JSK - „Squaire“ - Frankfurt am Main
Nach mehr als vier Jahren Bauzeit und etlichen Verzögerungen steht jetzt der 660 Meter lange, 65 Meter breite und 35 Meter hohe Büro-, Shopping- und Hotelkomplex „The Squaire“ am Airport City Frankfurt endlich vor seiner Fertigstellung. Der Solitär wurde nach Plänen der JSK Architekten direkt über dem bestehenden Fernbahnhof errichtet. Durch den Neubau soll eine fließende Verbindung zwischen Bahn, Flugzeug und Auto geboten werden. Gleichzeitig werden auf neun großzügig verglasten Ebenen gleichzeitig rund 200.000 Quadratmeter Geschäftsflächen zur Verfügung gestellt. Die Eröffnung des Gebäudes soll in mehreren Abschnitten im Verlauf der nächsten Monate stattfinden. Hauptmieter sind zwei Hilton-Hotels und das Wirtschaftsprüfungsunternehmen KPMG. Darüber hinaus wurden rund 90.000 Quadratmeter weitere Büro-, Einzelhandels- und Gastronomieflächen sowie ein direkt angrenzendes Parkhaus integriert. Der Name des Neubaus wurde aus den englischen Wörtern „square“ (für öffentlicher Platz) und „air“ (für Luft) entwickelt.
Futuristisch funktional
Um die Vorstellungen des Hauptinvestors, der IVG Immobilien AG aus Bonn, nach einer multifunktional nutzbaren Immobilie mit optimaler Anbindung an den bedeutenden Verkehrsknotenpunkt Frankfurt Airport umzusetzen, wurde die rund 960 Millionen Euro teure Bürostadt direkt über dem Dach des bestehenden ICE-Fernbahnhofs errichtet. Die nach außen hin sichtbare Aufständerung auf insgesamt 86 V-förmigen Pilotis betont dabei den futuristischen Charakter der organisch geschwungenen Architektur aus Stahl und Glas. Besonders imposante Perspektiven ergeben sich von der parallel verlaufenden Autobahn A3 aus. Durch die gewaltigen Ausmaße des Neubaus benötigen die Autofahrer dabei je nach Geschwindigkeit immerhin rund 15 bis 20 Sekunden, um das Gebäude in seiner ganzen Länge zu passieren.
Vergleichsweise konventionell präsentieren sich die Visualisierungen für den Innenraum. Als funktionales Herzstück ist dabei das zwischen den beiden außen liegenden Gebäuderiegeln eingefügte Atrium mit dem neuen Einkaufszentrum vorgesehen. Die glasüberdeckte, rund 25 Meter hohe Halle soll die unterschiedlichen Funktionen innerhalb des Neubaus optisch zusammenfügen und gleichzeitig eine optimierte Erschließung und Tageslichtversorgung für die innen liegenden Büros ermöglichen. Ein zentrales architektonisches Element im Innenraum ist das im Zuge des Erweiterungsumbaus erhalten gebliebene Kuppeldach oberhalb der Bahnhofshalle. Die filigrane Konstruktion macht die direkte Nähe zwischen beiden Funktionen deutlich und visualisiert so sinnfällig den Anspruch der Planer, im Squaire fließend zwischen ICE, Auto, Flugzeug, Arbeitsplatz, Einkaufsbummel, Restaurant oder Hotel wechseln zu können. Sicher, bequem und ganz ohne Zeitverlust. Wie in einer riesigen Umsteigemaschine.
IVG Immobilien AG, Bonn, und Fraport AG, Frankfurt/Main
JSK Architekten, Frankfurt/Main
Eröffnung: Frühjahr 2011
BGF: 200.000 m²













Patrick Steurer
Da sind wir letzte Woche vorbeigefahren und haben überlegt, wie man so ein Gebäude nennen soll.
vor 1 Jahr 1 Monat 3 WochenAnonymous User
@Patrick: und? wie?
vor 1 Jahr 1 Monat 1 Woche