Leise Stimme, mondäne Bewegungen, das Schreiten einer Diva: Auftritt Zaha Hadid. Gelegentlich lässt sie auch ihren dynamisch expressiven Bauwerken den Vortritt.

Zaha Mohammad Hadid wurde am 31. Oktober 1950 als Tochter eines Immobilieninvestors in Bagdad geboren. Ihr Studium der Architektur schloss sie 1977 an der Architectural Association School in London unter Rem Koolhaas ab. In dessen „Office for Metropolitan Architecture“ begann sie auch ihre Karriere. Ihr eigenes Büro eröffnete die Architektin 1987. Seit 1988 ist der deutsche Architekturprofessor Patrik Schumacher ihr Partner. Um die Projekte von Zaha Hadid kümmern sich derzeit 335 Mitarbeiter.

 

Werke: Freude der Jury, Schrecken der Bauherren

Mit konventionellen Bauformen kann Zaha Hadid nichts anfangen, davon zeigt sie sich gelangweilt. Sie hat Visionen. Fließende Landschaften, spitze Keile, hastende Tetraeder und verworrene Rampen. Ihre spitze Feder beschert Zaha Hadid Spitzenplätze bei Wettbewerben, den Bauherren aber jagt die Diva der Architektur eher Angst ein. Ihr Entwurf eines Bürohauses auf einem Zweieinhalb-Meter-Sockel am Berliner Kürfürstendamm 1986 erhielt zwar den ersten Preis, war aber eine unlösbare statische Herausforderung und blieb darum ungebaut.

Ihre Vorliebe für außergewöhnliche, zukunftsweisende Architektur verwirklichte Zaha Hadid in Deutschland mit dem Phaeno in Wolfsburg. Das Museum, eine wissenschaftliche Erlebniswelt, wird von konischen Füßen getragen und präsentiert dadurch komplett den nach oben dynamisch angelegten Betonkubus. Der Solitär zeigt sich mit jedem Schritt in einer anderen Perspektive – durch schräge Wände, durch das Stahlträger-Dachtragwerk, durch kursive Sichtschlitze oder einfach nur durch massive Betonmauern. Die allumfassende Dynamik soll Offenheit zeigen und eine Assoziation zu fließenden Landschaften erzeugen. So ist Hadids Vorstellung von Architektur der Zukunft.

 

Kreative Leistung: The One and Only

Die Liste jener Auszeichnungen, die Zaha Hadid seit Beginn ihrer Karriere für ihre Leistungen erhielt, liest sich wie der Wunschzettel von manch aufstrebendem jungen Architekten. Den „Commander of the British Empire“ erhielt Hadid 2002, den Mies-van-der-Rohe-Award 2003. Ihre wohl bedeutendste Auszeichnung, den Pritzker-Preis, erhielt sie als erste und bisher einzige Frau 2004 für ihre Leistung am Bau des Phaeno in Wolfsburg. Im darauffolgenden Jahr wurde ihr der Deutsche Architekturpreis für das Zentralgebäude des BMW-Werks in Leipzig verliehen. Das japanische Kaiserhaus zeichnete die Architektin 2009 mit dem Praemium-Imperiale aus.

 

Projekte von Zaha Hadid:

Guangzhou Opera House

MAXXI

IBA Housing

weitere Projekte …

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