Passwort vergessen

Futuristische Sprechblasen

MVRDV - Comic and Animation Museum - Hangzhou

  • Ansicht des futuristischen Neubau-Ensembles von der Seeseite aus. © MVRDVAnsicht des futuristischen Neubau-Ensembles von der Seeseite aus. © MVRDVAnsicht des futuristischen Neubau-Ensembles von der Seeseite aus. © MVRDVAnsicht des futuristischen Neubau-Ensembles von der Seeseite aus. © MVRDV
  • Die Comic-Bibliothek bietet ein umfassendes Archiv zu den Themen Comic und Animation. © MVRDVDie Comic-Bibliothek bietet ein umfassendes Archiv zu den Themen Comic und Animation. © MVRDVDie Comic-Bibliothek bietet ein umfassendes Archiv zu den Themen Comic und Animation. © MVRDVDie Comic-Bibliothek bietet ein umfassendes Archiv zu den Themen Comic und Animation. © MVRDV
  • Vogelperspektive - das neue Museum und das direkt angrenzende Expo-Center. © MVRDVVogelperspektive - das neue Museum und das direkt angrenzende Expo-Center. © MVRDVVogelperspektive - das neue Museum und das direkt angrenzende Expo-Center. © MVRDVVogelperspektive - das neue Museum und das direkt angrenzende Expo-Center. © MVRDV
  • Der Neubau des CCAM setzt sich zusammen aus acht übergroßen „Sprechblasen“. © MVRDVDer Neubau des CCAM setzt sich zusammen aus acht übergroßen „Sprechblasen“. © MVRDVDer Neubau des CCAM setzt sich zusammen aus acht übergroßen „Sprechblasen“. © MVRDVDer Neubau des CCAM setzt sich zusammen aus acht übergroßen „Sprechblasen“. © MVRDV
  • Einblick in die spiralförmig erschlossene Sammlung des neuen Museums. © MVRDVEinblick in die spiralförmig erschlossene Sammlung des neuen Museums. © MVRDVEinblick in die spiralförmig erschlossene Sammlung des neuen Museums. © MVRDVEinblick in die spiralförmig erschlossene Sammlung des neuen Museums. © MVRDV
Die Rotterdamer Architekten MVRDV haben soeben den Wettbewerb für das Comic and Animation Museum CCAM in der ostchinesischen Metropole Hangzhou gewonnen.

Bei ihrem Entwurf haben sich die Planer durch die moderne Comic-Ästhetik inspirieren lassen und sinnfällig ein Ensemble aus acht überdimensionalen Sprechblasen entwickelt, die auf den ersten Blick betrachtet wie das riesige Gelege eines Dinosauriers erscheinen. Irgendwelche Urzeit-Echsen werden hier allerdings nicht ausgebrütet. Stattdessen ergänzen sich die acht Baukörper zu einem futuristischen Museumskomplex mit einer Nutzfläche von 32.000 Quadratmetern. Ein gelungenes Detail ist dabei die reliefartig gestaltete, gemeinsam mit dem Amsterdamer Graphikdesign-Büro JongeMeesters entwickelte Betonfassade mit ihren kreisrunden Fenstern, die mit ihrer monochrom weißen Oberfläche ganz ausdrücklich an chinesische Vasen erinnern soll. Um die Assoziation an übergroße 3-D-Sprechblasen noch zu forcieren, sollen außerdem auch Texte auf die Fassade projiziert werden können.

Fließendes Raumgefüge

Ähnlich spektakulär wie die Außenhülle präsentiert sich auch das Innere der fließend ineinander übergehenden und dabei jeweils spiralförmig und über große Rolltreppen erschlossenen Box-in-Box-Konstruktion. Neben Flächen für die eigenen Exponate sowie für Wechselausstellungen haben MVRDV dabei auch drei Kino- und Theatersäle mit insgesamt 1111 Plätzen, eine umfassende Comic-Bibliothek, Räume für die Museumspädagogik sowie eine große Lobby vorgesehen. Besondere räumliche Perspektiven und Durchblicke werden dabei in den Übergangsbereichen zwischen den einzelnen Bubbles entstehen. Zusätzlich zum Raumprogramm im Inneren des Museums sind dann auch eine öffentliche Plaza, ein Expo-Center für Messen und Festivals sowie mehrere künstliche Inseln im direkt angrenzenden See geplant.

Neben der aerodynamisch optimierten Form sollen auch die Nutzung von Erdwärme, natürlicher Belüftung und Adiabater Kühlung für eine gute Energie-Effizienz des CCAM sorgen. Mit dem Bau des 90 Millionen Euro teuren Neubaus soll bereits im kommenden Jahr begonnen werden.

Avantgardistische Raumkugeln

Ihren Hang zu extravaganten Formen haben MVRDV schön häufiger bewiesen. Ähnlich radikal wie seinerzeit beim Niederländischen Expo-Pavillon in Hannover mit seinen übereinander geschichteten Landschaften testen die Architekten mit dem CCAM jetzt erneut die Grenzen des ästhetisch und bautechnisch Möglichen aus. Die Anleihen ihrer biomorphen Sprechblasen bei den Ufo-artigen „Love-Bubbles“ der 1960-Jahre sind dabei allerdings so offensichtlich, dass der Entwurf mit westlichen Augen betrachtet gleichzeitig auch mit jeder Menge Retro-Charme daherkommt. In China, wo sich „Love and Peace“ bislang nur wenig herumgesprochen haben, wird das neue Comic and Animation Museum dennoch wie von einem anderen Stern erscheinen. Und vielleicht ja auch einige nützliche Denkanstöße von dort mitbringen. Im Comic ist schließlich alles möglich.

constructor: 

Hangzhou Urban Planning Bureau, China

architect: 

MVRDV, Rotterdam

status: 

Baubeginn: 2012

size: 

BGF: 32.000 m²

Anonnymous
Mit dem Absenden dieses Formulars, akzeptieren Sie die Datenschutzrichtlinie von Mollom.
Alle 4 Kommentare anzeigen

Natsuko Hara

in jedem fall ein neues raumgefühl....

vor 12 Monaten 4 Tagen 12 Stunden

felix.straehle

Jedenfalls haben sie das Thema gut getroffen.

vor 12 Monaten 2 Tagen 6 Stunden

login to post comments