Sauerbruch Hutton - GSW-Hauptsitz - Berlin


GSW-Hochhaus © Elisabeth R. Meier

GSW-Hochhaus © Elisabeth R. Meier

An sonnigen Tagen ergänzen sich die Sonnenschutzelemente zu einem Farbteppich. © Elisabeth R. Meier

: Die doppelte Fassade ermöglicht eine natürliche Belüftung des Gebäudes. © Elisabeth R. Meier

Eine flugdachähnliche Skulptur zitiert die Architektur der 1950er-Jahre. © Elisabeth R. Meier

GSW-Hochhaus © Elisabeth R. Meier

GSW-Hochhaus © Elisabeth R. Meier

GSW-Hochhaus © Elisabeth R. Meier

GSW-Hochhaus © Elisabeth R. Meier

Das GSW-Hochhaus als buntes Mosaik in den Tönen rubinrot, rosa und orange. © Elisabeth R. Meier

GSW-Hochhaus © Elisabeth R. Meier

GSW-Hochhaus © Elisabeth R. Meier

GSW-Hochhaus © Elisabeth R. Meier
Von Renzo Piano über Jean Nouvel bis hin zu Rem Koolhaas – wer wurde in der Nachwendezeit nicht alles nach Berlin eingeflogen, um die neue Hauptstadt architektonisch mitzugestalten. Parallel dazu hatte auch das deutsch-britische Duo Matthias Sauerbruch und Louisa Hutton die Chance erhalten, mit der Umsetzung der neuen Zentrale der Gemeinnützigen Siedlungs- und Wohnungsbaugesellschaft GSW eines seiner ersten Projekte zu realisieren. Direkt gegenüber vom Checkpoint Charlie ergänzten die beiden ein vorhandenes Hochhaus aus den 1960er-Jahren durch ein elegant geschwungenes Scheibenhaus, das mit seinen 22 Geschossen rund 85 Meter hoch in den Berliner Himmel ragt. Ein markantes Gestaltungsmerkmal des 1999 bezogenen Gebäudes ist die Vorhangfassade in Richtung Westen, die von Sauerbruch Hutton mit flexibel steuerbaren Sonnenschutzpaneelen in unterschiedlichen Farben gestaltet wurde. In der warmen Nachmittags- und Abendsonne erscheint das Hochhaus so als buntes Mosaik in den Tönen rubinrot, rosa und orange. Ein weiteres auffälliges Detail ist die flugdachähnliche Dachskulptur des Gebäudes, die eine gelungene architektonische Hommage an die 1950er-Jahre schafft.
Gelungene städtebauliche Einbindung
Komplettiert wird das Ensemble durch einen langgestreckten dreigeschossigen Baukörper entlang der Rudi-Dutschke-Straße, auf dessen Flachdach ein dreigeschossiger Turm mit elliptischem Grundriss und gelber Fassade thront. Die dynamische Anordnung der verschiedenen Baukörper schafft einen spannungsvollen Akzent an einem städtebaulich und historisch wichtigen Standort – ein schönes Beispiel dafür, was alles möglich ist, wenn die sonst so unumstößlichen Vorgaben der Berliner Gestaltungssatzung punktuell außer Kraft gesetzt werden.
Natürliche Belüftung
Zusätzliche Qualität erhält der GSW-Hauptsitz durch seinen hohen ökologischen Anspruch. Zentraler Baustein ist dabei die doppelte Glasfassade in Richtung Westen, die mit ihrem Kamineffekt eine effektive natürliche Belüftung des Gebäudes ermöglicht. Zusätzliche Sogwirkung erzeugt der weit auskragende Dachaufbau. Gemeinsam mit einer effektiven Wärmerückgewinnung gelang es Sauerbruch Hutton, den Energiebedarf des Gebäudes gegenüber einem herkömmlichen Hochhaus um 40 bis 50 Prozent zu senken. Häufig wird das Gebäude daher als „erstes ökologisches Hochhaus Deutschlands“ bezeichnet. Das ist natürlich relativ, denn immerhin war ein Jahr zuvor bereits das Stadttor Düsseldorf mit seiner doppelten Glasfassade fertiggestellt worden. Aber wer wollte bei diesem Ranking schon kleinlich sein?
GSW, Berlin
Sauerbruch Hutton, Berlin
Fertigstellung: 1999
BGF: 24.500 Quadratmeter





Jules Valeron
Eins der schönsten Berliner Gebäude der letzen 20 Jahre
vor 11 Monaten 3 Wochen 3 TagenRobert Uhde
...ja, auf jeden fall! und ein richtiger Klassiker inzwischen.
vor 11 Monaten 3 Wochen 2 Tagen