Passwort vergessen

Picknicktische und Blumenwiese im Büro

Ector Hoogstad Architecten - Kantoor IMd - Rotterdam

  • Die leerstehende Stahlfabrik wurde mit neuem Leben gefüllt. © Petra AppelhofDie leerstehende Stahlfabrik wurde mit neuem Leben gefüllt. © Petra AppelhofDie leerstehende Stahlfabrik wurde mit neuem Leben gefüllt. © Petra AppelhofDie leerstehende Stahlfabrik wurde mit neuem Leben gefüllt. © Petra Appelhof
  • Blumenwiesen und Picknicktische sorgen für eine verspielte Komponente © Petra AppelhofBlumenwiesen und Picknicktische sorgen für eine verspielte Komponente © Petra AppelhofBlumenwiesen und Picknicktische sorgen für eine verspielte Komponente © Petra AppelhofBlumenwiesen und Picknicktische sorgen für eine verspielte Komponente © Petra Appelhof
  • Die Funktionen sind in autarken Pavillons und Boxen untergebracht. © Petra AppelhofDie Funktionen sind in autarken Pavillons und Boxen untergebracht. © Petra AppelhofDie Funktionen sind in autarken Pavillons und Boxen untergebracht. © Petra AppelhofDie Funktionen sind in autarken Pavillons und Boxen untergebracht. © Petra Appelhof
  • Die Stahlfachwerkträger sind markante Bestandteile der Fabrik. © Petra AppelhofDie Stahlfachwerkträger sind markante Bestandteile der Fabrik. © Petra AppelhofDie Stahlfachwerkträger sind markante Bestandteile der Fabrik. © Petra AppelhofDie Stahlfachwerkträger sind markante Bestandteile der Fabrik. © Petra Appelhof
  • Transluzente Plastikelemente schaffen Transparenz und Leichtigkeit. © Petra AppelhofTransluzente Plastikelemente schaffen Transparenz und Leichtigkeit. © Petra AppelhofTransluzente Plastikelemente schaffen Transparenz und Leichtigkeit. © Petra AppelhofTransluzente Plastikelemente schaffen Transparenz und Leichtigkeit. © Petra Appelhof
  • Die Ziegelfassade wurde mit großzügigen neuen Fenstern durchbrochen. © Petra AppelhofDie Ziegelfassade wurde mit großzügigen neuen Fenstern durchbrochen. © Petra AppelhofDie Ziegelfassade wurde mit großzügigen neuen Fenstern durchbrochen. © Petra AppelhofDie Ziegelfassade wurde mit großzügigen neuen Fenstern durchbrochen. © Petra Appelhof
Das niederländische Architektenteam von Ector Hoogstad Architecten hat eine verlassene Stahlfabrik in Rotterdam mit einer innovativen Bürolandschaft gefüllt.

Für das Rotterdamer Ingenieurbüro IMd haben Ector Hoogstad Architecten den neuen Firmensitz Kantoor IMd entworfen, der 2011 eröffnet wurde. Zwischen den beiden Büros gab es bereits zahlreiche Kooperationen, woraus das gemeinsame Engagement für den neuen Firmensitz entstand. Pim Peters und Remko Wiltjer, die beiden Geschäftsführer von IMd, beauftragten Ector Hoogstad damit, für den neuen Firmensitz ein außergewöhnliches Objekt zu suchen und umzubauen.

Die Wahl der Architekten fiel auf eine ehemalige Stahlfabrik in Rotterdam, direkt an der Maas gelegen. Dieser Standort ist erst einmal ungewöhnlich für ein Bürogebäude, aber Pim Peters und Remko Wiltjer entschieden sich trotzdem oder gerade deshalb für einen Umbau.

Umnutzungen sind in der niederländischen Baubranche ein großes Thema. Es gibt viele leerstehende Gebäude, die besondere Qualitäten aufweisen und noch nicht reif für den Abriss sind. Die Stahlfabrik war ein Gebäude mit viel Platz, gepaart mit dem speziellen Charakter eines Industriebaus.

