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Lichtdurchflutet

David Chipperfield - Museum Folkwang - Essen

  • Museum Folkswang, Essen, GermanyMuseum Folkswang, Essen, GermanyMuseum Folkswang, Essen, GermanyMuseum Folkswang, Essen, Germany
  • Großer stützenfreier Saal für Wechselausstellungen. © Museum Folkwang/NMFE GmbH, 
Foto: Wolf HaugGroßer stützenfreier Saal für Wechselausstellungen. © Museum Folkwang/NMFE GmbH, 
Foto: Wolf HaugGroßer stützenfreier Saal für Wechselausstellungen. © Museum Folkwang/NMFE GmbH, 
Foto: Wolf HaugGroßer stützenfreier Saal für Wechselausstellungen. © Museum Folkwang/NMFE GmbH, 
Foto: Wolf Haug
  • Fließender Übergang zwischen Innen und Außen. © Museum Folkwang/NMFE GmbH, 
Foto: Wolf Haug, 2009Fließender Übergang zwischen Innen und Außen. © Museum Folkwang/NMFE GmbH, 
Foto: Wolf Haug, 2009Fließender Übergang zwischen Innen und Außen. © Museum Folkwang/NMFE GmbH, 
Foto: Wolf Haug, 2009Fließender Übergang zwischen Innen und Außen. © Museum Folkwang/NMFE GmbH, 
Foto: Wolf Haug, 2009
  • Mit einer lichtgrünen Glasfassade öffnet sich der Neubau zur Stadt. © Museum Folkwang/NMFE GmbHMit einer lichtgrünen Glasfassade öffnet sich der Neubau zur Stadt. © Museum Folkwang/NMFE GmbHMit einer lichtgrünen Glasfassade öffnet sich der Neubau zur Stadt. © Museum Folkwang/NMFE GmbHMit einer lichtgrünen Glasfassade öffnet sich der Neubau zur Stadt. © Museum Folkwang/NMFE GmbH
David Chipperfieds Erweiterungsbau des Essener Museum Folkwang bietet ein offenes und helles, dabei wunderbar leicht gestaltetes Haus für die Kunst.

Der Anfang 2010 eröffnete Neubau ergänzt den 1960 errichteten denkmalgeschützten Altbau durch eine  fließende Raumfolge aus sechs Baukörpern und vier Innenhöfen. Ganz so, als hätte Mies van der Rohe bei der Planung Pate gestanden. Unmittelbar im Anschuss an die Eröffnung wurde inzwischen auch der Bestandsbau grundlegend saniert. Der zwischenzeitlich in den 1980er-Jahren angefügte Erweiterungsbau des Museums war dagegen im Zuge des Umbaus komplett abgebrochen worden.
 

Öffnung zur Stadt

 Das Museum Folkwang bietet nach dem Umbau nicht nur deutlich mehr Ausstellungsfläche, es präsentiert sich auch mit einem völlig neuen Selbstbewusstsein: Vor dem Eingriff zeigte sich das Haus eher geschlossen und wurde ebenerdig von der rückseitig gelegenen Goethestraße aus betreten. Stattdessen stellte David Chipperfield seinen Neubau auf einen Sockel aus Betonstein und entwickelte einen komplett neuen Zugang mit großer Freitreppe in Richtung der vielbefahrenen Bismarckstraße nach Osten, um das Museum so demonstrativ zur Stadt zu öffnen. Ein helles Foyer mit Café und Museumsbuchhandlung schafft dabei einen fließenden Übergang zwischen Innen und Außen. Für die Fassade des Neubau wurden im Kontrast zu den grauen Natursteintafeln des Bestandes lichtgrüne Glasplatten gewählt, die ein schönes Gegengewicht zur Hektik der vierspurigen Hauptverkehrsachse schaffen.
 

Abwechslungsreiche Raumfolge

 In Ergänzung zum Altbau mit seinen Werken der Klassischen Moderne zeigt der Neubau auf einer Fläche von insgesamt 23.000 Quadratmetern vor allem zeitgenössische Kunst seit 1950 sowie Exponate aus den Bereichen Grafik, Plakatkunst und Fotografie. Ein Höhepunkt ist dabei der annähernd 1.500 Quadratmeter große, stützenfrei gestaltete Saal zur Präsentation von Wechselausstellungen. Zusätzlich wurden Bibliothek, Lesesaal, Depots, Restaurierungswerkstätten sowie ein Multifunktionssaal für Vorträge und Veranstaltungen integriert. Sämtliche Räume strahlen eine funktionale Eleganz aus, die sich ganz der Kunst unterordnet. Bestimmendes Gestaltungsmerkmal ist dabei das harmonische Zusammenspiel der fließend organisierten Raumfolge mit den begrünten Innenhöfen. Zusätzliches Licht erhalten die einzelnen Säle durch elegante Lichtdecken aus Milchglas sowie durch große Fenster nach außen. Schönen Dank an David Chipperfield! Er hat im „neuen“ Museum Folkwang ein wunderbar gelassenes Ambiente ohne jegliches Spektakel geschaffen, das den Besuchern und der ausgestellten Kunst gleichermaßen gut bekommt. 

constructor: 

Neubau Museum Folkwang Essen GmbH, ein Unternehmen der Wolff Group, im Auftrag der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung

architect: 

David Chipperfield, London

status: 

Eröffnung: 01/2010

size: 

BGF: 23.000 Quadratmeter

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