David Chipperfield - Riverside Hotel - Hamburg


Ansicht des Empire Riverside Hotels vom Elbufer aus. © Elisabeth R. Meier

Die streng gerasterte Fassade schafft einen Kontrast zur Bebauung in St.Pauli. © Elisabeth R. Meier

Die Fassade besteht aus schmalen Fenstern und rotbraunen Bronzepaneelen. © Elisabeth R. Meier

Ansicht des Empire Riverside Hotels von Südosten aus. © Elisabeth R. Meier
Schillernder Blickfang des kantig geschnittenen Gebäude-Ensembles ist die streng gerasterte Elementfassade mit ihren schmalen Fenstern und den rotbraunen Bronzepaneelen. Neben dem 20-geschossigen Hotelhochhaus mit insgesamt 328 Zimmern integriert der Komplex auch das sogenannte „Brauhaus“, ein fünfgeschossiges Büro- und Geschäftsgebäude mit einer Fläche von 5.500 Quadratmetern.
Am Rande des Kiez
Das inzwischen transformierte Grundstück der ehemaligen Bavaria-Brauerei, die 2003 nach über 100-jährigem Betrieb geschlossen worden war, zählt zu den attraktivsten Standorten in ganz Hamburg. Nach Süden bietet sich ein freier Blick auf die Elbe mit den direkt angrenzenden Landungsbrücken, in gegenüber liegender Richtung schließt sich der Szene-Kiez St. Pauli mit der Reeperbahn an. Als Antwort auf diese höchst unterschiedlichen Stadträume verteilte David Chipperfield das geforderte Raumprogramm auf drei unterschiedlich große Baukörper. Das nordwestlich vorgelagerte „Brauhaus“ und der weiter südlich gelegene L-förmige Sockelbau nehmen dabei die Traufkante der nördlich und westlich angrenzenden Gründerzeitbebauung auf. Die zurückliegend hinter einem kleinen Vorplatz aufsteigende Hochhausscheibe orientiert sich dagegen an den zehngeschossigen Kontorhäusern entlang der östlich angrenzenden Bernhard-Nocht-Straße.
Unmittelbar angrenzend wurden dort auf dem ehemaligen Brauerei-Areal inzwischen auch der Astraturm von KSP Jürgen Engel Architekten und das Atlantic-Haus von Thomas Herzog fertiggestellt. Gemeinsam bilden die drei Neubauten die Hochhaus-Silhouette „Hafen-Krone“, die bereits jetzt einen Vorgeschmack auf die prognostizierte Veränderung des bislang vor allem durch seine Kneipen und seine verruchten Etablissements geprägten Szene-Stadtteils bietet. So richtig in die Landschaft passen will das Empire Riverside Hotel dementsprechend zwar nicht. Aber immerhin lässt es sich hier wunderbar in aller Ruhe übernachten.
Blick über Hamburg
Bei der Grundrissaufteilung des Hotels hat David Chipperfield eine strenge Zweiteilung verfolgt: Der gesamte öffentliche Bereich mit Konferenzräumen, Restaurant, Frühstücksraum, Ballsaal und Lounge wurde im Gebäudesockel untergebracht, sämtliche Hotelzimmer und Suiten sind dagegen in der Hochhausscheibe angesiedelt. Bei der Innenraumgestaltung der verschiedenen Bereiche ließ sich der britische Architekt dabei nach eigener Aussage vom Mythos der Ozeanriesen der 1930er-Jahre inspirieren. Krönender Abschluss des Aufenthalts ist der Besuch der Bar im obersten Geschoss, die ihren Gästen einen wunderbaren Panorama-Ausblick auf die Stadt und den Hafen bietet. Mehr Hamburg geht nicht.
Empire Riverside Hotel GmbH & Co.KG, Hamburg
David Chipperfield, London
Fertigstellung: 10/2007
BGF: 21.000 Quadratmeter Hotel, 5.500 Quadratmeter Brauhaus







