Jordi Badia - Can Framis Musem - Barcelona


Can Framis Museum © Yuri Palmin

Can Framis Museum © Yuri Palmin

Can Framis Museum © Yuri Palmin

Can Framis Museum © Yuri Palmin

Can Framis Museum © Yuri Palmin

Can Framis Museum © Yuri Palmin

Can Framis Museum © Yuri Palmin

Can Framis Museum © Yuri Palmin

Can Framis Museum © Yuri Palmin

Can Framis Museum © Yuri Palmin

Can Framis Museum © Yuri Palmin
Das Can Framis Museum, entwickelt vom spanischen Architekten Jordi Badia, besteht aus zwei sanierten Industriegebäuden, die durch einen Neubau verbunden sind. Durch die Anordnung der drei Baukörper entstand ein großer Platz mit dem Zugang zum Museum.
Das Can Framis Museum befindet sich in dem alten Stadtteil Poblenou, der hauptsächlich als Industriestandort erbaut wurde und ohne architektonische Intentionen blieb. Erst im Zusammenhang mit den Olympischen Spielen 1992 wurde der Stadtteil neu strukturiert. Die Industrie wurde verbannt und die alten, verlassenen Fabriken nach und nach umfunktioniert. Heute ist diese Gegend, bekannt unter @ 22, eine der besten Adressen Barcelonas.
Gewaltige Volumen
Die alte Fabrik Can Framis wurde zum Museum umgebaut, um die zeitgenössische katalanische Kunstsammlung der Stiftung Vila Casas der Öffentlichkeit präsentieren zu können. Bei der Sanierung der industriellen Bauten wählte Architekt Jordi Badia eine homogene Lösung: Ein neues Gebäude wurde errichtet, das nicht nur die beiden bereits bestehenden Gebäude miteinander verbindet, sondern auch gleichzeitig den Aufbau alter Gebäudeformationen wieder aufnimmt. Außerdem entstand der Eindruck eines markanten, architektonischen Containers. Das Ensemble besteht aus einfachen Materialien, vorgefertigten, schlanken Bauteilen und gewaltigen Volumen.
Im Inneren des Can Framis Museums entschied sich der Architekt bewusst für die Brutalität des Betons als kohärente Kraft. Die Dialektik, die zwischen den alten und neuen Komponenten des Gebäudes entstand, ist eine der bemerkenswertesten Eigenschaften des Museums.
Eine Schicht aus grauer Farbe lässt die Textur von Ziegel und Stein wie alte Narben durchscheinen. So entstand eine zeitgenössische Collage von Texturen, Löchern und getäfelten Oberflächen. Diese Collagen reflektieren die Veränderungen, die das Gebäude im Laufe der Zeit durchwandert hat.
Kunst von oben nach unten
Der Komplex des Can Framis Museums umfasst eine Fläche von rund 6.000 Quadratmetern, 3.400 Quadratmeter sind für die Ausstellung vorgesehen und 400 Quadratmeter für Büros, Lager und Workshops. Die Typologie der Ausstellungsfläche ist durch seine formale Strenge, durch die weiten Räume und die Verwendung von weißer Farbe sehr zeitgemäß.
Der Komplex steht in Beziehung zur angrenzenden Hochschule für Kommunikation, zur Universität Pompeu Fabra und zur Media Factory. Der Park mit Bäumen und befestigten, verschlungenen Wegen bietet Raum zum Atmen, weit weg vom Trubel und von der Geschwindigkeit der Stadt.
Der Besuch der Museumsräume beginnt am höchsten Punkt, den man mit dem Lift von der Lobby aus erreichen kann. Von hier aus zieht sich die Ausstellung bis hinunter. Die Belichtung lässt die Treppe wie einem formalen Punkt erscheinen. Um das Innere zu beleuchten, wurden die Volumen mit Lichtschlitzen und großen Öffnungen versehen, das durchscheinende Sonnenlicht macht die Betrachtung der Werke zu einem einzigartigen Erlebnis.
Fotograf: Yuri Palmin, http://www.yuripalmin.com/
Jordi Badia
Fertggestellt: 2009
BGF: 6000 m²







