Oscar Niemeyer - Museu de Arte Contemporânea de Niterói - Rio de Janeiro


Museu de Arte Contemporânea de Niterói , Rio de Janeiro, Brasilien @ gmp Architekten

Der Ausstellungsraum erlaubt Ausblicke in die landschaftliche Umgebung @ gmp Architekten

Museu de Arte Contemporânea de Niterói , Rio de Janeiro, Brasilien @ gmp Architekten

Eingestellte Wandscheiben teilen den Austellungsraum räumlich @ gmp Architekten
Im Museu de Arte Contemporânea de Niterói (MAC) in Rio de Janeiro findet vom 7. Juli bis zum 5. August die Ausstellung „Designing in Dialogue – Architectural Answers“ statt. Die Ausstellung verschafft den Besuchern einen Überblick über das Œuvre des 1965 in Hamburg gegründeten Architekturbüros Gerkan, Marg und Partner (gmp).
Seit ihrer Gründung hat das Architekturbüro in fast allen großen Städten Deutschlands, in vielen Städten Europas sowie auf vier Kontinenten gebaut. Die Ausstellung veranschaulicht konzeptionelle Gedanken zu Entwürfen in Form von Skizzen und Zeichnungen sowie deren dreidimensionale Ausformulierung in Form von Modellen. Außerdem werden Fotos der fertigen Gebäude von renommierten Architekturfotografen gezeigt. Die Ausstellung wird von einem Vortragsprogramm begleitet. Eine Bibliothek beherbergt alle Buchveröffentlichungen des Büros seit seiner Gründung.
Die ausgestellten Projekte werden durch vier Begriffspaare sortiert, die grundsätzliche Aspekte der Arbeit von gmp abdecken: Vielfalt und Einheit, Mobilität und Urbanität, Gesellschaft und Verantwortung, Innovation und Identität.
Kreisförmiger Umgang
Der Ausstellungsraum des Museu de Arte Contemporânea de Niterói wurde von Oscar Niemeyer in Zusammenarbeit mit Bruno Contarini entworfen. Für die Ausstellung wird der kreisförmige Ausstellungsraum durch eingestellte Wandscheiben räumlich geteilt. Dadurch entsteht ein kreisförmiger Umgang, der von der zentralen Ausstellungsfläche abgetrennt ist. Beim Betreten des Umgangs hat der Besucher ständig wechselnde Perspektiven auf die Exponate und die landschaftliche Umgebung, die das Museum umgibt. Die Ausstellung greift diese Besonderheit auf und macht sie zum zentralen gestalterischen Thema: die vertikalen Ausstellungsflächen werden mit Riefelbildern bespielt, sodass perspektivische Doppelmotive entstehen. Abhängig vom Betrachtungswinkel des Besuchers und seiner Position im Raum entstehen voneinander unabhängige Rechts- und Linksansichten des Bildes. Der Besucher sieht zwei Bilder in einem - die Ausstellungsfläche wird somit verdoppelt.
Oscar Niemeyer
fertig gestellt: 1996







