Herzog & de Meuron - Erweiterung des Museums Küppersmühle - Duisburg


Oberhalb des Betonsilos kragt der Neubau weit nach Osten aus. © Herzog & de Meuron

Die Ansicht zeigt den harten Kontrast von Glas, Beton und Backstein. © Herzog & de Meuron

Nächtliche Ansicht des Neubaus vom gegenüberliegenden Nordufer des Hafenbeckens. © Herzog & de Meuro

Der Neubau ist auch von der angrenzenden Autobahn aus gut sichtbar. © Herzog & de Meuron

Große Öffnungen ermöglichen freie Ausblicke auf den Innenhafen. © Herzog & de Meuron

Museum Küppersmühle

Museum Küppersmühle
Erster Streich
Zwölf Jahre ist es nun her, dass das ehemalige Speichergebäude der Küppersmühle im Duisburger Innenhafen als Museum für moderne Gegenwartskunst eröffnet wurde. Um den 1908 errichteten Backsteinbau für die Kunst nutzbar zu machen, hatten die Basler Architekten Herzog & de Meuron das gesamte Innere seinerzeit vollständig entkernt, um lichte und großzügige Ausstellungsräume zu schaffen. Die denkmalgeschützten Backsteinfassaden konnten dagegen weitgehend erhalten werden. Einzig der Treppenturm mit seinem skulpturalen Inneren aus terracotta-farbenem Beton war seinerzeit als neues Element hinzugefügt worden.
Architektonischer Bruch
Eine ganz andere Sprache spricht jetzt die im Sommer 2009 begonnene Erweiterung des Museums. Statt die seinerzeit verfolgte Strategie weiterzuführen, kontrastieren Herzog & de Meuron den Bestand mit einem leicht und transluzent wirkenden Quader, der in 36 Metern Höhe auf dem angrenzenden Betonsilo aufgesetzt wird und dabei weit in Richtung der östlich angrenzenden Autobahn auskragt. Betont wird der scheinbar schwebende Eindruck der aufliegenden Box durch eine sphärisch wirkende Außenhülle aus Glas, die den inneren Baukörper als transparente Hülle umschließt. Unterschiedlich große Öffnungen der Innenschale ermöglichen dabei gezielte Ein- und Ausblicke ins Innere des Neubaus und auf den Duisburger Innenhafen.
Direkt unter der Erweiterung trifft der Blick hart und unvermittelt auf die röhrenartige Betonarchitektur des Silos und die angrenzenden Backsteinfassaden des ehemaligen Lagergebäudes – ein kraftvoller Entwurf, der schon jetzt vorhersehen lässt, dass sich das kunstvoll ausbalancierte Ensemble schnell als neues architektonisches Wahrzeichen der Stadt etablieren wird!
Zusätzliche Ausstellungsfläche
Insgesamt wird das Museum Küppersmühle nach Fertigstellung 22 zusätzliche Räume mit einer Ausstellungsfläche von insgesamt 2.000 Quadratmetern neu erhalten. Die Innenraumgestaltung soll trotz der kompromisslosen Gestaltung der Außenhülle an die Schlichtheit der bestehenden Ausstellungsflächen anknüpfen. Hoch über der Stadt und dem Duisburger Innenhafen können die Besucher dann eine der bedeutendsten Sammlungen zeitgenössischer deutscher Kunst in deutlich größerem Zusammenhang erleben. Ein spannender Rundgang von Joseph Beuys über Georg Baselitz, Sigmar Polke, Gerhard Richter und Markus Lüpertz bis hin zu Hanne Darboven und Candida Höfer!
Eigentlich hätte der Erweiterungsbau ja längst fertiggestellt sein sollen. Doch inzwischen gehen die Verantwortlichen von Juni 2012 als Eröffnungstermin aus. Nimmt man die vorliegenden Animationen als Maßstab, dann wird der Neubau die lange Wartezeit aber lohnen. Man darf also schon jetzt gespannt sein.
Gebag, Duisburger Gemeinnütziger Baugesellschaft AG
Herzog & de Meuron, Basel
Fertigstellung: voraussichtlich Juni 2012
Ausstellungsfläche: 2.000 m²








ein schandfleck für duisburgs innenhafen! :(
Von geplanten 24 Mio. Baukosten auf mittlerweile angebliche 69 Mio. explodiert...Firmen gehen Pleite, es wird über Pfusch am Bau gemunkelt...ein Projekt das definitiv keine positive Schlagzeile für Duisburg ist..aber wen interessiert das schon...Hauptsache die Stadt hat einen Stararchitektenbau...worüber man hier geht möchte ich jetzt nicht aussprechen...unglaublich.
ein schandfleck?? die rechte seite des innenhafens ist ein schandfleck!! die neue "milchtüte" wird die spitze, die es bis jetzt durch die hochbrücke nicht gibt, bilden!das MKM ist jetzt schon ein grandioses museum!
Geldverschwendung für minimalen umbauten Raum mit überdimensionaler Verunstaltung eines Altbau-Gebäudes... und das alles nur damit das Archiv in Duisburg steht. Sorry.. Unsinnig !