Neufundland – ich bin dann mal weg...

Neufundland – ich bin dann mal weg...

Fogo Island Studios

Sechs verschiedene Studios in einer ruppigen Landschaft, die über eine Reihe von starken geometrischen Formen geprägt sind

 

Fogo – nur die wenigsten von uns werden auf Anhieb wissen in welchem Erdteil man dieses kleine Eiland vermuten könnte. Ein Blick in die Weltkarte lokalisiert eine kleine Insel vor der Küste Neufundlands, da wo die atlantische See noch rau ist und die Bewohner sich mit den unwirtlichen klimatischen Bedingungen arrangiert haben. Aber auch hier ändern sich die Bedingungen.  Der natürliche Lebensraum wird zunehmend durch die Überfischung bedroht und die Kultur der Inselbewohner drohte zu verschwinden. Aus diesem Grund wurde ein Förderprogramm ins Leben gerufen, mit dem die Tradition, Kunst und Kultur der Fogo Islander an die Öffentlichkeit getragen werden sollen. Und gleichzeitig die Chance mit traditionellen architektonischen Formen, Methoden und Materialien in einer besonderen Lage zu experimentieren, für den gebürtigen Kanadier Todd Saunders ein Heimspiel besonderer Art.  

Künstlerräume in der wilden Natur

 Situiert in der kargen, schroffen Landschaft sieht das Konzept sechs verschiedene Studios vor, die zwar über eine Reihe von starken geometrischen Formen geprägt sind, die aber in keiner Konkurrenz zur natürlichen Umgebung stehen. Bewohnbar von Frühling bis Herbst, können deren temporären Bewohner die jahreszeitlichen und klimatischen Veränderungen hautnah erleben und daraus die Kreativität für ihr Schaffen ziehen. Die baulichen Interventionen sind als Integration von Kunst und Natur zu verstehen. Je nach Lage passen sich die Baukörper thematisch an die Umgebung an. So ist das „The Long Studio“ ein langer, aber nur teilweise geschlossener Baukörper, dessen strahlend weiße Innenleben mit der dunklen Holzlattung von außen korrespondiert und nur an den Stirnseiten Bezug nimmt zum Küstenstreifen. Das „Tower Studio“ knickt in einer flachen Dünenlandschaft in sich zusammen und das „Bridge Studio“ z.B. ist für Mutige nur über einen schmalen Steg über der rauen Gischt zu erreichen.   Und weil es auch noch ökologisch sinnvoll sein soll, sind alle Studios autonom von der kommunalen Infrastruktur durch Strom, Kanalisation etc.. Sonnenkollektoren auf den Dächern und Holzöfen liefern Wärme, Regenwasserspeicher dienen der Wasserversorgung und das Brauchwasser wird zur Toilettenspülung wieder verwendet. Und passend zum kommerziellen Aspekt des Arts Residency Program wird mit dem Fogo Island Inn ein kleines, feines Boutique Hotel entstehen – für die Gäste, die noch auf einen Platz im neuen Aussteigerparadies warten. 

Projektdetails

Architect:

Saunders Arkitekten

Status:

Bauzeit: 2007 bis 2011

Größe:

BGF: 40 bis 120 Quadratmeter

Constructor:

Shorefast Foundation and Fogo Island

Kommentare

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admin 13. Juni 2011 - 19:12

schnell koffer packen und los...

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admin 13. Juni 2011 - 21:01

Wann geht es los? Mein Koffer ist schon gepackt !!!

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admin 13. Juni 2011 - 21:59

das gibt's aber nicht wirklich, oder?

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admin 14. Juni 2011 - 7:53

oh doch, inklusive Residency Program für Künstler zum Bewerben...

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