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Green-Building im Frankfurter Hochhaushimmel

Prof. Christoph Mäckler Architekten - Tower 185 - Frankfurt

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Mit seinen 200 Metern Höhe reiht sich der von Prof. Christoph Mäckler Architekten entworfene Tower 185 in die Top 4 der Frankfurter Hochhäuser ein.

Mit seinen 200 Metern Höhe reiht sich der von Prof. Christoph Mäckler Architekten entworfene Tower 185 in die Top 4 der Frankfurter Hochhäuser ein. Als eines der ersten europäischen Hochhausneubauten wird er nach seiner Fertigstellung Ende 2011 ein LEED Gold Zertifikat der U.S. Green Building Councils erhalten. Die Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) hatte dem Tower 185 schon vor Baubeginn ein Vorzertifikat verliehen.

Mensch und Wirtschaft vereint

Als die Bahn 1995 sich vom Gelände des Frankfurter Hauptgüterbahnhofs trennte, entschied die Stadtverwaltung mit ihrer gerade gewählten Oberbürgermeisterin Petra Roth, auf der begehrten Fläche ein neues Stadtviertel zu schaffen. Wo einst Güterzüge rangierten und Fracht verladen wurde, wandelt sich seitdem eine der größten innerstädtischen Konversionsflächen Europas und das letzte große freie Gelände der Mainmetropole nach einem vom Planungsbüro Albert Speer & Partner entwickelten Rahmenplan. Das Europaviertel verbindet die ursprünglich von den Gleisen zerschnittenen Stadtteile Gallus und Kuhwaldsiedlung und soll als Anknüpfung an die City Impulse für eine Weiterentwicklung setzen.
Grundidee der nachhaltigen Stadtplanung mit Modellcharakter für die moderne europäische Stadt ist der klare Nutzungsmix mit dem Ziel, Menschen und Wirtschaft zusammen zu bringen. So wird im Europaviertel ein Viertel der Fläche für Wohnen, ein Viertel für Büros und Geschäfte, ein weiteres für Grün und eines für die benachbarte Messe verwendet. Umgesetzt wird das Vorhaben von den Projektentwicklungsgesellschaften Aurelis und Vivico. Rund 30 Prozent der Wohnflächen sind laut Aurelis für öffentlich geförderte Miet- und Eigentumswohnungen vorgesehen.
 

Natursteinfassade und Schieferdach

Der Tower 185 ist eines von zehn vorgesehenen Hochhäusern, die in der Zukunft die Frankfurter Skyline ergänzen könnten. Er markiert den Eingang zum Europaviertel, in dem einmal bis zu 30 000 Menschen arbeiten und rund 10 000 wohnen sollen. In das zum Bankenviertel hin geöffnete, hufeisenförmige Sockelgebäude ist Ende 2010 bereits die international tätige Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers eingezogen. Hier befinden sich neben Büros, das Konferenzzentrum und das Mitarbeiterrestaurant des Ankermieters. Die sechsgeschossige Bauweise, der Beigeton der Natursteinfassade und die für einen Hochhaussockel außergewöhnliche Wahl eines Schieferdachs resultieren aus den Bauformen der Umgebung. Aus dem Sockel erhebt sich der Baukörper des Hochhauses mit 50 Etagen, in die Ende 2011 weitere Büros, Geschäfte und Gastronomie Einzug halten werden. Er besteht aus zwei Turmscheiben, deren Aluminium-Glas-Fassaden durch Lisenen vertikal akzentuiert werden und ein gläsernes Turmsegment auf ovalem Grundriss teilweise umschließen. Der Hochhausbau wird in Stahlbeton-Massivbauweise als Tube-in-Tube-Konstruktion erstellt, d. h. Erschließungskern und Fassaden fungieren als tragende Elemente und sind untereinander ausgesteift.

Die energetische Optimierung soll insbesondere durch die Anordnung der Stützen in der Fassadenebene und demzufolge durch ein teilweises Schließen der Fassade gelingen. 46 % der vertikalen Gebäudehülle sind als transparente Flächen geplant, die mit leichter Sonnenschutzverglasung und einem innen liegenden Sonnenschutz ausgeführt werden. Mindestens 25 Prozent der Energiekosten eines „normalen“ Hochhauses soll der Tower 185 nach Angaben Mäcklers einsparen, der in Dortmund das Institut für Stadtbaukunst betreibt.

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constructor: 

Vivico Real Estate GmbH, Frankfurt am Main, Berlin, Köln, Stuttgart

architect: 

Prof. Christoph Mäckler Architekten

status: 

Fertigstellung: Ende 2011

size: 

BGF: 130 000 m²

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