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Die kasachische Steppe bebt

Foster + Partners - Khan Shatyr Entertainment Centre - Astana

  • © Nigel Young_Foster + Partners© Nigel Young_Foster + Partners© Nigel Young_Foster + Partners© Nigel Young_Foster + Partners
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Wer den Zeltbau von Norman Foster erblickt, schwankt zwischen Respekt vor der kühnen Aufgabenstellung und dem Verdacht, Ähnliches schon gesehen zu haben.

 

Zwischen Helmut Jahn und Tropical Island

Ähnlich abgelegen wie Brasilia, wurde die junge Hauptstadt Kasachstans, Astana, vor nunmehr 14 Jahren von herrschenden Präsidenten inmitten der unwirtlichen asiatischen Steppe in the middle of nowhere gegründet. Ein gigantisches Wirtschaftsförderungsprogramm, unterstützt vom Ölreichtum des Landes und den Möglichkeiten, die der Handel damit bietet. 0,7 Mio Einwohner mit einem Durchschnittsalter von 30 Jahren leben schon in der Ausnahmestadt, bis 2030 soll sich diese Zahl verdoppeln. Keine Frage, dass man da etwas bieten muss, um neben den Staatsangestellten einen repräsentativen Bevölkerungsquerschnitt zu bekommen.
Über die Verantwortung der Architektur und der Architekten bei der Arbeit für totalitäre Regime wurde schon viel diskutiert und geschrieben. Mit vielen Meinungen und treffenden Argumenten, aber ohne eindeutigen Konsens. Also erst mal das Beste daraus machen und die forschen Wünsche eines Landesvaters möglichst repräsentativ erfüllen. Das Büro Foster + Partners hat da schon Erfahrungen gesammelt – mit dem Bau der Pyramide „Palace of Peace and Reconciliation“ und dem Wahrzeichen der Stadt, dem Bajterek-Turm.
Nun also der Neubau des Khan Shatyr Entertainment Centers, der wie eine Mischung aus dem Berliner Sony Center und dem kuriosen Innenleben der einst hochgejubelten Cargolifter-Halle daher kommt.

Das Erbe von Dschingis Khan

Und ja, an der 150 Meter hohen transparenten Zelthaut, die als geschützte Klimahülle die sommerlichen Temperaturen von +35° Grad und die winterliche Kälte von -35° Grad aushalten soll, sieht alles andere als innovativ aus. 3-lagige EFTE-Folie wurde bei der ersten Präsentation im Jahr 2006 als technische Innovation angekündigt. Ein Material, dass durch sein geringes Eigengewicht und die hohe Lichtdurchlässigkeit bereits seit längerem erfolgreich verbaut wird. Damit zieht man also nicht mehr die Butter vom Brot. Dann eben doch der Griff in den Geschichtstopf. Ganz im Sinne von Dschingis Khan, dem Führer der Mongolen, der um 1200 n. Chr. große Teile Nordchinas und Zentralasiens eroberte und zum Herrscher zwischen den Weltmeeren ausgerufen wurde, wird das Entertainment Center zum Schmelzpunkt der Gesellschaft und Kulturen. Eine Stadt in der Stadt ist entstanden, mit Plätzen, Stränden, Golf- und Tennisplätzen, Freizeiteinrichtungen, Gastronomie und Shopping. Mal sehen was als nächstes kommt – ein Machtwechsel und damit Architektenwechsel sicher nicht...

constructor: 

FTG company , Sembol Construction

architect: 

Foster + Partners,
Co-Architekten: Linea Tusavul Architecture, Gultekin Architecture

status: 

Bauzeit: 2006 - 2010

Gast
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admin

kommt mir tatsächlich irgendwie bekannt vor .... Helmut Jahn?

14. Februar 2012 - 11:40
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admin

ja. und Calatrava..

14. Februar 2012 - 11:41
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admin

Foster + Partners sind die Architekten.

14. Februar 2012 - 12:40
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admin

@ architektur in mapolis: das ist ja das erschreckende..

15. Februar 2012 - 0:03

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