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Ein Horizont aus Glas

OTH - Bürogebäude Kraanspoor - Amsterdam

  • Der Neubau erstreckt sich über eine Länge von 270 m. entlang des IJ-Beckens. © Christiaan de BruijneDer Neubau erstreckt sich über eine Länge von 270 m. entlang des IJ-Beckens. © Christiaan de BruijneDer Neubau erstreckt sich über eine Länge von 270 m. entlang des IJ-Beckens. © Christiaan de BruijneDer Neubau erstreckt sich über eine Länge von 270 m. entlang des IJ-Beckens. © Christiaan de Bruijne
  • Transparente Glasfassade-fließender Übergang zwischen Innen und Außen. © Christiaan de BruijneTransparente Glasfassade-fließender Übergang zwischen Innen und Außen. © Christiaan de BruijneTransparente Glasfassade-fließender Übergang zwischen Innen und Außen. © Christiaan de BruijneTransparente Glasfassade-fließender Übergang zwischen Innen und Außen. © Christiaan de Bruijne
  • Bürogebäude Kraanspoor, AmsterdamBürogebäude Kraanspoor, AmsterdamBürogebäude Kraanspoor, AmsterdamBürogebäude Kraanspoor, Amsterdam
  • Bürogebäude Kraanspoor, AmsterdamBürogebäude Kraanspoor, AmsterdamBürogebäude Kraanspoor, AmsterdamBürogebäude Kraanspoor, Amsterdam
  • Bürogebäude Kraanspoor, AmsterdamBürogebäude Kraanspoor, AmsterdamBürogebäude Kraanspoor, AmsterdamBürogebäude Kraanspoor, Amsterdam
  • Eine traumhafte Aussicht auf das Wasser des IJ und die gegenüber liegende Innenstad. ©Fedde de WeertEine traumhafte Aussicht auf das Wasser des IJ und die gegenüber liegende Innenstad. ©Fedde de WeertEine traumhafte Aussicht auf das Wasser des IJ und die gegenüber liegende Innenstad. ©Fedde de WeertEine traumhafte Aussicht auf das Wasser des IJ und die gegenüber liegende Innenstad. ©Fedde de Weert
In Amsterdam haben die Architekten OTH um Trude Hooykaas die Reste einer alten Kranspur als Sockel für ihren spektakulären Büroneubau „Kraanspoor“ genutzt.

Der in zehn Metern Höhe aufgeständerte, dabei scheinbar über der Betonkranspur schwebende Riegel aus Stahl und Glas erstreckt sich über eine Länge von 270 Metern entlang des Hafenkais. Von den Büroräumen aus bietet sich dabei eine faszinierende Panorama-Aussicht auf das Wasser des Flusses IJ und auf das  Gelände der ehemaligen NDSM-Werft, das sich in den vergangenen Jahren zum Hotspot der Amsterdamer Kunst- und Medienszene entwickelt hat.

Transluzente Membran

Eine besondere Herausforderung bei der Planung des Projekts war die eingeschränkte Statik der alten Kranspur. Entsprechend haben OTH die Aufstockung auf drei Geschosse beschränkt und in Leichtbauweise mit einer durchgehenden doppelten Glasfassade ausgebildet. Die transluzente Membran betont den Kontrast zwischen Alt und Neu und schafft in sämtlichen Bereichen lichtdurchflutete Räume mit fließendem Übergang zwischen Innen und Außen. Für eine maximale Flexibilität der Büroflächen haben die Planer in den meisten Bereichen eine zweibündige Aufteilung mit einem zentralen Erschließungsflur realisiert, die sich jederzeit an wechselnde Anforderungen anpassen lässt. Zur Erschließung wurden die vier vorhandenen Betonstützen zu repräsentativen Zugängen mit Fahrstühlen und umlaufenden Treppen umgebaut.

Intelligentes Energiekonzept

Als ebenso durchdacht präsentiert sich auch das Energiekonzept der Kraanspoor: Für eine optimierte Klimatisierung und einen optimalen Wärmeschutz haben die Architekten OTH die gläserne Außenhaut als doppelte Fassade mit einem begehbaren Zwischenraum ausgebildet. Auf der inneren Schicht wurden dabei individuell öffenbare Fenster integriert. Die äußere Membran setzt sich dagegen zusammen aus insgesamt 3000 mechanisch verfahrbaren und wetterabhängig gesteuerten Glaslamellen, die eine gezielte Lichtlenkung in den Innenräumen und einen ausreichenden Blendschutz ermöglichen. Im Sommer schützt die doppelte Fassade die Innenräume vor Überhitzung, im Winter wirkt sie als natürlicher Wärmepuffer.

Unterstützt wird das Energiekonzept durch die Nutzung der Geschossdecken zur Betonkernaktivierung. Außerdem wurde eine Wärmepumpe integriert, die das Wasser des Flusses IJ zur Beheizung und Kühlung nutzt. So bleibt die Kraanspoor auch in ihrer neuen Funktion als Bürogebäude noch immer fest mit dem Wasser verbunden. Ein wunderbares Stück Architektur, das trotz aller Modernität fließend mit seiner Umgebung verschmilzt. Und das gleichzeitig viel von der industriellen Geschichte des Ortes zu erzählen weiß.

constructor: 

ING Real Estate Development Netherlands, Den Haag

architect: 

OTH Ontwerpgroep Trude Hooykaas, Amsterdam

status: 

Ausführung: 2006 bis 11/2007

size: 

BGF: 12.500 Quadratmeter

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Alle 3 Kommentare anzeigen

Danuta Zimak

Lieber sonne untergang Für mich ist das "monstrum" ohne a und z

vor 11 Monaten 4 Wochen 1 Tag

Robert Uhde

...so unterschiedlich kann die wahrnehmung von architektur sein: ich finde die kraanspoor großartig!

vor 11 Monaten 4 Wochen 1 Tag

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