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Ein Haus reist um die Welt

LOT-EK - PUMA City -

  • Gegeneinander verschobene Container bilden die Location © PUMAGegeneinander verschobene Container bilden die Location © PUMAGegeneinander verschobene Container bilden die Location © PUMAGegeneinander verschobene Container bilden die Location © PUMA
  • Viele Containerwände wurden durch Glasfronten ersetzt © PUMAViele Containerwände wurden durch Glasfronten ersetzt © PUMAViele Containerwände wurden durch Glasfronten ersetzt © PUMAViele Containerwände wurden durch Glasfronten ersetzt © PUMA
  • Bei Dunkelheit ergibt die Beleuchtung mit dem Rot der Container ein interessantes Bild © Rick TomlinBei Dunkelheit ergibt die Beleuchtung mit dem Rot der Container ein interessantes Bild © Rick TomlinBei Dunkelheit ergibt die Beleuchtung mit dem Rot der Container ein interessantes Bild © Rick TomlinBei Dunkelheit ergibt die Beleuchtung mit dem Rot der Container ein interessantes Bild © Rick Tomlin
  • PUMA City diente als Eventlocation während des Volvo Ocean Race © Sally Collison / PUMA Ocean RacingPUMA City diente als Eventlocation während des Volvo Ocean Race © Sally Collison / PUMA Ocean RacingPUMA City diente als Eventlocation während des Volvo Ocean Race © Sally Collison / PUMA Ocean RacingPUMA City diente als Eventlocation während des Volvo Ocean Race © Sally Collison / PUMA Ocean Racing
  • PUMA City - ein Zuschauermagnet © Dave Kneale/Volvo Ocean RacePUMA City - ein Zuschauermagnet © Dave Kneale/Volvo Ocean RacePUMA City - ein Zuschauermagnet © Dave Kneale/Volvo Ocean RacePUMA City - ein Zuschauermagnet © Dave Kneale/Volvo Ocean Race
LOT-EK verwirklichten für Puma eine clevere Marketing-Idee und schufen mit Puma City ein Highlight der Container-Architektur.

Puma und das Volvo Ocean Race

Das Volvo Ocean Race ist eine der härtesten Herausforderungen im Segelsport. Neun Monate lang segeln die Teilnehmer einmal um die ganze Welt und stellen sich schwierigsten Wind- und Wetterverhältnissen. 2009 begleitete PUMA die Regatta. Mit dabei war das PUMA Ocean Racing Team mit der PUMA City, einem mobilen Verkaufs- und Eventgebäude, das aus 24 ausrangierten Schiffscontainern zusammengesetzt wurde. Nicht nur die Segler mussten ihr Bestes geben, auch die Architekten von LOT-EK, die mit der Planung von PUMA City beauftragt worden waren, standen vor großen Herausforderungen. Zwar ist LOT-EK erfahren in der Umwandlung von Schiffscontainern in Architektur, aber mit einem Projekt dieser Größe, das auch noch mobil sein musste, stießen auch sie in „fremde Gewässer“ vor.

Zwei Dutzend rote Container

Die Architekten stellten sich dieser Herausforderung und entwarfen ein Gebäude aus 24 Schiffscontainern, das auf knapp 1022 Quadratmetern Platz für Verkaufsflächen und Event Locations bietet. Die zwölf, jeweils 12 Meter langen Container wurden zu einem dreigeschossigen Gebäude aufeinandergestapelt. Die Container wurden jedoch gegeneinander verschoben, sodass Terrassen, Durchgänge und Überhänge entstanden und der massive Komplex etwas Durchlässigkeit erhielt. Natürlich hat man die Container nicht einfach im Originalzustand belassen. Fenster wurden eingelassen und ganze Wände herausgenommen. Trotz des industriellen Aussehens und der starren Form der Container entstanden so im Innenraum helle und großzügige Flächen. Jede der 11 Tonnen schweren Containereinheiten kann separat durch eigens dafür entworfene Verkleidungen wieder verschlossen und versiegelt werden, sodass sie, nachdem sie ihren Zweck erfüllt haben, wieder wie normale Frachtcontainer um die ganze Welt verschifft werden können.

Massiv und doch zerstückelt

Durch die schiere Größe der einzelnen Container erhielt PUMA City ein fast monumentales und massives Erscheinungsbild. Das typische Puma-Rot bedeckt die Container und das Firmenlogo wurde in Weiß auf beiden Längsseiten des Gebäudes aufgedruckt, allerdings mit Verschiebungen. Stünden die Container alle bündig übereinander, würde auch der Schriftzug und das „Wappentier“ der Firma ein geschlossenes Bild ergeben. Dadurch, dass die Container aber gegeneinander verschoben sind, wird auch das Logo zerstückelt. Dieser Effekt unterstreicht den Zweck des Gebäudes, und die Mobilität von Puma City auf den Weltmeeren wurde hier zum bewussten und konstituierenden Gestaltungsmerkmal.

Durch vertikale Durchbrüche entstanden im Innenraum von PUMA City unterschiedliche Raumgrößen und Raumhöhen. Besucher können teilweise bis in den dritten Stock blicken, große Glasfronten und Oberlichter lassen viel Tageslicht ins Innere. Die Containerstruktur schaffte eine außergewöhnliche Atmosphäre, die PUMA mit geschickter Belichtung und Präsentation der Waren für sich zu nutzen wusste.

Mobile Architektur als Marketinginstrument

PUMA City ist nicht nur eine unkonventionelle Architektur, sie war auch ein erfolgreiches Marketinginstrument. Puma hat das Thema der Regatta durch die Schiffscontainer aufgegriffen und die Zwischenstopps des Rennens geschickt genutzt, um Marketingkonzepte umzusetzen und die Marke PUMA für den Segelsport zu etablieren. Und der Plan ging auf: Bei der Station von PUMA City in Boston wurden dort an einem einzigen Tag mehr Produkte verkauft als je zuvor in einem PUMA Store weltweit.

Der ökologische Aspekt von Containerarchitektur im Sinne des „upcyclings“ stand für PUMA wohl nicht im Vordergrund. Immerhin entwickelte die Firma mit LOT-EK aber ein Nutzungskonzept für mobile Architektur, das vor dem Hintergrund steigender internationaler Vernetzung und immer größerer Mobilität von Unternehmen vielleicht ein zukunftsweisendes Modell sein könnte.

Derzeit wird PUMA City laut PUMA an einem geheimen Platz gelagert und wartet auf „seinen nächsten spannenden Einsatz“. 

constructor: 

PUMA

architect: 

LOT-EK

status: 

2009 fertiggestellt

size: 

1022 m²

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