OMA - De Rotterdam - Rotterdam


Imposante Kulisse für die Rotterdamer Erasmusbrücke. © OMA

Die zahlreichen Auskragungen sorgen für eine Belebung der Gebäudemassen. © OMA

Im Sockelbereich sollen Geschäfte eine Belebung der Maasufer-Promenade ermöglichen. © OMA

Der Neubau als Teil der imposanten Hochhaus-Skyline von Rotterdam. © OMA

Das Foyer schafft einen repräsentativen Zugang und verbindet sämtliche Funktionen. © OMA
Geschichtsträchtiger Ort
Einst brachte der Passagierdampfer „Steam Ship Rotterdam“ Tausende von europäischen Emigranten vom Rotterdamer Wilhelminapier aus nach Amerika. An gleicher Stelle soll jetzt der nach dem Schiff benannte Hochhaus-Cluster „De Rotterdam“ die imposante Skyline der Stadt komplettieren und für eine weitere Belebung des seit den 1990er-Jahren umgewandelten ehemaligen Hafenquartiers Kop van Zuid sorgen. Die ersten Planungen für das 150 Meter hohe Neubauprojekt in seiner Heimatstadt hatte Rem Koolhaas bereits 1997 vorgelegt. Ddie Umsetzung war jedoch jahrelang an der Finanzierung gescheitert. Erst 2009 konnte schließlich grünes Licht gegeben werden. Seitdem wird auf dem Wilhelminapier rund um die Uhr gearbeitet, um den rund 350 Millionen Euro teuren Bau wie geplant bis 2013 fertigstellen zu können.
Manhattan an der Maas
„De Rotterdam“ setzt sich zusammen aus drei komplex gestalteten Hochhaustürmen, die dicht nebeneinander stehend über einem fünfgeschossigen Sockel aufsteigen. Gemeinsam sollen sie nach Koolhaas' Vorstellung eine 41 Geschosse hohe „vertikale Stadt“ mit einer Bruttogrundfläche von rund 160.000 Quadratmetern bilden. Neben 70.000 Quadratmetern Büroflächen sowie Appartements mit einer Gesamtfläche von 35.000 Quadratmetern sind dabei auch ein Hotel, Konferenzräume, ein Fitnessstudio, Geschäfte, Restaurants und Cafés im halböffentlichen Sockel des Gebäudekomplexes vorgesehen.
Asymmetrische Komposition
Ein markantes Detail des direkt zwischen dem Cruise Terminal von Brinkman, Van den Broek & Bakema und dem KPN-Turm von Renzo Piano aufsteigenden Komplexes ist die asymmetrische Gebäudesilhouette. Denn wie die vorliegenden Visualisierungen zeigen, sollen die oberen Hälften der drei Hochhausscheiben unregelmäßig in Richtung der Maas vorgeschoben werden. Die zusätzlichen Auskragungen in Richtung Westen werden gleichzeitig dafür sorgen, die engen Schluchten zwischen den übereinander gestapelten Türmen teilweise zu überdecken. Die subtilen Verschiebungen der einzelnen Volumen schaffen nicht nur eine dynamische Belebung der Gebäudemassen, sondern ermöglichen gleichzeitig überraschende Durchblicke und die Integration zusätzlicher Dachterrassen.
Wie sich das Ensemble in der Realität ausnimmt, soll dann ab 2013 zu besichtigen sein. Schon jetzt lässt sich dabei vorhersagen, dass sich Koolhaas' neues Stück Rotterdam bis dahin zusammen mit der angrenzenden Erasmusbrücke von Ben van Berkel als gemeinsames neues Wahrzeichen der Stadt etabliert haben wird.
Weitere Links:
Fotoreihe von Ruud Sies zum Projekt "De Rotterdam"
De Rotterdam CV, Den Haag
OMA Rem Koolhaas, Rotterdam
Fertigstellung: voraussichtlich 2013
BGF: 160.000 m²




