Schneider+Schumacher Architekturgesellschaft mbH - Westhafen Pier - Frankfurt am Main


Entwurfsbestimmend war das industriell geprägte Umfeld am ehemaligen Westhafen © Jörg Hempel

Die aufgefächerte metallene Fassade erinnert an den Faltbalg einer Kamera © Jörg Hempel

Die Tragstruktur der umlaufenden Arkaden besteht aus V-förmigen Stahlbetonstützen © Jörg Hempel

Das „Westhafen Pier 1“ ist zum Wasser hin ausgerichtet © www.westhafenpier.de
Die Neugestaltung des Westhafengeländes zählt zu den aufsehenerregenden Stadtentwicklungsprojekten zu Beginn des 3. Jahrtausends in Frankfurt. Aus dem ehemaligen Binnenhafen wurde ein modernes Stadtquartier. „Westhafen Pier“ bezeichnet ein Gebäudeensemble, das eine neuartige Synthese aus Bürohäusern und einer oberirdischen Parkgarage auf dem Gelände einer ehemaligen Speicherstadt des Westhafens am Main in Frankfurt bildet.
Industriell geprägtes Umfeld
Entwurfsbestimmend war das industriell geprägte Umfeld am ehemaligen Westhafen. Das längliche und leicht geschwungene Grundstück grenzt im Westen an die vom Bahnverkehr stark frequentierte Neckarbrücke und Richtung Süden an das Flussufer mit einer Schiffsanlieferung für das nördlich angrenzende Heizkraftwerk mit seiner komplexen Infrastruktur. Im Rahmen des Projektes „Westhafen Pier“ wurde die Kohleandienung für das Kraftwerk, die quer über das Grundstück verläuft, erneuert.
Rauer Duktus mit feiner Ausprägung
Schneider+Schumacher reagierten auf die komplexen Anforderungen aus dem baulichen Umfeld mit einem knapp neun Meter hohen, dem Verlauf des Grundstücks folgenden dreigeschossigen Sockel. Darüber sind Parkplätze angeordnet. Einprägsam sind die umlaufenden und 400 m langen Arkaden, deren Tragstruktur aus V-förmigen Stahlbetonstützen besteht. Der Stahlbetonkanal für die Aufnahme des Förderbandes der Kohlanlieferung wurde in diesen Baukörper integriert und bestimmte somit das Höhenmaß. An den westlichen und nördlichen Enden des Sockels sind Flächen für Gastronomie und Läden untergebracht.
Darüber erhebt sich eine fächerartige Struktur aus fünf 4-geschossigen Büroriegeln mit Verbindungsbauten und Terrassen mit Blick auf den Main. In ihrer Gestaltung erinnern die Fassaden an den Faltenbalg einer Kamera. Die geschlossenen Flächen wurden mit Metallblechen verkleidet, offene Bereiche wurden geschosshoch verglast.
Die eingesetzten Materialien und Oberflächen nehmen den eher rauen Duktus der Umgebung auf. Aufgrund ihrer Bearbeitung und Detaillierung wirken sie aber feiner und eleganter. In ihrer Ausprägung stehen sie sehr selbstbewusst vor der Karftwerkssilhouette.
Coole Partylocation
„Zukunftsorientiert, offen, dynamisch und flexibel“ – so beschreibt die „Westhafen Pier 1“ ihre Location für Veranstaltungen aller Art. Das Locationhighlight erstreckt sich über zwei Stockwerke, ist komplett verglast und fast über die gesamte Breite zum Wasser hin ausgerichtet. Insgesamt steht für die Events eine Fläche von fast 1 000 m² zur Verfügung. So let’s party!
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