nps tchoban voss - Haus Benois - St. Petersburg


Ein gläsernes Element fungiert als eine Art Gelenk und bildet den Eingang.

Die Fassade ist ganz dem Schaffen des russischen Künstlers Alexandre Benois gewidmet.

Die Gebäuderückseite zieht sich mit dem Pixelmuster aus verschiedenen Grautönen farblich zurück.

Die geschosshohen figürlich bedruckten Gläser sind im Wechsel mit transparent und opak ausgeführt.

Grundlage der digitalen Druckvorlagen auf den Gläsern sind Benois’ Skizzen für Theaterkostüme.
Alexander Nikolajewitsch Benois, russischer Maler, Schriftsteller, Kunsthistoriker und Kunstkritiker, arbeitete viel für das moderne Ballett. Auch war er für die Gestaltung vieler Theaterkostüme und Theaterdekorationen seiner Zeit verantwortlich. Benois gelang es, die russische Kunst und Kultur weltweit bekannt zu machen.
Von 1877 bis 1882 wohnte der russische Künstler am rechten Newa-Ufer, gegenüber der Smolnij-Kathedrale. Später befand sich an dieser Stelle das Industriegebäude „Rossija“, das nach und nach verfiel. Mit dem Entwurf von nps tschoban voss wurde der vormals vierstöckige Bau um weitere vier Stockwerke in Skelettbauweise aus Stahl erweitert. So entstand hier das multifunktionale Geschäftszentrum GEMA.
Lebendiges Fassadenbild
Die Außenfassade des Haus Benois ist ganz dem Künstler Benois und seinem Schaffen gewidmet. Die Frontfassade, die sich zur Straße hin zeigt, erregt wegen ihrer Farbigkeit und ihrer Motive großes Aufsehen, denn verschiedene Kostümentwürfe von Alexander Nikolajewitsch Benois inszenieren hier einen wahres Theater. Die digitalen Druckvorlagen der Figurinen wurden mit einem speziellen Verfahren der Firma Okalux auf die Ganzglasfassade aufgebracht. Eine Pfosten-Riegel-Konstruktion zieht sich als Unterkonstruktion über das gesamte Gebäude. Die darauf angebrachten, geschosshohen Glasscheiben sind abwechselnd opak und transparent ausgeführt. Die Drucke wurden ausschließlich auf den opaken Elementen angebracht, sodass der Blick aus dem Gebäude heraus erhalten blieb.
Im Gegensatz zur farbenfrohen Hauptfassade hält sich die Gebäuderückseite Richtung Hof in seiner Farbigkeit zurück. Mit seinem Pixelmuster aus verschiedenen Grautönen versteht das Gebäude, hier in seiner zurückhaltenden und abstrakten Optik zu bestechen.
Der durch den Straßenverlauf bedingte Knick in der Fassade bildet eine Art Gelenk. Ein punktgehaltenes Glasfassadenelement, das sich über die gesamten acht Stockwerke erstreckt, markiert den Eingang. Der Besucher wird im Inneren von einem gebäudehohen Luftraum imposant empfangen.
Verbindung von Tradition und Moderne
Der Entwurf von nps tschoban voss schafft es auf einzigartige Art und Weise, moderne Stilistik mit den baulichen Regeln des historischen St. Petersburgs zu vereinen. Diese wunderbare Verbindung von Alt und Neu wird dem Betrachter vermutlich lange im Gedächtnis bleiben.
Bauherr: TEOREMA
nps tchoban voss
Fertiggestellt:2008
BGF:29000 m²




