Sauerbruch Hutton - Sedus Hochregallager - Dogern


Die einzelnen Elemente haben eine Größe von jeweils 25 x 160 Zentimetern. © Sedus Stoll AG

Die Fassade setzt sich aus 16.000 bunt kolorierten Blechpaneelen zusammen. © Sedus Stoll AG

Sedus Hochregallager

Sedus Hochregallager
Monumentale Kiste
Die Bauaufgabe "Hochregallager" bietet in der Regel nur wenig gestalterischen Spielraum und wird zumeist ausschließlich von ökonomischen und funktionalen Kriterien bestimmt. Im Ergebnis entstehen schlichte monumentale Kisten mit tausenden von Palettenstellplätzen für unterschiedlichste Waren, die dann vollelektronisch wie von Geisterhand ein- und ausgelagert werden. Das gleiche gilt letztlich auch für das 2003 fertiggestellte Hochregallager der Sedus Stoll AG in der kleinen südbadischen Gemeinde Dogern. Entsprechend der Anforderungen des Möbelherstellers realisierten die Berliner Architekten Sauerbruch Hutton einen kompakten, 130 Meter langen und 30 Meter hohen Quader, der dem Unternehmen ausreichend Spielraum zur Lagerung und Kommissionierung seiner Produkte bietet.
Abstraktes Farbfeld
Komplett aus der Reihe fällt dagegen die äußere Gestaltung des Hochregallagers, die auch acht Jahre nach Fertigstellung des Gebäudes nichts an Präsenz eingebüßt hat. Statt mit einer einfachen grauen Fassade präsentiert sich der riesige Quader nämlich mit einer Hülle aus insgesamt 16.000 bunt kolorierten Blechpaneelen im Format von jeweils 25 x 160 Zentimetern, die gemeinsam ein harmonisches Mosaik in zwanzig unterschiedlichen Farbtönen ergeben. Die ungewöhnliche Gestaltung bietet nicht nur ein kraftvolles Bild für den Variantenreichtum der Bürostuhlfertigung, sondern lässt sich auch als Interpretation der abwechslungsreichen Landschaft südlich des Schwarzwaldes lesen. Denn um den Neubau möglichst gut in die Landschaft einzubetten, haben Sauerbruch Hutton die verwendeten warmen Farbtöne ganz bewusst den Feldern und Wiesen der Umgebung entnommen. Je nach Entfernung zum Gebäude bieten sich dabei völlig unterschiedliche Ansichten: Von weitem betrachtet erscheint die Außenfläche als sommerliches Hitzeflimmern am Horizont, beim Näherkommen zeichnen sich mehr und mehr die einzelnen Paneele ab – ganz so, als hätte der Künstler Gerhard Richter hier eines seiner abstrakten Farbfelder in die Landschaft gesetzt. Und erst dicht davor stehend lassen sich die einzelnen Felder dann als schmale horizontale, dabei etwa fensterbreite Blechpaneele entschlüsseln.
Erweiterung des Standortes
Inzwischen hat der Standort in Dogern weiteren Zuwachs bekommen. Denn direkt neben dem Hochregallager von Sauerbruch Hutton wurde vor wenigen Monaten auch das nach Plänen von Ludloff + Ludloff geplante neue Entwicklungs- und Innovationszentrum von Sedus Stoll fertiggestellt. Damit sind jetzt fast alle Bereiche des Unternehmens vom historischen Stammsitz im benachbarten Waldshut nach Dogern zu umgesiedelt worden. Statt in überbordender Farbigkeit präsentiert sich der Neubau jedoch ganz schlicht in weiß. So kommen sich beide Gebäude optisch nicht in die Quere und können sich trotz des gemeinsamen Bauherrn als eigenständige Solitäre behaupten.
Sedus Stoll AG
Sauerbruch Hutton, Berlin
Fertigstellung: 2003








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GREAT! I love it !
i love colour!!! what would the world be without it??!!
OMG i got eye cancer ahhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhh
what i wrote up there means this built is 100% ugly does anyone no the architect?