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Im Kreis wohnen

Lundgaard & Tranberg - Tietgenkollegiet - Kopenhagen

  • Das Tietgenkollegiet hat die Form eines Kreises © http://tietgenkollegiet.dk/presseDas Tietgenkollegiet hat die Form eines Kreises © http://tietgenkollegiet.dk/presseDas Tietgenkollegiet hat die Form eines Kreises © http://tietgenkollegiet.dk/presseDas Tietgenkollegiet hat die Form eines Kreises © http://tietgenkollegiet.dk/presse
  • Die Wohneinheiten befinden sich in den Kuben © http://tietgenkollegiet.dk/presseDie Wohneinheiten befinden sich in den Kuben © http://tietgenkollegiet.dk/presseDie Wohneinheiten befinden sich in den Kuben © http://tietgenkollegiet.dk/presseDie Wohneinheiten befinden sich in den Kuben © http://tietgenkollegiet.dk/presse
  • Die versetzt angeordneten Kuben schaffen Dynamik © http://tietgenkollegiet.dk/presseDie versetzt angeordneten Kuben schaffen Dynamik © http://tietgenkollegiet.dk/presseDie versetzt angeordneten Kuben schaffen Dynamik © http://tietgenkollegiet.dk/presseDie versetzt angeordneten Kuben schaffen Dynamik © http://tietgenkollegiet.dk/presse
  • Die versetzt angeordneten Kuben schaffen Dynamik © http://tietgenkollegiet.dk/presseDie versetzt angeordneten Kuben schaffen Dynamik © http://tietgenkollegiet.dk/presseDie versetzt angeordneten Kuben schaffen Dynamik © http://tietgenkollegiet.dk/presseDie versetzt angeordneten Kuben schaffen Dynamik © http://tietgenkollegiet.dk/presse
  • Die Architekten setzen auf Individualität © http://tietgenkollegiet.dk/presseDie Architekten setzen auf Individualität © http://tietgenkollegiet.dk/presseDie Architekten setzen auf Individualität © http://tietgenkollegiet.dk/presseDie Architekten setzen auf Individualität © http://tietgenkollegiet.dk/presse
  • Im Erdgeschoss befindet sich ein Computerraum © http://tietgenkollegiet.dk/presseIm Erdgeschoss befindet sich ein Computerraum © http://tietgenkollegiet.dk/presseIm Erdgeschoss befindet sich ein Computerraum © http://tietgenkollegiet.dk/presseIm Erdgeschoss befindet sich ein Computerraum © http://tietgenkollegiet.dk/presse
Das Tietgenkollegiet in Kopenhagen ist ein „Studentenwohnheim der Zukunft“, das ein Raumkonzept aufgreift, das bis in die Antike zurückreicht.

Kopenhagener Studenten wohnen im Kreis. Die Idee dazu stammt vom Architekten Peter Thorsen, Partner im Architekturbüro Lundgaard & Tranberg. Das Studentenwohnheim Tietgenkollegiet befindet sich im nördlichen Teil des Kopenhagener Stadtteils Ørestad. Quaderförmige Universitätsbauten prägen hier das ansonsten eher starre Flächenkonzept des Viertels. Dazwischen entstand ein Raumkonzept, das die Kommunikation und das Miteinander der Bewohner fördern soll, so der Wunsch des Bauherrn. Der Einfall, ein rundes Haus zu bauen, entstand aus der Situation heraus. Der Schlüssel zum Erfolg war ein Kuchen, der eigentlich nur die Pause der Arbeitsgruppe versüßen sollte. Doch die gestapelten Kuchenteller brachten die Architekten auf eine Idee. „Plötzlich nahm einer den Stapel und stellte ihn auf den Plan“, erzählt Thorsen.

Neu ist die Idee eines runden Gebäudes allerdings nicht, denn schon die Römer erbauten ihre Amphitheater in Form eines (Halb-)Kreises. Und das nicht ohne Grund: Der Kreis ist das Symbol für Gemeinschaft und Zusammengehörigkeit.

Wohnraum Kubus

Das Gebäude umfasst sieben Stockwerke, in denen insgesamt 360 Zimmer untergebracht sind. Diese variieren in ihrer Größe zwischen 25 und 33 Quadratmetern. Die Architekten konzipierten die Zimmer nicht etwa Tür an Tür entlang des Ganges, wie es für Mehrparteienhäuser üblich ist. Im Tietgenkollegiet verteilen sich die Wohneinheiten stattdessen auf einzelne Kuben, die übereinander gestapelt das Grundkonstrukt des Wohngebäudes bestimmen. Sie formen sich zu einem Kreis, der einen Innenhof umschließt. Die versetzt angeordneten und unterschiedlich großen Kuben prägen das dynamische Raumkonzept. Abwechslung bringt auch die Fassade: Vor den Zimmerfenstern befinden sich Lamellenschiebetüren aus Eiche. Die Lamellen werden durch eine Verkleidung aus Tombak, einer kupferhaltigen Messinglegierung, kontrastiert.

Kein Raum für Einzelgänger

Studenten, die im Tietgenkollegiet wohnen, sind nicht einsam. „Wir haben das Haus nicht für Leute geplant, die sich lediglich in ihrem Zimmer vergraben“, sagt Architekt Thorsen. Die Zimmer, die sich im äußeren Teil des Gebäudes befinden, verfügen über keine integrierte Küche. Diese wurde bewusst in den großzügigen Gemeinschaftsräumen platziert, die sich die Bewohner der zwölf angrenzenden Zimmer teilen. Im Gemeinschaftsraum herrscht ein familiäres Klima: Neben der Kochinsel laden eine Sofaecke und eine Sitzecke zum gemeinsamen Essen und zu gemeinsamen Aktivitäten ein. Die Fensterfront des Wohnraumes zeigt zum begrünten Innenhof.

Ein zusätzlicher Gemeinschaftsfaktor sind die Dachterrassen. Außerdem konzipierten die Architekten im Erdgeschoss weitere Gemeinschaftsräume, darunter ein Computerraum, ein Fitness-Raum, ein Musikzimmer wie auch Werkstätten und ein Festsaal mit Bar.

Die Architekten setzten in ihrer Planung auf das Gemeinschaftsgefühl aber auch auf Individualität, die sich jeder Bewohner im Wohnheimalltag bewahren soll. Hierfür stehen etwa die Briefkästen, die in den Farben weiß, grau, rosa, rot und gelb gehalten sind und den Charakter des Mehrparteienhauses außer Kraft setzen sollen. Variationen finden sich auch in der Gestaltung der Zimmer, in denen die Architekten mit Farben oder Holzverkleidungen an den eher minimalistisch gehaltenen Betonwänden unterschiedliche Akzente setzen.

architect: 

Lundgaard & Tranberg

status: 

Fertigstellung: 2007

size: 

Area: 28.800 qm

Gast
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