Designed by Erick van Egeraat - Sumatrakondor - Hamburg


Kombination aus Backstein und Glas © J Collingridge

Nach innen geneigter Dreiecks-Erker © J Collingridge

Reduzierten Freiraumgestaltung im Innenhof © J Collingridge

Weiße Platten akzentuieren die roten Backsteinfassade © J Collingridge

V-förmiger Gebäudekomplex © J Collingridge

Die Fassade erinnert an einen beklecksten Backstein © J Collingridge
Das Sumatrakontor ist ein weiterer Baustein des Großprojekts Überseequartier. Der Name „Sumatra“ kommt nicht von ungefähr, alle Gebäude am Überseeboulevard tragen den Namen eines der traditionellen Handelsgüter oder einer beliebten Handelsroute. Die Gebäude Sumatra, Virginia und Cinnamon bilden mit dem Kaffeeplatz das Areal Altes Hafenamt.
Ein mit weißer Farbe bekleckster Bau
Der Entwurf zum Sumatrakontor kommt vom niederländischen Architekturbüro Designed by Erick van Egeraat. Das Design greift – wie beinahe alle Gebäude des Überseequartiers – die Backsteinfassade der im Norden angrenzenden Speicherstadt auf.
Die Fassade des Sumatrakontors setzt sich aus vertikalen Quaderplatten und Aluminiumfenstern zusammen, die übereinander und nebeneinander in unterschiedlicher Größe angeordnet sind. Trotz der geometrischen Ordnung von Platten und Fenstern wirkt die Fassade alles andere als statisch. Die Architekten wählten für die untere Hälfte der Fassade dunkelrote und braune Platten aus Backstein. Diese kontrastieren die weiß-grauen Platten, die wie Farbschlieren vom oberen Rand der Fassade nach unten verlaufen. Dadurch erinnert das Gebäude aus der Ferne betrachtet beinahe an einen mit Farbe beklecksten Backsteinbau.
Unkonventionell ist auch die Form des Sumatrakontors, denn das Gebäude öffnet sich nach oben hin durch einen V-förmigen Spalt. Hier und an anderen Stellen lockern Glaselemente die Fassade auf. So ersetzten die Architekten an der südwestlichen Ecke des Kontors die Backsteine durch einen nach innen geneigten gläsernen Dreiecks-Erker. Eine ähnliche Fasson findet man auf der Nordseite des Gebäudes. Hier unterbricht eine L-förmige Glasfläche das Konstrukt aus roten Platten und Fenstern.
Arbeiten, Wohnen und Einkaufen
Das Kontor vereint auf rund 30.000 Quadratmetern Arbeiten, Wohnen und Einzelhandel. Dabei wird das Erdgeschoss wie auch die erste Etage vom Einzelhandel genutzt. Das Sumatrakontor ist außerdem zur Niederlassung bekannter Unternehmen, wie Deutsche Bank, Rossmann oder Edeka, geworden. Zudem sind im Kontor noch 81 Wohnungen untergebracht. Diese sind über einen separaten Eingang am Überseeboulevard zugänglich. Der größte Teil der Nutzfläche fällt auf die insgesamt 17.800 Quadratmeter großen Büroflächen.
Das Raumkonzept der Architekten von Designed by Erick van Egeraat präsentiert sich vielseitig. Die Variation reicht von 400 bis hin zu 4.000 Quadratmeter großen Büroräumen. Die drei Einheiten „Arbeiten“, „Wohnen“ und „Einzelhandel“ sind über einen Innenhof miteinander verbunden. Diesen Innenhof gestalteten die Architekten weniger dynamisch, als die Außenfassade. Die akzentuierenden weißen Platten sind hier Bestandteil einer eher reduzierten Freiraumgestaltung.
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Designed by Erick van Egeraat
Fertigstellung: April 2011
37.000 qm







