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Architektonische Frischzellenkur

Peter Kulka Architektur - Sanierung des Deutschen Hygiene-Museum - Dresden

  • Frontansicht des Hygiene-Museums mit dem monumentalen Eingangsbereich. © David-Brandt.de Frontansicht des Hygiene-Museums mit dem monumentalen Eingangsbereich. © David-Brandt.de Frontansicht des Hygiene-Museums mit dem monumentalen Eingangsbereich. © David-Brandt.de Frontansicht des Hygiene-Museums mit dem monumentalen Eingangsbereich. © David-Brandt.de
  • Die geschosshohe Glasfront öffnet das Foyer wieder zum Innenhof. © Prof. Jörg Schöner Die geschosshohe Glasfront öffnet das Foyer wieder zum Innenhof. © Prof. Jörg Schöner Die geschosshohe Glasfront öffnet das Foyer wieder zum Innenhof. © Prof. Jörg Schöner Die geschosshohe Glasfront öffnet das Foyer wieder zum Innenhof. © Prof. Jörg Schöner
  • Der leuchtend rot gestaltete Große Saal wurde im Oktober 2010 wiedereröffnet. © David-Brandt.deDer leuchtend rot gestaltete Große Saal wurde im Oktober 2010 wiedereröffnet. © David-Brandt.deDer leuchtend rot gestaltete Große Saal wurde im Oktober 2010 wiedereröffnet. © David-Brandt.deDer leuchtend rot gestaltete Große Saal wurde im Oktober 2010 wiedereröffnet. © David-Brandt.de
  • Der Kleine Saal bietet Raum für 100 Besucher. © Prof. Jörg SchönerDer Kleine Saal bietet Raum für 100 Besucher. © Prof. Jörg SchönerDer Kleine Saal bietet Raum für 100 Besucher. © Prof. Jörg SchönerDer Kleine Saal bietet Raum für 100 Besucher. © Prof. Jörg Schöner
  • Blick in Richtung Nordwesten auf die Frauenkirche. © Prof. Jörg SchönerBlick in Richtung Nordwesten auf die Frauenkirche. © Prof. Jörg SchönerBlick in Richtung Nordwesten auf die Frauenkirche. © Prof. Jörg SchönerBlick in Richtung Nordwesten auf die Frauenkirche. © Prof. Jörg Schöner
Nach seiner acht Jahre dauernden Sanierung durch Peter Kulka erstrahlt das Deutsche Hygiene-Museum in Dresden inzwischen in neuem Glanz.

Mit rund 280.000 Besuchern im Jahr gehört das 1912 als „Volksbildungsstätte für Gesundheitspflege“ gegründete Deutsche Hygiene-Museum zu den meistbesuchten Ausstellungsorten in Dresden. Auf einer Fläche von 3.000 Quadratmetern erfahren die Besucher hier alles rund um das Thema Gesundheit – von der Anatomie über Aspekte wie Bewegung, Ernährung oder Schönheit bis hin zum Einfluss des Klimas auf den Menschen.
 

Wechselvolle Geschichte

Seit 1930 ist das Deutsche Hygiene-Museum in einem repräsentativen Bau im Großen Garten am südöstlichen Rand der Innenstadt untergebracht. Der streng symmetrische Entwurf des Architekten Wilhelm Kreis zeigt neben modern-funktionalistischen Anklängen auch einen deutlichen Hang zum Monumentalen und spiegelt so exemplarisch die Ambivalenzen der Weimarer Republik wider. Nach starken Kriegszerstörungen war das Gebäude in den 1950er-Jahren mit veränderter Raumkonzeption wieder aufgebaut worden. Ansonsten wurde jedoch während der DDR-Zeit nur wenig für den Erhalt des denkmalgeschützten Gebäudes getan, so dass nach der Wende eine Generalsanierung dringend notwendig geworden war.
 

Umfangreiche Maßnahmen

Mit der Umsetzung der Maßnahme war nach einem ersten Eingriff durch Coop Himmelb(l)au 1999 das vor Ort ansässige Architekturbüro Peter Kulka Architektur betraut worden. Im Zuge der umfangreichen Sanierungsarbeiten haben die Planer das Gebäude entsprechend der ursprünglichen Konzeption von Wilhelm Kreis zurückgebaut und dabei sensibel an moderne Nutzungsgewohnheiten angepasst. Als wichtigste Maßnahmen erfolgten dabei die Sanierung der Fassaden in ihrem ursprünglichen strahlenden Weiß und die Öffnung der Empfangshalle durch eine geschosshohe Glasfront zum westlich angrenzenden und jetzt begehbaren Innenhof. Nach Norden und Süden wurde das großzügige Foyer außerdem mit zwei Durchbrüchen um ein Restaurant und einen Museums-Shop erweitert. Durch die verschiedenen Achsen hat sich die Empfangshalle damit zum funktionalen und räumlichen Mittelpunkt des Hauses entwickelt, an dem sich die unterschiedlichen Laufwege der Besucher kreuzen.
 

Zusätzlich wurden die rundum sanierten Ausstellungssäle mit neuen Milchglasdecken ausgestattet und ein hochwassersicheres Depotgebäude im Innenhof geschaffen. Im letzten Schritt richteten die Architekten außerdem den Großen und Kleinen Saal im Obergeschoss wieder her. Nach dem Umbau stehen die beiden Räume inzwischen als multifunktionale Veranstaltungsorte für 580 bzw. 100 Personen zur Verfügung. Nach rund acht Jahren konnten die umfangreiche Sanierungsmaßnahmen damit beendet werden. Entstanden ist ein spannungsvoller Dialog zwischen Klassischer Moderne und einer zeitgenössischen Architektursprache, der das Haus in altem Glanz erstrahlen lässt und gleichzeitig heutige Anforderungen an einen Museumsbau berücksichtigt. Absolut sehenswert!

 

 

constructor: 

Stiftung Deutsches Hygiene-Museum

architect: 

Peter Kulka Architektur

status: 

Fertigstellung 10/2010

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Alle 2 Kommentare anzeigen

Mohammad Ebrahim Yousefi

awesome ... nice simple form and colours ... i like architects who never try to show off by forms and esp designs , of course these architects are especial ...

vor 7 Monaten 5 Tagen 14 Stunden

Benedicte Touogam Touolak

Out of standing! ich finde dass gute....the colours, the forms...I also wanted to congrats these architects!!

vor 7 Monaten 5 Tagen 14 Stunden

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