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Rar-2 Laboratorium - Wissenschaftszentrum Kopernikus - Warschau

  •  © Copernicus Science Center © Copernicus Science Center © Copernicus Science Center © Copernicus Science Center
  • Fassadenplatten aus FibreC © Copernicus Science CenterFassadenplatten aus FibreC © Copernicus Science CenterFassadenplatten aus FibreC © Copernicus Science CenterFassadenplatten aus FibreC © Copernicus Science Center
  • Bunt sein das ist herrlich © Copernicus Science CenterBunt sein das ist herrlich © Copernicus Science CenterBunt sein das ist herrlich © Copernicus Science CenterBunt sein das ist herrlich © Copernicus Science Center
  • Im Park der Entdecker © Copernicus Science CenterIm Park der Entdecker © Copernicus Science CenterIm Park der Entdecker © Copernicus Science CenterIm Park der Entdecker © Copernicus Science Center
  • © Copernicus Science Center© Copernicus Science Center© Copernicus Science Center© Copernicus Science Center
  • Mit Aussicht auf die Weichsel © Copernicus Science CenterMit Aussicht auf die Weichsel © Copernicus Science CenterMit Aussicht auf die Weichsel © Copernicus Science CenterMit Aussicht auf die Weichsel © Copernicus Science Center
  • Wissenschaftler für einen Tag © Copernicus Science CentreWissenschaftler für einen Tag © Copernicus Science CentreWissenschaftler für einen Tag © Copernicus Science CentreWissenschaftler für einen Tag © Copernicus Science Centre
  • Lichtspiele © Copernicus Science CenterLichtspiele © Copernicus Science CenterLichtspiele © Copernicus Science CenterLichtspiele © Copernicus Science Center
  • über den Dächern von Warschau © Copernicus Science Centerüber den Dächern von Warschau © Copernicus Science Centerüber den Dächern von Warschau © Copernicus Science Centerüber den Dächern von Warschau © Copernicus Science Center
  • Spielerisch entdecken © Copernicus Science CenterSpielerisch entdecken © Copernicus Science CenterSpielerisch entdecken © Copernicus Science CenterSpielerisch entdecken © Copernicus Science Center
Ein gemeinschaftliches Projekt der Stadt Warschau und der Ministerien für Wissenschaft und Schulwesen setzt neue Akzente in Architektur und Bildung.

Das Kopernikus Wissenschaftszentrum, benannt nach dem Mathematiker und Astronom Nikolaus Kopernikus, liegt am westlichen Weichselufer der Stadt Warschau.  Es soll das naturwissenschaftliche Wissen in der Bevölkerung fördern, denn die Besucher können hier selbstständig Experimente durchführen.

Im Herbst 2010 wurde das Kopernikus Wissenschaftszentrum nach vier Jahren Bauzeit und Baukosten von rund 2,5 Millionen Euro feierlich eröffnet. Der Entwurf zu diesem Gebäude wurde im polnischen Architekturbüros Rar-2 Laboratorium unter der Leitung von Jan Kubec entwickelt.

Der Bau des Wissenschaftszentrums hat die Silhouette der Stadt nach Osten hin verlagert. Die Architektur und die Außenraumgestaltung der Anlage könnten sich positiv auf die städtebauliche Entwicklung der Stadt auswirken. So könnte das Wissenschaftszentrum zum Aktivator des öffentlichen Raums werden und ein Vorbild für weitere Projekte in der polnischen Hauptstadt sein.

Bauen für die Bildung

Jan Kubec gründete sein Architekturbüro 1998 in Ruda Śląska, einer Großstadt in der Woiwodschaft Schlesien. Zusammen mit seinen Teamkollegen Anna Malek und Bartholomäus Hornik plant er hauptsächlich öffentliche Gebäude. So gehören zahlreiche Museen, Bibliotheken und Galerien zu seinen realisierten Werken. 2009 wurde das von ihm geplante Museum der polnischen Geschichte in Warschau eröffnet. Auch städtebauliche Entwürfe machen einen großen Teil seiner Arbeiten aus. Hier hat Jan Kubec immer wieder erfolgreich an internationalen Wettbewerben teilgenommen.

Farbenmix

Die Gebäudehülle des Kopernikus Wissenschaftszentrums besteht aus unterschiedlich gefärbten Platten. So erscheint die Fassade wie ein überdimensionales 3D-Puzzle. Für die Fassade aus glasfaserverstärkten Betonplatten wurden insgesamt 11 Spezialfarben in verschiedenen matten Braun- und Rottönen entwickelt. Eine Fläche von 13.000 Quadratmetern wurde damit bedeckt. Dieser Werkstoff, auch FibreC genannt, verfügt über eine hohe Festigkeit, er ist verformbar und so langlebig wie Beton. Durch die zusätzlich enthaltenen Glasfasern hat der Werkstoff ein geringeres Raumgewicht und ermöglicht eine schlanke Elementbauweise.

FibreC ist ein hochbelastbarer Werkstoff. Er entspricht der Brandschutzklasse A1 und erlaubt eine durchgängige Färbung. Bereits in einem ersten Arbeitsschritt entsteht durch eine bestimmte Mischung die gewünschte Farbe. Diese wird dann den Rohstoffen untergemischt. Die Farbe ist also Teil des Produkts.

Erlebnisarchitektur

Das Wissenschaftszentrum ist ein Gebäudekomplex, der aus mehreren Teilen besteht. Die Räumlichkeiten für Ausstellungen, Konferenzen, Labore, Büros und Gastronomie verteilen sich auf zwei Ebenen. Der L-förmige Grundriss umfasst eine Nutzfläche von mehr als 15.000 Quadratmetern. Der Dachgarten, welcher im Frühjahr 2012 eröffnet wurde, bietet den Besuchern einen weiten Blick über Polens Hauptstadt. Zahlreiche Sehenswürdigkeiten können hier aus der Vogelperspektive betrachtet werden.

Ein weiteres Highlight ist das Planetarium mit einer 16 Meter hohen Kuppel. Die Besucher sollen aber nicht nur in den Räumen des Wissenschaftszentrums, sondern auch unter freiem Himmel den naturwissenschaftlichen Beobachtungen und Experimenten nachgehen können, so das Konzept.

Schauen mit den Händen

Das Kopernikus Wissenschaftszentrum ist eines der ersten polnischen Hands on Museen. Hier gilt nicht: „Berühren verboten, sondern ausdrücklich: „Anfassen erwünscht". Auf über 22.000 Quadratmetern kann man zahlreiche Experimente eigenständig durchführen. Das Erlebnismuseum gibt keine bestimmten Wege vor. Der Besucher darf also frei entscheiden, wann er wohin geht. Die verschiedenen Ausstellungen lehren den interaktiven Umgang mit unterschiedlichen wissenschaftlichen Themen. Derzeit befinden sich im Kopernikus Wissenschaftszentrum 6 Ausstellungsbereiche.

architect: 

Rar-2 Laboratorium 

status: 

Fertigstellung: 2010

size: 

Nutzfläche: 15000 m²

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