LAAC Architekten - Top Of Tyrol - Stubaital


Top of Tyrol bietet Aussicht über 109 Dreitausender. © LAAC Architects

Gitterroste wurden über die Stahlschwerter verlegt. © LAAC Architects

Der Cortenstahl fügt sich optisch ins Gelände ein. © LAAC Architects

Die Stahlschwerter wurden rund 15 Meter tief in den Berg verankert. © LAAC Architects

© LAAC Architects

Wer die 70 Meter Aufstieg bewältigt wird mit einer fantastischen Aussicht belohnt. © LAAC Architects

Im Winter ist die Plattform zum Großteil schneebedeckt. © LAAC Architects
Nichts für schwache Nerven ist die neue Aussichtsplattform am Grat des Großen Isidor. Der Top of Tyrol ragt dort in 3210 Metern Höhe in die Bergwelt. Bei gutem Wetter bietet die Aussichtsplattform einen 360° Blick auf die 109 Dreitausender Österreichs, über die Stubaier Alpen hinweg bis zu den Dolomiten.
Der Große Isidor steht zentral im Stubaier Gletscher und bietet damit eine exponierte Lage für die Aussichtsplattform, die von LAAC Architekten geplant wurde. Mit der Gondel erreicht man die Bergstation Schaufeljoch. Von dort aus gehts über Treppen zum Grat des Großen Isidor. Die Aussicht vom Top of Tyrol ist allerdings vornehmlich im Sommer zu genießen. Im Winter ist der Großteil der Plattform vom Schnee begraben.
Rot, wie der Fels
Stahllamellen schmiegen sich an den Felsen und in der Verlängerung ragen Stahlschwerter neun Meter über den Abhang hinaus. Sie sind die Grundlage für die Gitterroste der Plattform. Aufgrund der Witterung und der Beschaffenheit des Felsens mussten die Stahlträger rund 15 Meter tief im Felsen verankert werden. Ein geschwungenes Geländer aus Lärchenholz folgt der Form von Top of Tyrol.
Die Schwerter für die Plattform wurden aus Cortenstahl gefertigt. Es ist ein wetterfester Baustahl, der mit Sulfaten und Phosphaten behandelt wurde. Das Material nimmt eine rostrote Färbung an, dadurch passt sich die Plattform der Felslandschaft an. Auch diese ist durch den hohen Eisenanteil im Gestein stark rot gefärbt.
Montage aus der Luft
Wegen der Lage und des Untergrunds musste Top of Tyrol mit dem Helikopter montiert werden. Auch die Einrichtung der Baustelle und die Betonarbeiten erfolgten komplett aus der Luft. Die Bauteile wurden im Tal zugeschnitten und auf ihre Passgenauigkeit und einfache Montage vorbereitet. Ebenfalls zur Planung gehörte die Anpassung der Stahlteile an die Lastgrenze des Helikopters.
Mehr Informationen zu LAAC Architekten finden Sie hier: http://www.laac.eu/
LAAC Architekten
Fertigstellung: September 2009







