Herzog & de Meuron - Neubau Roche - Basel


Das geplante Bürogebäude 'Bau 1' aus der Ferne. Copyright © F. Hoffmann-La Roche Ltd.

Nah am Wasser gebaut präsentiert sich der elegante Turm. © F. Hoffmann-La Roche Ltd.

Das geplante Bürogebäude fügt sich harmonisch in den gewachsenen Kontext ein. © F. Hoffmann-La Roche

Die Irritationen in den Fassadenbändern lösen sich erst auf den zweiten Blick auf. © F. Hoffmann
Roche braucht ein neues Haus.
1800 Mitarbeiter, die über die ganze Stadt in Dependancen verteilt sind, sollen zurück an den Hauptsitz, um mit der räumlichen Nähe von Forschung, Entwicklung und Marketing die eh schon erfolgreiche Zusammenarbeit noch besser zu gestalten. Und einen Platz gibt es auf dem überbauten Firmenareal auch schon, denn ein in die Jahre gekommenes Gebäude am Rhein räumt für den 175 Meter hohen Neubau seinen Platz. 2006 überraschte der Konzern mit der Präsentation Herzog & de Meurons die Weltöffentlichkeit mit einer helixförmigen Turmbaus namens „Twist 2 Spiral“. Ein gewagtes Konzept, dass nach zweijähriger Planungszeit und einigen Modifizierung ad acta gelegt werden musste. Zu hohe Investitionskosten gegen nicht erfüllbare funktionale Anforderungen machen auch Konzepten von Stararchitekten den Garaus. So hätte man auf das Auditorium sowie mehrere Sitzungszimmer verzichten müssen – quasi die einzigen halb-öffentlichen Bereiche, die der Repräsentanz dienen. Ebenso wären die darauf folgenden Konstruktions- und Unterhaltskosten nicht abbildbar gewesen – mit den heutigen Mitteln der computergestützten Methoden vielleicht wieder machbar. Aber so einfach aufgeben wollte man auch nicht und so tritt Herzog & de Meuron in die Fußstapfen des langjährigen Firmenarchitekten Otto Rudolf Salvisberg, der seit den 30er Jahren den Masterplan und Firmensitz von Roche in Basel sowie zahlreiche Niederlassungen gebaut hat.
Bau 1
Schon der veränderte Name spiegelt die neue Bescheidenheit wider. Im Gegensatz zur verdrehten Anmutung der Spirale orientiert sich das neue Hochhaus an der modernen Architektursprache von Otto Rudolf Salvisberg. Über unterschiedlich steile Abtreppungen verjüngt sich das Bauwerk dezent und so unsichtbar wie möglich in die bestehende Stadtsilhouette. Ein Mix aus hellen und dunklen Fassadenbändern gibt dem Turm eine starke horizontale Gliederung. Zugunsten der Harmonie wurden die Abstufung der entstehenden Höhensprünge noch weiter angeglichen. Dezentrale Vertikalerschießungen verbinden die 41 Stockwerke miteinander. Anders als in konventionellen Bürobauten gruppieren sich die Büroräume nicht um einen Erschließungskern, sondern sind durch mehrgeschossige, luftige Kommunikationszonen inklusive Außenterrassen miteinander verbunden. Mit der neuen Form können auch die Anforderungen an Funktion und Technik erfüllt werden. Attraktive Arbeitsplätze, innovative Infrastruktur, Minergie Bauweise und erdbebensicher – was will der moderne Arbeitsnomade von heute mehr? Das Nachsitzen hat sich gelohnt.
F. Hoffmann-La Roche AG, Basel
Herzog & de Meuron
Bauzeit: 2012 – 2015
BGF: 76.000 Quadratmeter








Babylon ist überall ,die Minarette der Börse rufen zum Opfergang
schlimm!
total daneben...von städtebau ...keine ahnung !!!