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Alles auf Rekord getrimmt

David Chipperfield Architects Ltd - Veles e Vents - Valencia

  • Zwischen Himmel und Meer: „Veles e Vents“ in Valencia © Nicolas JanbergZwischen Himmel und Meer: „Veles e Vents“ in Valencia © Nicolas JanbergZwischen Himmel und Meer: „Veles e Vents“ in Valencia © Nicolas JanbergZwischen Himmel und Meer: „Veles e Vents“ in Valencia © Nicolas Janberg
  • Versetzte Etagen, metallische Decke – Architektur aus einem Guss © Nicolas JanbergVersetzte Etagen, metallische Decke – Architektur aus einem Guss © Nicolas JanbergVersetzte Etagen, metallische Decke – Architektur aus einem Guss © Nicolas JanbergVersetzte Etagen, metallische Decke – Architektur aus einem Guss © Nicolas Janberg
  • Alle Etagen mit Meeresblick – vor der Sonne geschützt © Nicolas JanberAlle Etagen mit Meeresblick – vor der Sonne geschützt © Nicolas JanberAlle Etagen mit Meeresblick – vor der Sonne geschützt © Nicolas JanberAlle Etagen mit Meeresblick – vor der Sonne geschützt © Nicolas Janber
  • Schwebender Beton für VIPs und Besucher: America’s Cup-Bau 2007 © OtterSchwebender Beton für VIPs und Besucher: America’s Cup-Bau 2007 © OtterSchwebender Beton für VIPs und Besucher: America’s Cup-Bau 2007 © OtterSchwebender Beton für VIPs und Besucher: America’s Cup-Bau 2007 © Otter
Mit Chipperfields „Veles e Vents“ (Segel und Wind) hat Valencia einen Rekordhalter mehr auf der Architekturliste.

Der America’s Cup ist nicht einfach nur eine internationale Offshore-Segelregatta. Sie ist die Regatta schlechthin und lässt nicht nur das Herz eingefleischter Segelfans höher schlagen. Dieses Rennen fasziniert immer wieder durch brachiale Naturgewalt, sportliche und technische Höchstleistungen sowie neue, unerwartete Höhen und Tiefen. David Chipperfield hat sich zusammen mit Fermin Vázquez wohl von diesem Charakter inspirieren lassen, als er für die Gastgeberstadt Valencia des 32. America’s Cup 2007 sein edles und klar terrassiertes Gebäude entwarf. Und auch die Bauzeit von nur elf Monaten steht den Rekorden des America’s Cup in nichts nach. Als Zentrum für die Segelteams im Hafen, deren Sponsoren, begleitende Veranstaltungen und das interessierte Publikum leistete „Veles e Vents“ gute Dienste.

Alles nach draußen

Der Clou des vierstöckigen Betongebäudes in strahlendem Weiß: 60 % der Gebäudefläche werden von Außenflächen – stolz gestapelten, umlaufenden und teils bis zu 15 m auskragenden Brückendecks eingenommen. Diese erlauben in verschiedenen Höhen den unverstellten Blick aufs Meer und schaffen gleichzeitig die Verbindung zwischen Wasser, dem ebenfalls neugestalteten Park und der Hafenanlage im Umfeld von „Veles e Vents“. Chipperfield erzielt viel Wirkung mit reduzierter Materialauswahl: Beton, Glas, brasilianisches Holz für die Außendecks, weißlackiertes Metall für Decken und zur Verblendung der Betonpfeiler und weißer Kunstharzboden im Innern.

Wunderschön – und doch funktional

Im Erdgeschoss sind Lounges sowie die Rezeption für Gäste untergebracht, ergänzt durch Restaurant und Bar: Das lebendige Rot und Orange der ebenerdigen Innenräume kontrastiert zum makellosen Weiß und den spiegelnden Glasflächen der Außenhülle und markiert gleichzeitig unterschiedliche Nutzungsbereiche. Die erste Etage ist für Publikum frei zugänglich und über eine Rampe direkt an den 150 000 m² großen Park angebunden. Besucher finden hier Geschäfte, eine Bar und die spektakuläre, große Aussichtsbrücke. Dem America’s Cup-Management, einem Wellness-Zentrum und Verwaltungsräumen sind die dritte und vierte Etage vorbehalten – ebenfalls abgerundet durch ein VIP-Restaurant. Die ganz klar horizontal ausgerichtete, versetzt-gestapelte Baustruktur mit ihren gerade angeordneten Fensterflächen erhält elegante Leichtigkeit über eine schräge, durch alle vier Stockwerke verlaufende Stützkonstruktion.

Versetzt!

Der starken UV-Strahlung und damit verbundener Erwärmung begegnet Chipperfield mit versetzten Etagen: Diese schirmen das jeweils darunterliegende Stockwerk optimal gegen zu viel Sonne ab und verjüngen sich absatzweise nach unten. Besonders gelungen: Das 15 000 m² große Parkdeck ließ Chipperfield unter der Grünfläche verschwinden – optisch unsichtbar bei voller Funktionalität und somit unauffälliger Tribut an die Mobilitätsgewohnheiten unserer Tage. Der multifunktionalen Nutzung entsprechend ist es bei „Veles e Vents“ gelungen, ein architektonisch außergewöhnliches Ensemble zu schaffen, dessen Charme trotz klarer und einfacher Formensprache durch viele auflockernde Elemente – wie z.B. die schrägen Verbindungsstege – sofort gefangen nimmt.

constructor: 

Consorcio Valencia

architect: 

David Chipperfield Architects, London

status: 

Fertigstellung 2006

size: 

BGF: 10 000 m² BGF

15 000 m² Parkdeck

150 000 m² Grünanlage

Gast
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