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Back to the roots

JSWD Architekten - ThyssenKrupp Quartier - Essen

  • © Thyssen Krupp AG© Thyssen Krupp AG© Thyssen Krupp AG© Thyssen Krupp AG
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2010 wurde hier das entwickelte ThyssenKrupp Quartier eröffnet, das zehn Einzelbauten zu einem locker gruppierten Ensemble zusammenfasst.

Nach dem 2. Weltkrieg war ein Großteil der Kruppschen Gussstahlfabrik in Essen als Brache zurückgeblieben. 2010 wurde hier das nach Plänen der JSWD Architekten aus Köln und Chaix & Morel et Associés aus Paris entwickelte ThyssenKrupp Quartier eröffnet, das zehn Einzelbauten zu einem locker gruppierten Ensemble zusammenfasst.  Das Areal ist Teil des geplanten Krupp-Gürtels, der westlich angrenzend an die Essener Innenstadt auf einer Fläche von 230 Hektar ein neues urbanes Viertel mit Raum für Arbeit, Freizeit und Kultur schaffen soll.

Campusartiges Areal

Die Geschichte der Stadt Essen und der Name Krupp sind untrennbar miteinander verbunden. Phasenweise umfasste das riesige Firmenareal rund dreißig Prozent der gesamten Stadtfläche! Nach der Fusion mit der Thyssen AG zur ThyssenKrupp AG im Jahr 1999 wurde der Konzern zunächst von Düsseldorf aus verwaltet. Mit der Fertigstellung des neuen ThyssenKrupp Quartiers in Essen kehrt die Unternehmenszentrale jetzt an ihren Ursprungsort zurück.

Im Zentrum des campusartig organisierten Areals steht der am nördlichen Ende eines langgestreckten Wasserbeckens rund 50 Meter hoch aufragende Neubau „Q1“, der auf insgesamt 14 Ebenen flexible Büroflächen für rund 500 Mitarbeiter bietet. Der spannungsvoll gegliederte Entwurf setzt sich zusammen aus unterschiedlichen Volumina, die winkelförmig um ein großformatiges Atrium im Kern verschränkt wurden. Der bis unter das Glasdach aufsteigende, nach Norden und Süden durch zwei 700 Quadratmeter große (!) Panoramafenster geöffnete Luftraum schafft einen fließenden Übergang zwischen Innen und Außen und ermöglicht mit seinen frei tragenden Brücken und Zwischenebenen gleichzeitig eine optimierte interne Erschließung. Die beiden großformatigen Fensterfronten bestehen jeweils aus 96 Einzelscheiben und werden von einer hauchdünnen, kaum sichtbaren Seilkonstruktion gehalten. Die Glasfassaden vor den Bürobereichen wurde durch die JSWD Architekten im Kontrast mit schlanken Stahlprofilen und flexibel öffenbaren Vertikal-Lamellen ausgebildet.

Weitere Neubauten

Ähnliche Gestaltungsprinzipien zeigen auch die anderen Neubauten auf dem ThyssenKrupp Quartier. Auch hier spielt die skulpturale Gliederung von winkelförmigen Gebäudemassen eine zentrale Rolle, auch hier dominieren filigrane Fassadenkonstruktionen mit großen Glasflächen. Für einen nachhaltigen Betrieb der verschiedenen Gebäude wurde unterhalb des Areals ein 900 Quadratmeter großes Geothermiefeld mit bis zu 100 Meter tief ins Erdreich eingebrachten Sonden installiert. Die Anlage sorgt im Verbund mit einer effektiven Wärmerückgewinnung dafür, dass der Primärenergiebedarf der Gebäude die gesetzlichen Vorgaben um bis zu 30 Prozent unterschreitet. Bereits vor seiner Eröffnung wurde das Gebäude Q1 daher mit dem DGNB-Vorzertifikat in Gold für Bürogebäude ausgezeichnet. Zur Nachahmung empfohlen also!

constructor: 

Thyssen Krupp Real Estate GmbH, Essen

architect: 

JSWD Architekten, Köln in Zusammenarbeit mit Chaix & Morel et Associés, Paris

status: 

Fertigstellung: 10/2010

size: 

BGF: Insgesamt 100.000 Quadratmeter; Q1: 28.000 Quadratmeter

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Alle 1 Kommentare anzeigen

Ma Amegah

yep. and then straight foward.

vor 1 Jahr 1 Woche 6 Tagen

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