Daniel Libeskind - Audimax - Lüneburg


Der Neubau als futuristisches Raumschiff in der Kleinstadt Lüneburg. © Leuphana

Typisch Libeskind: Dynamisches Zusammenspiel von Formen und Geometrien. © Leuphana

Der Entwurf im Modell

Innenansicht des lichtdurchfluteten Foyers. © Leuphana

Der Neubau als futuristisches Raumschiff in der Kleinstadt Lüneburg. © Leuphana

3D Modell
Lange wurde über Kosten gestritten, jetzt wurde endlich der Grundstein für das neue Audimax der Leuphana Universität Lüneburg von Daniel Libeskind gelegt. Der 60 Millionen Euro teure, voraussichtlich im Frühjahr 2014 fertiggestellte Neubau soll mit seiner spektakulären Architektur ein deutlich sichtbares Zeichen für die ehrgeizige Neuausrichtung der Universität bieten. Die vorliegenden Visualisierungen verraten dabei schon auf den ersten Blick die Handschrift von Libeskind: Sie zeigen einen zackenförmig zerklüfteten, aus insgesamt vier unterschiedlich großen Baukörpern zusammengesetzten Komplex mit ebenso zackenförmigen Öffnungen, der an seinem höchsten Punkt rund 38 Meter hoch aufsteigt. Hinter den metallisch glänzenden Fassaden stehen auf bis zu sechs Ebenen mit einer Gesamtnutzfläche von rund 13.000 Quadratmetern ein Forschungszentrum, ein Studierendenzentrum, ein Seminarzentrum und ein Veranstaltungszentrum mit Auditorium Maximum für 1.200 Studenten zur Verfügung.
Futuristisches Raumschiff auf ehemaligem Kasernengelände
Libeskind hat den Wettbewerb für die Neubebauung von Ground Zero gewonnen, er hat das Jüdische Museum in Berlin geplant und er realisiert gerade einen Wohnturm im Zentrum von Warschau. Schon in diesen Metropolen sorgen seine Projekte für harte Kontraste mit dem städtebaulichen Umfeld. Herunter gerechnet auf die Dimensionen der Kleinstadt Lüneburg mit rund 70.000 Einwohnern erscheint seine Architektur dagegen regelrecht wie von einem anderen Stern. Größer könnte der Kontrast zum Bestand dabei kaum ausfallen: Hier das umgenutzte ehemalige Kasernengelände mit seinen Backsteinbauten, dort das futuristische Raumschiff mit seiner avantgardistisch zerschnittenen Außenhülle. So gewagt die Kombination auf den ersten Blick auch erscheint, so bietet sie andererseits doch die Chance, den militärischen Charakter des Areals zu transformieren und neue Akzente zu setzen.
Lauter Protest im Vorfeld
Trotz dieses Potenzials stößt das Projekt jedoch längst nicht überall auf Gegenliebe: Teile der Studentenschaft und einige Politiker betrachten den Neubau nämlich in erster Linie als ein unsauber finanziertes Prestige-Projekt des neuen Uni-Präsidenten. Zwischendurch hätte zusammen mit Partnern aus der Privatwirtschaft sogar ein Hotel auf dem Campus entstehen sollen. Diese Pläne sind inzwischen vom Tisch, der Neubau wird jetzt komplett aus öffentlichen Geldern bestritten. Ein drohender Interessenkonflikt zwischen Universität und Wirtschaft konnte so vermieden werden. Immerhin. Ob die Studenten den Libeskind-Bau als den ihren akzeptieren werden, bleibt allerdings abzuwarten. Im besten Fall entwickelt sich das Projekt zu einem architektonischen Leuchtturm mit Strahlkraft weit über die Region hinaus. Im schlechtesten zu einem teuren Fremdkörper.
Leuphana-Universität Lüneburg
Daniel Libeskind, New York
Fertigstellung: voraussichtlich 2014
BGF: 13.000 Quadratmeter





Rosa Dafonte
Im Geiste gehört es mir ;-)))
vor 1 Jahr 3 Tagen 3 StundenRobert Uhde
...ok, das reicht. um etwas anderes geht es an der uni ja auch gar nicht ;-)
vor 1 Jahr 2 Tagen 7 Stunden