gmp Architekten - Germanischer Lloyd - Hamburg


Die Klinkerarchitektur fügt sich nahtlos an die Architektur der Speicherstadt an. © Heiner Leiska

Markanter Fassadenvorsprung am Übergang zum Atrium. © Heiner Leiska

Die unregelmäßig gerasterte Lochfassade wird durch große Glasflächen geöffnet. © Heiner Leiska

Das luftige Atrium bietet eine schöne Aussicht auf die historische Speicherstadt. © Heiner Leiska
Der monolithische Backsteinbau bietet auf sieben Ebenen mit einer Nutzfläche von 47.000 Quadratmetern modern ausgestattete Büroräume für die rund 1.600 Mitarbeiter der Schiffsklassifikations-Gesellschaft. Komplettiert wird das abwechslungsreich gestaffelte Ensemble durch einen neungeschossigen gläsernen Turm.
Teil der Speicherstadt
Die zwischen der HafenCity und Hauptbahnhof gelegene Halbinsel entlang des Brooktorkais gehört zu den attraktivsten Immobilienstandorten in Hamburg: Unmittelbar nördlich schließt die historische Speicherstadt an, in Richtung Süden trifft der Blick auf das Wasser des Brooktorfleets und auf das gegenübergelegene Internationale Maritime Museum. Und weiter östlich werden gegenwärtig das Ericus-Contor und der neue Sitz des Nachrichtenmagazins Spiegel fertiggestellt, beide geplant von Henning Larsen aus Kopenhagen.
Als Antwort auf die reizvolle Lage entwickelten von Gerkan, Marg und Partner eine 120 Meter lange Mäanderstruktur, die nach Norden hin ein großzügig verglastes Foyer umschließt und nach Süden durch einen neungeschossigen Hochhausturm mit doppelter Glasfassade abgeschlossen wird. Im Kontrast zur HafenCity mit ihren spektakulären Bauten haben sich die Planer dabei für eine bewusst zurückhaltende Architektursprache entschieden und eine unregelmäßig gerasterte Klinkerfassade mit schlanken hochformatigen Fenstern und unterschiedlich großen Glasfronten realisiert. Die Gestaltung schafft eine angemessene und unaufgeregte Antwort auf die Backsteinfassaden der historischen Speicherstadt und ermöglicht gleichzeitig eine offene Verbindung zwischen Innen und Außen. Schöne Aussichten bieten dabei insbesondere das offene Atrium mit Blick auf die alten Speichergebäude und das Casino im Erdgeschoss mit angrenzender Außenterrasse.
Gelungene städtebauliche Einbindung
Eine zusätzliche Einbettung des Volumens in die Umgebung wird durch die Fortführung des Mäanders in gleicher Architektursprache in Richtung Osten erreicht. Der auf Basis eines übergreifenden Masterplans ebenfalls durch gmp realisierte Neubau bietet Flächen unter anderem für die Kühne Logistics-University. Komplettiert wird die Bebauung durch zwei weitere neungeschossige Hochhaustürme von Jan Störmer und Antonio Citterio and Partners. Direkt am Wasser wurde außerdem eine neue Promenade geschaffen. Auf der großen Sitztreppe werden die Mitarbeiter des Germanischen Lloyd künftig gemeinsam mit den Redakteuren vom Spiegel ihre Mittagspause genießen können. Das neue Stück Hamburg verspricht also nicht nur interessante Architektur, sondern auch interessante Gespräche.
St. Annen Platz GmbH & Co. KG, Oststeinbek
gmp Architekten von Gerkan, Marg und Partner, Hamburg
Fertigstellung: 2010
BGF: 47.000 Quadratmeter




