Schmidt Hammer Lassen Architects - Hörsaalzentrum der RWTH Aachen - Aachen


Die Stapelung schafft eine spannungsvolle Gebäudekomposition. © schmidt hammer lassen architects

Die aufgetürmten Volumen stoßen in den Straßenraum hervor. © schmidt hammer lassen architects 

Das Atrium bietet eine offene und belebte Kommunikationszone. © schmidt hammer lassen architects 

Die begrünten Fassaden werden leider nicht realisiert. © schmidt hammer lassen architects
Langjährige Erfahrung
Mit der Planung und Umsetzung von Schul- und Hochschulgebäuden hat das dänische Büro Schmidt Hammer Lassen langjährige Erfahrungen. Zuletzt haben die Architekten mehrere College-Gebäude unter anderem in London, im norwegischen Larvik und im dänischen Kolding realisiert. Gegenwärtig ist das Büro mit der Umsetzung des neuen Hörsaalzentrums der RWTH Aachen beschäftigt. Der auf einem schmalen Grundstück am Westbahnhof errichtete Neubau soll bis zum Sommer 2013 auf einer Bruttogeschossfläche von 13.500 Quadratmetern dreizehn Hörsäle mit Flächen von 100 bis 900 Plätzen, vierzehn Seminarräume sowie zusätzliche Büroflächen zur Verfügung stellen.
Städtebauliche Scharnierfunktion
Das neue Hörsaalzentrum fungiert städtebaulich und funktional als Scharnier zwischen den beiden nordwestlich bzw. südöstlich anschließenden Megaprojekte „Campus West“ und „Campus Mitte“, die bis 2015 die Entstehung einer der größten Forschungslandschaften Europas sowie die Umstrukturierung des bestehenden Kernbereiches der RWTH vorsehen.
Im Übergang beider Zonen schlägt der Neubau von Schmidt Hammer Lassen zwei kompakte quaderförmige Volumen mit jeweils drei Geschossen vor, die durch ein durchgängig verglastes Atrium miteinander verbunden werden. Einem großflächigen Volumen in Richtung Nordwesten stehen dabei ein deutlich kleinerer Trakt sowie ein abwechslungsreich gestalteter Vorplatz in Richtung der südöstlich angrenzenden Straßenkreuzung gegenüber. Das zentrale Atrium soll nicht nur eine optimierte Tageslichtnutzung und eine bequeme Erschließung des Neubaus von unterschiedlichen Seiten ermöglichen, sondern auch eine offene und belebte Kommunikationszone im Übergang zu den nach innen orientierten Hörsälen bereitstellen. Frei tragende Brücken ermöglichen dabei eine bequeme Erschließung und Verbindung in den oberen beiden Ebenen.
Begrünte Fassaden
Ein weiteres markantes Gestaltungsmerkmal des Entwurfs von Schmidt Hammer Lassen ist die horizontal wie vertikal versetzte Übereinanderstapelung der verschiedenen Räume und Ebenen. In Richtung Süden stoßen die aufgetürmten Quader mit zunehmender Höhe immer weiter in den Straßenraum hervor und überdecken dabei einen Teil des Vorplatzes. Im Bereich des Atriums prägt sich die Stapelung als Negativform mit terrassenartig aufsteigenden bzw. sich verjüngenden Ebenen ab – fast so, als sei der gesamte Bauköper wie von Geisterhand auseinander gezogen worden.
Darüber hinaus hatten Schmidt Hammer Lassen ursprünglich geplant, spezielle Sedum-Gras-Kassetten mit Erde und Bewässerungsautomatik an der Außenhülle des Gebäudes anzubringen. Leider ist davon inzwischen jedoch keine Rede mehr, der Neubau wird ohne begrünte Fassade gebaut. Schade eigentlich. Die „Rasenfassade“ hätte dem Neubau gut zu Gesicht gestanden.
Bau- und Liegenschaftsbetrieb des Landes Nordrhein-Westfalen, Aachen
Schmidt Hammer Lassen Architects, Århus
Fertigstellung: voraussichtlich 2013
BGF: 13.500 m²





Inge Van de Vin
sehr schön
vor 7 Monaten 3 Wochen 12 StundenChrista Heythausen-Steffen
klasse
vor 7 Monaten 3 Wochen 12 Stunden