Neues im Alten

Die Stahlfabrik an der Piekstraat 77 ist eine schlichte, rechteckige Halle mit flachem Satteldach, in dem sich vier große Oberlichter befinden. Besonderes Merkmal der Halle ist das alte Tragwerk mit seinen imposanten Stahlfachwerkträgern. Die Konstruktion wirkt mit seinen markanten Stahlstützen filigran. Einige der alten Einrichtungen, beispielsweise Kranbahnen oder Teile der alten Beleuchtung, wurden belassen und sind noch sichtbar.

Die Gebäudehülle zu restaurieren, war aus finanziellen und konstruktiven Gründen nicht möglich. Die Idee war deshalb, in die Halle eine eigenständige Bürolandschaft einzustellen.

An den geschlossenen Giebelseiten wurden auf jeweils zwei Geschossen Arbeitsplätze geschaffen, die als architektonisch und klimatisch autarke Elemente fungieren. Im Rest der Halle verteilt, befinden sich verschiedene Pavillons, in denen unter anderem Konferenzräume untergebracht sind. Diese Pavillons sind auf unterschiedlichen Ebenen verteilt. Sie werden durch ein vielschichtiges System aus Treppen und Brücken miteinander verbunden. So entstehen dazwischen, darunter und dahinter zahlreiche unterschiedlich nutzbare Räume und Flächen, die zusammen eine komplexe und differenzierte Raumlandschaft bilden.

Neue große Fenster an den Längsseiten lassen zusätzlich zu den Oberlichtern Tageslicht in die Halle und werten die Atmosphäre deutlich auf.

Knallgelb

Das Motto bei der Auswahl der Materialien und Einrichtungsgegenstände war, Kontraste zum Bestand zu schaffen. Die vorhandenen Bauteile, wie Betonboden, Strahltragwerk und Ziegelfassade, wurden nur gereinigt und behielten dadurch die besondere Patina, die im Laufe der Zeit entstanden ist.

Die Architekten von Ector Hoogstad wählten grobes Holz für die Trittstufen der Treppen. Die Brüstungen und weitere Elemente wurden aus transluzentem Plastik hergestellt, sie geben dem Raum eine Leichtigkeit und Vielschichtigkeit. Das übergeordnete farbliche Thema ist Knallgelb. Einige Teile der Wände und Böden wurden in dieser Farbe ausgeführt. Das Gelb wirkt angenehm frisch und gibt dem Innenraum eine freundliche und entspannte Atmosphäre.

Joost Ector nennt das Projekt einen „Spielplatz für Ingenieure“. Für die spielerische Komponente sorgen Böden mit einem Blumenwiesen-Druck. Auf der künstlichen Wiese stehen Picknicktische, an denen die Angestellten ihre Pausen verbringen können. Unkonventionelle, knallgelbe Leuchten hängen von den Fachwerkträgern herab.

Mehr als nur ein Büro

Der Kantoor IMd hat nicht viel mit konventionellen, pragmatischen Büroräumen gemeinsam. Das Innenleben der ehemaligen Stahlfabrik ist geprägt von zahlreichen Gemeinschaftsräumen. Die unkonventionellen Räume laden zum Sitzen, Essen, Diskutieren und Besprechen ein, so dienen sie vor allem dem informellen Informationsaustausch und der sozialen Interaktion.

Die Raumgestaltung soll eine inspirierende Umgebung zum Arbeiten schaffen und auch nach Feierabend für diverse Zwecke genutzt werden können. So sollen dort beispielsweise auch Ausstellungen oder Vorträge stattfinden können.

Pim Peters und Remko Wiltjer sind der Meinung, dass eine gekonnte Umnutzung eines ehemaligen Industriegebäudes eine höhere Qualität erzeugen könne, als ein Neubau. Und tatsächlich: Mit diesem verspielten Mix aus Alt und Neu haben die Architekten Qualitäten geschaffen, die in einem reinen Neubau schwer zu erreichen gewesen wären. Vor der Industriekulisse und unter den imposanten Fachwerkträgern entfalten die zeitgenössischen Einbauten ihren Glanz, hier können sie ihre wahre architektonische Qualität offenbaren.

constructor: 

IMd Raadgevende Ingenieurs, Rotterdam

architect: 

Ector Hoogstad Architecten, Rotterdam

status: 

Baujahr: 2011

size: 

BGF: 2014m²

Gast
You need to login or register to post comments.
This comment will automatically be synchronized on social networks.

login to post comments