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Fließende Grenze

Jürgen Mayer H. - Grenzstation in Sarpi - Sarpi

  • Der neue Grenzkontrollpunkt als architektonische Skulptur am Ufer des Schwarzen Meeres. © Jesko ZahnDer neue Grenzkontrollpunkt als architektonische Skulptur am Ufer des Schwarzen Meeres. © Jesko ZahnDer neue Grenzkontrollpunkt als architektonische Skulptur am Ufer des Schwarzen Meeres. © Jesko ZahnDer neue Grenzkontrollpunkt als architektonische Skulptur am Ufer des Schwarzen Meeres. © Jesko Zahn
  • Ein fließender Grenzübergang zwischen Georgien und der Türkei ermöglichen. © Jesko Johnsson ZahnEin fließender Grenzübergang zwischen Georgien und der Türkei ermöglichen. © Jesko Johnsson ZahnEin fließender Grenzübergang zwischen Georgien und der Türkei ermöglichen. © Jesko Johnsson ZahnEin fließender Grenzübergang zwischen Georgien und der Türkei ermöglichen. © Jesko Johnsson Zahn
  • Die kurvige Form lässt sich auch als Reflex auf die steile Küstenlandschaft lesen. © Beka PkhakadzeDie kurvige Form lässt sich auch als Reflex auf die steile Küstenlandschaft lesen. © Beka PkhakadzeDie kurvige Form lässt sich auch als Reflex auf die steile Küstenlandschaft lesen. © Beka PkhakadzeDie kurvige Form lässt sich auch als Reflex auf die steile Küstenlandschaft lesen. © Beka Pkhakadze
  • Die Grenze als architektonischer Willkommensgruß. © Jesko Johnsson ZahnDie Grenze als architektonischer Willkommensgruß. © Jesko Johnsson ZahnDie Grenze als architektonischer Willkommensgruß. © Jesko Johnsson ZahnDie Grenze als architektonischer Willkommensgruß. © Jesko Johnsson Zahn
  • Wie aus einem Comic entsprungen © Jesko Johnsson ZahnWie aus einem Comic entsprungen © Jesko Johnsson ZahnWie aus einem Comic entsprungen © Jesko Johnsson ZahnWie aus einem Comic entsprungen © Jesko Johnsson Zahn
In Sarpi, einem Schwarzmeer-Ort zwischen Georgien und der Türkei, wurde soeben ein bemerkenswerter Grenzkontrollpunkt von Jürgen Mayer H. eröffnet.

Die Bauaufgabe „Grenzstation“ gehört nicht eben zu den Steckenpferden moderner Architektur. Im Gegenteil: Meist stehen die Kontrollpunkte öde und wenig einladend im Niemandsland zwischen A und B herum; als in Beton gegossene bauliche Ermahnung, sich den Grenzübertritt noch einmal zu überlegen oder als hoch bewachtes, beinahe unüberwindbares Hindernis in totalitären Staaten.

Der Grenzübergang als Passage

Umso überraschender erscheint daher der Anblick der neuen Grenzstation von Jürgen Mayer H. Im Übergang zwischen dem georgischen Ort Sarpi im Norden und dem türkischen Sarp im Süden hat der Berliner Architekt eine fließend organische, beinahe übermütig verspielte Form aufsteigen lassen, die den Grenzübertritt längst überfällig auch einmal positiv deutet: als bewegte Passage, als Abenteuer und als Erlebnis! Die orthografische Ähnlichkeit des Ortsnamens „Sarpi“ mit dem Namen des deutsch-französischen Bildhauers und Malers Hans Arp scheint dabei wie ein versteckter Hinweis; denn die biomorphen Rundungen des Gebäudes wirken beinahe, als seinen sie direkt aus dessen Werken übernommen.

Ein Turm in der Landschaft

Die aus einer zweidimensionalen Grafik entwickelte Raumskulptur von Jürgen Mayer H. überzeugt aber nicht nur als selbstbewusster Solitär, sie fügt sich gleichzeitig hervorragend in die Umgebung ein. Die weit auskragenden Ausbuchtungen und Terrassen des hoch aufragenden Turmes fungieren dabei als spannende Interpretation der faszinierende Küstenlandschaft am östlichen Schwarzmeerufer mit ihren steil abfallenden Hügeln und den dazwischen liegenden Sandstränden. Die im Obergeschoss gelegenen Aussichtsplattform bietet dabei faszinierende Panoramablicke über das Meer und die Küste.

In den unteren Geschossen schafft der Bereich der Zollabfertigung ein horizontales Gegengewicht zu dem schleifenförmig aufsteigenden Turm. Direkt darüber wurden eine Cafeteria, Personalräume sowie ein Konferenzsaal mit jeweils eigenen Außenterrassen integriert.

Zeichen des Aufschwungs

Laut Jürgen Mayer H. soll der Neubau ein Zeichen für den gegenwärtigen Aufschwung von Georgien sein. Bereits vor wenigen Monaten hatte der Architekt dazu bereits das neue Flughafengebäude in der Hauptstadt Tiflis fertiggestellt. Ob mit dem Flugzeug oder mit dem Auto aus Richtung Süden – an dem Berliner Architekten führt bei der Ankunft nach Georgien also inzwischen kaum noch ein Weg vorbei. Dahinter verbirgt sich eine intelligente Marketingstrategie der Regierung, die dem Land ein modernes und offenes Gesicht geben soll. Warum nicht? Solange dahinter eine glaubhafte Absicht und keine politische Inszenierung steht.

 

Bauherr: Ministry of Finance of Georgia
Architekt: Jürgen Mayer H., Berlin
Status: Fertigstellung: November 2011
Am Projekt beteiligte Unternehmen:
GRAPHISOFT ist ein weltweit führender Hersteller von Architektursoftware, der seine Produkte in über 100 Ländern und 25 Sprachversionen rund um den Globus vertreibt. Seit 30 Jahren entwickelt GRAPHISOFT in der größten CAD-Entwicklungsabteilung Produkte für den Planungsprozess, mit denen inzwischen weltweit über 100.000 Anwender arbeiten. Seit 2007 operiert GRAPHISOFT unter dem Dach der Nemetschek Gruppe.

Mit ARCHICAD brachte GRAPHISOFT die erste modellbasierte 3D-Architektursoftware, d.h. die erste BIM-Software auf den Markt, die die Arbeitsweise und Kommunikation von Architekten und Planern nachhaltig verändert hat und bis heute entscheidend optimiert.

Produktkategorie: Architektursoftware
Hersteller: Graphisoft
Homepage: www.graphisoft.de
Ansprechpartner: mail@graphisoft.de

 

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